Das Jahr des Pferdes bricht an und wir blicken auf 4 Monate Herbst und Winter zurück.
Transkript
Automatisch transkribiert (Whisper large-v3), ungeprüft.
Dirk: Hallo Susanne. Hallo Dirk. Na, wie glücklich macht es dich, dass du jetzt deine eigene Liste hast.
Susanne: Ist großartig. Statt
Dirk: meiner handgeschriebenen Themenliste.
Susanne: Technologie ist halt toll.
Dirk: Ja, also wir brauchen auch heute eine Liste, weil it's been a while.
Susanne: Ja, das letzte Mal waren wir in Algonquin Park und haben uns von Eichhörnchen ausschimpfen lassen.
Dirk: Das heißt, es war Herbst und es war schön und es war warm und jetzt ist es Winter. Und das führt uns zum Wetter. Es war nämlich oder ist immer noch Rekordwinter. Wir hatten echte minus 20 Grad, nicht nur gefühlte.
Susanne: Ja, gefühlte minus 31 oder so.
Dirk: Ja, wir müssen übrigens wissen, die Frau Primbs fängt inzwischen an, die gefühlten Temperaturen anzugeben. Also wir kanadisieren so langsam.
Susanne: Ja, ich meine, es gehört sich so, wenn alle so reden. Also was ich ja wirklich total nett fand, einige haben uns angeschrieben und gefragt, wie wir denn mit minus 50 Grad zurecht kämen.
Dirk: Hatten wir nicht.
Susanne: Hatten wir nicht. Also hier in Toronto, nee.
Dirk: Jetzt ist Kanada groß.
Susanne: Ja, und Ontario ist auch wirklich groß. Also im Norden Ontarios, da ist minus 45 Grad, gefühlt, by the way. Der Norden Ontario ist ja auch auf der Höhe von Winnipeg und Winnipeg wird nicht umsonst Winterpeg genannt. Es ist echt kalt da im Winter.
Dirk: Aber nicht in Toronto. Wir hatten trotz allem den Rekordwinter, auch was die Niederhörschläge anging. Also wir hatten zweimal den Fall, dass es so den ganzen Tag hindurch runtergehauen hat, was ging. Und das allererste Mal war das noch mit Blizzard dazu. Da kamen 60 Zentimeter Schnee über Nacht runter. Und wir saßen hier in unserem warmen Wohnzimmer und haben uns das Treiben draußen angeguckt. Aber so im Großen und Ganzen war schon hier Schneeapokalypse.
Susanne: Aber wir haben doch dieses Endfußballspiel gesehen von der kanadischen League oder so, wo die im Blizzard mit einem orangenen Ball gespielt haben, weil einen weißen Ball hätte man nicht gesehen und zwar in Kniehohmschnee oder was?
Dirk: Ja, die waren alle in kurzen Hosen, ich fand das total geil.
Susanne: Ja, und kurzen Ärmel, da habe ich mir gedacht, okay.
Dirk: Da gab es auch sehr leidenschaftliche Torszenen.
Susanne: Ja.
Dirk: Das war großartig. Wo war das? In Ottawa, oder? Ja, ich glaube, ich glaube.
Susanne: Großartig, sich das anzugucken. Also kanadischer geht es gar nicht mehr.
Dirk: Ja, aber hier hat es halt eben auch für hiesige Verhältnisse wahnsinnig runtergehauen. Wir als typische arrogante Ex-Münchner, ja, wir sitzen da, die kriegen das hier mit dem Räumen gar nicht auf die Kette, guckt dir das an, ist Chaos da unten. Aber 7000 Kilometer Straße sind kein Spaß. Vor allen Dingen, wenn so viel Schnee runterhaut, dass du dein Auto nicht mehr siehst. Und was die dann hier vor allen Dingen als Problem haben, ist, dass es ja nicht mal drei Tage liegen bleibt und dann taut es wieder weg. Sondern wir hatten jetzt hier durchgehend Minusgrade. Das heißt, den Schnee haut es erst runter, dann bleibt der da liegen, dann schneit es so ein bisschen immer wieder mal drauf. Dann gefriert der gemütlich und irgendwann kannst du den auch nicht mehr transportieren. Und du musst den Kram ja auch irgendwo hinräumen. Die haben halt hier dann groß angelegte Schneetransportaktionen, wo die dann den Kram, wenn sie ihn nirgendwo hinschieben können, aufladen müssen und aus der Stadt rausfahren. Und da haben die Deponien vor der Stadt.
Susanne: Der ist ja jetzt erstmal nicht weggetaut und deswegen hatten die dann auch schon wieder Stress, weil die Deponien voll waren. Und dann streuen die ja überall Salz und dann wird aus diesem Schnee so richtige Matschepampe.
Dirk: Was wirklich cool ist, wenn es so richtig saftige Minusgrade hat, dann friert der See hier vor unserem Fenster langsam zu, also bis zur Insel.
Susanne: Und wie das so kommt, haben wir dann auch Eisläufer gesehen.
Dirk: Wir haben aber auch Idioten gesehen, die hier bei uns aufs Eis gehen.
Susanne: Jaja, hier vorne im Hafen, also direkt neben der Fahrspur oder Fahrrinne, die sie für die Boote immer offen halten. Da ist ja
Dirk: anscheinend niemand durchgebrochen.
Susanne: Ne. Naja und so kaltes Wetter, das habe ich jetzt so in der Art auch noch nie wirklich erlebt, bringt halt extrem trockene Luft. Und wir merken das immer, dass wir beide anfangen, uns am Kopf zu kratzen oder das Gefühl haben, wir wollen in Creme baden.
Dirk: Und es funkt immer zwischen uns.
Susanne: Ja, nach 18 Jahren funkt es immer noch. Wir geben uns
Dirk: einen Kuss und man sieht einen Blitz, der zwischen uns überspringt.
Susanne: Ja, was wir jetzt dieses Jahr gemacht haben, wir haben uns noch ein paar Luftbefeuchter dazu beordert und seitdem haben wir wieder 40 Prozent Luftfeuchtigkeit, das ist nett.
Dirk: Also, Wetter abgehakt, ist kanadisch.
Susanne: Es ist halt hier Winter, Winter und hier gibt es auch wirklich Schnee und es ist dann kalt und frisch und es ist nicht so eine nasse Kälte.
Dirk: Ja, was ich oft bemerke ist, ich kann nicht vorhersagen, wie ich mich fühlen werde. Das heißt, in Deutschland war es so, ich habe auf den Wetterbericht geguckt und dann hatte ich eine Erwartungshaltung, wie sich das anfühlen wird. Und die war dann oft auch realistisch. Also wenn ich mir gedacht habe, das wird jetzt frisch, dann war es frisch und dann habe ich mich entsprechend gekleidet. Hier ist es so, dass es Tage gibt, an denen hat es minus neun Grad und wir gehen raus und Susanne sagt zu mir, ist aber warm heute. Minus fricking neun Grad. und dann gibt es Tage, an denen hat es irgendwie so minus vier und ich habe das Gefühl, mir friert es das Gesicht ab.
Susanne: Ich glaube, das hat alles mit dem Wind zu tun. Aber ja, das ist so, wie Adrian immer sagt, what a glorious day. Und dann gehst du vor die Haustür und zzzzzzz. Weil, muss man auch dazu sagen, Sonne scheint hier en masse. Das ist einfach toll. Also und so kann ich auch Winter gut. Ja, es ist nicht so Doom and Gloom, sondern die Sonne scheint.
Dirk: Was haben wir denn dann so die letzten Monate gemacht? Sind wir dann winterbewundernd im Wohnzimmer gesessen und haben sonst die Zeit verstreichen lassen?
Susanne: Ja, es klingt ganz nach uns.
Dirk: Was bisher geschah bei Schlannada?
Susanne: Ja, wir waren natürlich wieder unterwegs, sage ich mal. Mit unseren Nachbarn über uns haben wir ein Escape Room gemacht und haben dabei festgestellt, es gibt hier so ein Pioneer Village, wo sie halt darstellen, wie die anfangs, als die hier gelandet sind, gelebt haben.
Dirk: Ja, so ein Freilichtmuseum im Endeffekt, ja.
Susanne: Und darin gibt es ein Escape Room.
Dirk: Bei Tag sind da wahrscheinlich Herrscharen von Schulkindern unterwegs.
Susanne: Das haben sie uns ja auch erzählt und ich meine, das kennt auch irgendwie jeder hier, weil sie halt mit der Schule da schon zigmal waren.
Dirk: Wir sehen das ja inzwischen manchmal. Wir haben ja hier das öffentliche Fernsehen für uns entdeckt. Also das Äquivalent zur BBC ist hier CBC. Wir haben da zwei Serien, die wir inzwischen gucken. Die eine Serie ist Murdoch Mysteries und in Murdoch Mysteries sieht man das Pioneer Village immer wieder mal. Also Murdoch ist ein Detektiv hier in Toronto und zwar in Toronto des 19. Jahrhunderts Morde aufklärt. Und die Idee ist sozusagen, jede Folge ist ein so ein Mord, also immer schön abgeschlossen.
Susanne: Ja, Monster of the Week.
Dirk: Und alles, was nicht direkt zu diesem Mordplot gehört in dieser Serie, ist halt tatsächlich zu der Zeit passiert. Und da sieht man dieses Pioneer Village schon auch immer wieder mal als Szenerie. Da radeln sie dann durch und so.
Susanne: Wir sehen andere Orte, an denen wir schon waren, also Toronto Island zum Beispiel. Also es ist schon cool.
Dirk: Murdoch Mysteries kann man auch in Deutschland sehen, habe ich festgestellt.
Susanne: Echt jetzt?
Dirk: Ja, ich weiß nicht, ob alle Staffeln und ich erinnere mich gerade auch nicht mehr genau wo, aber ich weiß, dass ich es nachgeguckt habe.
Susanne: Bestimmt irgendeine Mediathek.
Dirk: ProSieben oder so.
Susanne: Nee, ich dachte ARD oder CDF.
Dirk: Meinst du, dass es öffentlich-rechtlich ist? Die haben doch kein Geld für sowas. Ach, kann
Susanne: ich hier selber rausfinden.
Dirk: Ja, das sind die anderen Serien, die wir gucken.
Susanne: Heißt Still Standing, ist ein Stand-Up Comedian, der unter anderem auch bei Murdoch Mysteries mitspielt, Johnny Harris Und der geht in die kleinen Towns, über ganz Kanada verteilt, lernt diese Stadt eben kennen, Kleinstadt oder Caf kann man auch mal oft sagen, weil die Kleinste hatte irgendwie acht Leute oder so
Dirk: Aber die war schon Outlier, also von ein paar hundert bis zu ein paar tausend Leuten ist so normal
Susanne: Ja, und lernt ihr also kennen und macht dann am Ende der Woche oder was eben so eine Stand-Up-Comedy. Und es ist unglaublich nett und lässt uns immer mit so einem Lächeln zurück. Wir lernen im Grunde Kanada kennen von der Couch. Die Serie heißt deswegen Still Standing, weil jede von diesen Towns hat halt irgendwas mitgemacht in der Vergangenheit und steht halt immer noch, trotz dieses, was sie mitgemacht haben. und es kann sein, dass irgendeine Firma pleite gegangen ist. Die meisten Towns sind ja hier entstanden, dadurch, dass sie sich dann irgendwie um eine Mine drumherum oder um Holzschlag oder Fischerei oder so und irgendwann mal hörte das eben auf, dieses Business und zog von dann und die Stadt ist dann doch dort geblieben.
Dirk: Für uns ist das aus ganz vielen Gründen auch wirklich spannend, weil einmal ist es so, dass jede Folge in einem anderen Eck von Kanada ist. Und du siehst einfach, welche Landschaft ist das? Wie sieht es da aus? Wie sehen die Häuser aus? Wie wohnen die da? Die haben alle auch wirklich Charaktere in diesen Städten, die total spannend sind. Manche davon sind wirklich schräg, aber manches stellt sich auch als sehr kanadisch raus. Susanne sagt immer, wenn sie darüber redet, dass wir ja am Anfang dachten, Diese gelebte Diversität hier wäre eigentlich sowas, was man halt in den großen Städten findet. Und das sagen einem hier die Kanadier auch. Also wenn man sich hier mit zum Beispiel unserem Trainer, mit denen haben wir uns unterhalten, die sagen, ja, das ist in den Städten so. Aber wenn ich mir Still Standing angucke, muss ich sagen, nee Leute, das ist überall so. Weil da sind alle möglichen Hautfarben vertreten, die Geschichten, die die erzählen, sind manchmal Immigrantengeschichten, manchmal historische Einwanderergeschichten, und manchmal Geschichten von den First Nations hier, also das sind immer sehr bunte Communities im Endeffekt und je mehr ich davon sehe, desto mehr verliebe ich mich nochmal zusätzlich in Kanada, weil es einfach von der nördlichsten Moschee der Welt bis zu einem von drei, wo waren die her, aus den Philippinen oder vom Fiji, ich weiß gar nicht mehr,
Susanne: von den Philippinen,
Dirk: die diese Trainstation zu einem Hotel umgearbeitet haben und da jetzt ein historisches Hotel betreiben, irgendwo im Nirgendwo.
Susanne: Ja, wo es auch arschkalt wird im Winter.
Dirk: Sehr, sehr bunte Mischung an Leuten. Und dann ist es noch so, dass einfach auch so Mustersicherheit ergeben. Du siehst zum Beispiel, viele von den Städten, die in British Columbia sind, sind tendenziell eher jung. Dann geht halt das Hauptseegewerk weg und dann haben sie ein Problem. Die versuchen alle, touristisch zu werden. Die sind auf
Susanne: jeden Fall mal artsy. Die machen viel Kunst und leben sich aus. Also in BC, da sind die selbstverwirklicher und die gerne rausgehen in die Natur und wandern gehen und so. Das ist BC. Während du dann auf der anderen Seite im Osten, die machen alle irgendwie Musik.
Dirk: Nova Scotia und so, die singen, tanzen und instrumentieren die ganze Zeit.
Susanne: Ja, also so grobe Muster, die sich da so rausstellen, das fanden wir echt spannend. Und ich meine, mit dieser gelebten Diversität, dass sich das wie so ein Flickenteppich hier über ganz Kanada zieht, macht natürlich Sinn, weil wenn du guckst, Gesetzgebung und alles ist eben darauf ausgelegt, auf diesen Flickenteppich. Flickenteppich klingt so negativ, sagen wir mal quillt. Ja, somit, ja, hat sich halt so ergeben und ist Teil, wie diese Kultur hier drumrum gewachsen ist.
Dirk: Es ist natürlich manchmal auch Dad-Humor, ja.
Susanne: Dad-Jokes, ja.
Dirk: Er macht schon relativ viele Flachwitze, der Mann. Vieles davon lebt halt von diesen Gesprächen und diesen Charakteren, die er da beschreibt.
Susanne: Und, was er ja auch immer macht, das ist ja auch so ein Teaching-Moment, ja. Also du lernst auch bei jeder Folge irgendwie noch irgendwas. Irgendwas. Wie ihr seht, wir sind Fans und es macht halt einfach Spaß.
Dirk: Murdoch Mysteries übrigens, um das abzubinden, ARD Mediathek.
Susanne: Ah, okay.
Dirk: Du hattest recht.
Susanne: Ach, natürlich hatte ich das.
Dirk: Wie immer hattest du recht. Ja, wenn wir auch schon dabei sind, uns hier gemütlich in Kanada zu verlieben. Wir hatten auch ein paar erste Male.
Susanne: Ich war bei meiner ersten Babyshower ever.
Dirk: Aber Susanne, was ist denn eine Babyshower? Wird da ein Baby geduscht?
Susanne: Ja, also eine Freundin, die ist eben schwanger gewesen und ihre Freundin haben eine Babyshower organisiert, so eine Party halt, um das Baby zu feiern und die Mama und gab es dann Essen und haben irgendwelche witzigen Spielchen gemacht und es war irgendwie nett. Also fand ich auch cool. Musste 50 werden, um auf meiner ersten Babyshower zu sein.
Dirk: Der Gedanke hinter der Babyshower ist natürlich einmal zu feiern, dass da ein Baby im Anmarsch ist, aber auch die junge Familie sozusagen mit Scheiß auszustatten.
Susanne: Ja, das stimmt, ja. Also die hatten dann auch so ein Register an Sachen, die sie sich wünschen.
Dirk: Ja, inzwischen wird das Baby wahrscheinlich auch in echt geschauert. Das ist jetzt inzwischen da, ist alles schon ein paar Monate wieder her.
Susanne: Ja, und ich habe gesehen, Alicia hat uns Fotos geschickt, gerade vor drei Minuten.
Dirk: Oh, Babyfotos.
Susanne: Oh, richtig süße Fotos.
Dirk: Ein anderes erstes Mal. Also Babyshow ist jetzt schon ein paar Monate her, aber das andere erste Mal ist jetzt so ein paar Tage alt. Wir waren nämlich beim kanadischen Nationalsport, beim Curling.
Susanne: Oh, ja, richtig. Ach ja, richtig.
Dirk: Ich habe jetzt hier in ein fragendes Gesicht gerade geguckt. Ja, ja. Also, falls ihr euch die Frage stellt, kanadischer Nationalsport, im Prinzip gibt es drei Sachen, die da immer genannt werden. Das, was allen einfällt, ist natürlich Hockey. Eishockey nennen es die Europäer. Hier ist es einfach nur Hockey. Das zweite ist tatsächlich hier Curling, ist so eine Sache, die auch in Still Standing immer wieder mal auftaucht, als so ein Standardsport. Und Curling, müsst ihr euch vorstellen, wie Eistock schießen, aber in langsamer, mit Besen. jetzt beschreib mal
Susanne: super, du schiebst so einen 20 Kilo Stein übers Eis und wie bei Bull versuchst du halt ich meine da gibt es keinen Ball in der Mitte sondern da gibt es halt Kreise, die du treffen musst und dann musst du halt versuchen so nah wie möglich an diesen Kreis oder in den Kreis zu kommen und alle anderen deinen Gegner raus zu kicken so ein Zielfeld
Dirk: und wir hatten Wir hatten ja letztes Jahr einen Urlaub in British Columbia im Great Bear Rainforest gemacht und da haben wir ein paar kennengelernt, die hier aus Toronto sind.
Susanne: Genau, also Jane hatte mir erzählt, sie curled und da habe ich gesagt, ach, das ist ja cool, würde ich ja gerne mal sehen, wie das so funktioniert und so weiter und das haben wir jetzt am Mittwoch gemacht.
Dirk: Und das war tatsächlich, also ich würde sagen, das hatte so ein bisschen Sportheim-Vibes, wo wir da waren. Wir saßen im warmen Trocknen vor einer großen Glaswand und haben den Curling-Mannschaften beim Curling zugeguckt. War cool. Ja, es ist hier was, das kann auch große Gefühle auslösen. Ist auch so ein Sport für alle Alterskategorien.
Susanne: Es muss aber noch beenden, was der dritte Nationalsport ist, weil das glaubt uns keiner.
Dirk: Lacrosse.
Susanne: Ja. So, jetzt fragt euch, was zur Hölle ist Lacrosse? Und wir haben es
Dirk: noch nicht angeguckt.
Susanne: Nee, wir haben es noch nicht angeguckt. Ich glaube, da komme ich auch nicht hin, ehrlich gesagt. Also du hast ja so Stöcke mit Netzen am Ende und dann schmeißt du deinen Ball mit dem... Aber weißt du, was ich gelernt habe? Lacrosse hat Indigenous-Wurzeln. Das ist ein Sport, der aus der Indigenous-Kultur kommt. Und ja.
Dirk: Es ist so ein Crossover aus Hockey und Tennis. Also du spielst Hockey aber in der Luft. Du wirfst halt so ein Puckball-Dingsbums in der Gegend rum und fängst die auch mit diesen Stöcken.
Susanne: Und rennst dann übers Feld. Es ist ja dann eigentlich wie Handball, nur mit Netz.
Dirk: Ich bin verwirrt.
Susanne: Ja, ich auch. Also egal.
Dirk: Apropos Nationalsportart, was keine Nationalsportart ist, ist Baseball. Hinter dir aber hier nicht dran, glühende Baseball-Fans zu sein, wann immer die Blue Jays Lauf haben.
Susanne: Ja, aber diesmal war es ja was Besonderes. Also was man wissen muss. Die USA und Kanada haben eine League gemeinsam, auch für Baseball. Die Major Baseball League. Und die ist aufgeteilt in West und Ost. Und dann spielt also der Westen unter sich übers Jahr verteilt und der Osten spielt unter sich übers Jahr verteilt. und der Gewinner aus diesen Ost- und West-Divisions, die spielen dann am Ende zusammen gegeneinander in der sogenannten World Series. Warum das World Series ist, hat sich mir nicht erschlossen.
Dirk: Weil niemand sonst auf dieser Welt Baseball spielt. Ich glaube, die Inder spielen auch, oder? Die Inder und die Japaner
Susanne: sind ganz groß.
Dirk: Die Japaner sind ganz groß. Egal. Da gibt es ja jetzt hier einen Japaner, der 700 Millionen verdient über
Susanne: die nächsten 10 Jahre. Das habt ihr auch gesehen, der spielt nämlich für die LA Dodgers.
Dirk: Gebt euch das mal, 700 Millionen für Ballspielen.
Susanne: Jedenfalls in diesem Endspiel waren dann die Toronto Blue Jays, ist übrigens die einzige, die einzige Baseballmannschaft, die es in der ganzen Major Baseball League gibt, die aus Kanada ist. Alle anderen sind US-Mannschaften und die waren eben im Endspiel gegen die LA Dodgers. und dann gibt es auch, und das ist ja auch so ein Ding, das war für mich so mindblowing, als wir hierher gezogen sind, dass die immer diese sieben Spiele haben. Also sieben Spiele können es werden, du musst halt vier aus sieben musst du gewinnen.
Dirk: Wobei ich finde, das macht es spannender. Ja, also dann kaust du dir halt irgendwann buchstäblich die Finger ab.
Susanne: Das war ja auch so bei diesen ganzen Spielen. Also ganz Toronto war in Blau-Weiß getaucht für die Blue Jays Farben. Farben. Die anderen Sportteams, die hier ansässig sind, haben ihre Logos geändert, um den Blue Jay irgendwie zu integrieren. Alle haben sie für Toronto gecheert. Ja, war toll.
Dirk: Und nur damit ihr das einordnen könnt, wir sind jetzt nicht hier zu glühenden Baseballfans geworden, aber was man feststellt ist, und das finde ich total liebenswert hier an dieser Stadt, ob du jetzt das Ganze verfolgst oder nicht, ist mal völlig egal. Plötzlich ist die ganze Stadt im Blue Blue Jays Fieber. Du hast halt überall dieses Logo. Die Leute, die Fans sind, tragen ihre Jerseys die ganze Zeit gefühlt. Du siehst halt ständig irgendwie diese Käppis und Jacken und alles rumlaufen. Und ich finde es total nett, wie hier so Ereignisse, wenn es für irgendeinen Teil der Stadt um was Großes geht, plötzlich von allen mit bejubelt werden. Selbst wenn man es nicht anguckt, ist völlig egal.
Susanne: Ja, was auch schön war, ist selbst die Spiele, die die Blue Jays verloren haben, haben trotzdem alle gefeiert. Es gab keine Schlägereien. Muss man vielleicht auch mal ein bisschen erklären, wenn dann so zwei Mannschaften gegeneinander spielen, dann sind die halt mal dann daheim, also hier in Toronto in dem Fall und dann waren sie halt auch für ein paar Spiele in L.A. Okay, und das Endspiel war dann eben hier in Toronto, weil die haben tatsächlich alle sieben Spiele machen müssen. Stand zum Schluss 3 zu 3.
Dirk: Dann haben sie verloren. Also es sah halt bis zum Schluss so aus, als könnten sie unter Umständen Baseballgeschichte schreiben.
Susanne: Ja, also es war auch super spannend.
Dirk: Ja, und Hooligans gibt es anscheinend bei den Sportarten hier nicht so. Also weder, dass irgendwelches Feuerwerk plötzlich gezündet wird oder dass man Besoffene durch die U-Bahn grölen sieht oder dass die sich prügeln oder so. Das haben wir jetzt noch nicht ein einziges Mal hier mitbekommen. Wir hatten ja jetzt wirklich so ein paar richtig große Sportereignisse hier. Also es ging ja auch bei den Maple Leafs letztes Jahr um alles. Da war das halt hier schon auch ein großes Ding mit vielen Leuten, die irgendwie aufgetaucht sind. Ja, da gibt es
Susanne: dann auch Public Viewing und so. Also ich bin ja mal gespannt, wie das jetzt dieses Jahr wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft, weil wir haben Tickets.
Dirk: Ja, ich meine, das ist ja hier praktische Gehdistanz.
[Atmo]
Susanne: Sound
Dirk: of Music
Susanne: Was machen die ganzen Amis hier? Warum singen die? Warum singen die so komisch? Und was sind das für Führungen? Sagt mir gar nichts. Lasst euch gesagt sein, es gibt da einen Film aus den 60ern? Ja, so. Mit Julie Andrews.
Dirk: Und er ist hier so ein Weihnachtsritual. Ja, so ein Sissy halt. Genau, schauen hier irgendwie alle oder viele traditionell an Weihnachten. Und weil wir so ahnungslos waren, hat unser Freund Adrian beschlossen, diese Ahnungslosigkeit zu beenden. Und der Sound of Music ist die Geschichte der Familie Trapp. Die sind vor den Nazis in die USA geflohen. Das ist halt sozusagen so eine Kelly-Family. Die haben halt alle Musik gemacht.
Susanne: Ja, sieben Kinder.
[Atmo]
Susanne: Haben das auch fleißig getan, genau.
Dirk: Wir haben ja auch festgestellt, wir haben Leute, die entsetzliche Lücken bei ihrer Filmausbildung haben. Unsere Freundin Lucia hat noch nie Groundhog Day gesehen.
Susanne: Ja, also das, Entschuldigung, aber das geht gar nicht.
Dirk: Das geht gar nicht, ja.
Susanne: Und wer war es, Maurizio, der noch nicht mal The Princess Bride gesehen hat?
Dirk: Apropos, Princess Bride.
Susanne: Wir waren gestern im Konzert. Es ist so, die Toronto Symphony Orchestra macht so Aufführungen, wo sie einen Film zeigen und live dazu die Filmmusik spielen. Und zwar besonders, weil die ursprüngliche Filmmusik ist von Mark Knopfler. Knopfler? Mark Knopfler?
Dirk: Dire Straits.
Susanne: Ja, der Mark Knopfler. Und eigentlich ist es nur aufgenommen, ein Keyboard und eine Akustikgitarre. die Gitarre und das wurde halt jetzt umgeschrieben als für ein ganzes Orchester und es klingt einfach toll.
Dirk: Immer unabhängig davon, dass der Film, selbst wenn es nicht so gewesen wäre, es auf jeden Fall wert ist. Was auch fantastisch ist, ist übrigens das deutsche Hörbuch.
Susanne: Ja und dann im November war es dann soweit.
Dirk: Zwei Jahre Kanada.
Susanne: Wir sind jetzt zwei Jahre schon hier, über zwei Jahre jetzt.
Dirk: Ja, also irgendwie verging das wie im Flug.
Susanne: Ja und auf der Reise zu unserer Residenz sind wir jetzt auch ein Stückchen weiter, weil wir haben ja die Nominierung der Provinz Ontario erhalten im Dezember. Das heißt, jetzt muss nur noch der kanadische Staat sein Häkchen drunter setzen. Und da haben wir so Sachen gemacht wie zehn Jahre Reisetätigkeit dokumentieren. Wir waren auf dem deutschen Konsulat, haben uns bestätigen lassen, dass wir wir sind, weil wir ja auch ein deutsches Führungszeugnis anfordern müssen.
Dirk: Da warten wir jetzt gerade drauf, dass es zurückkommt. Wenn das alles dann durchgeht und es kann in drei bis sechs Monaten theoretisch durch sein, dann bekommen wir so eine Karte, die uns berechtigt, hier in Kanada uns unbegrenzt aufzuhalten und hier zu leben und zu arbeiten, wie immer wir wollen. Dieser ganze Prozess ist einfach eine Übung in Geduld.
Susanne: Da sind wir ja so gut drin, gell?
Dirk: Ja, das ist super. Deswegen lenken wir uns zwischendurch immer wieder ab.
Susanne: Indem er dann zum Beispiel auf den Weihnachtsmarkt in Quebec City
Dirk: Und Quebec City liegt, wie der Name nahe liegt, in Quebec Da waren sie auch wieder
Susanne: einfallsreich, meine Güte
Dirk: Ja, damit ist das auch alles relativ französisch Und das war so spannend, als wir da angekommen sind Wir sind da hingefahren, weil wir gesagt haben, wir wollen Weihnachtsstimmung, verdammt nochmal Und jeder hat uns gesagt, Quebec City sieht aus wie eine Postkarte während Weihnachten Ich muss noch sagen, als wir da mit dem Auto reingefahren sind zum Hotel, das hat so ein sofortiges europäisches Gefühl ausgelöst, als wir in diese Altstadt gerollt sind, weil das halt wie so eine französische Stadt aussieht. Also das Straßennetz, dann viel Kopfsteinpflaster, dann hat es so ein paar Ecken, Steinhäuser, genau, da gab es so ein paar Straßen, da hättest du die, wenn man dich da abgesetzt hätte, hättest du gar nicht sagen können, bin ich jetzt eher in Spanien, in Frankreich oder in Deutschland, also so eine Mittelalterstadt halt. ist auch die einzige Stadt in Nordamerika, die noch eine intakte Stadtmauer hat, also eine historische Stadtmauer.
Susanne: Und sie haben eine Zitadelle auf dem Hügel. Die haben uns dann auch per Führung angeguckt. Die erkennen wir jetzt auch immer in Nachrichten wieder, nämlich dann, wenn der gute Carney mal wieder in Quebec City ist, dann übernachtet er im Governors House und das ist in dieser Zitadelle, die auch jetzt noch eine Kaserne ist.
Dirk: Die haben die irgendwann gebaut, um die Invasionsversuche der Amerikaner abzuwehren.
Susanne: Da war es auch minus 25 Grad, weil es ist ja in Québec, es ist kälter dort, aber es war einfach nur, war toll.
Dirk: Ja, es hat abgeliefert.
Susanne: Schnee, also es war so richtig vorweihnachtlich, so wie man das so kennt. Die haben sogar mehrere Weihnachtsmärkte über diese Stadt verteilt und dann stellen wir fest, Das ist ja komisch. Warum steht denn hier alles auf Deutsch angeschrieben? Stellt sich raus, es ist ein deutscher Weihnachtsmarkt, weil nämlich im City Council, da ist eine Deutsche und die hat vor 18 Jahren mal gesagt, ach, wir müssen was machen in der Vorweihnachtszeit. Warum machen wir nicht einen Weihnachtsmarkt?
Dirk: Und der ist toll.
Susanne: Der ist super.
Dirk: Die bereiten sich auch immer das ganze Jahr auf diesen Weihnachtsmarkt vor. Also die importieren dann auch Sachen, die aus Deutschland sind. also dort gab es die passenden Lebkuchen, dort gab es Stollen also es ist natürlich, manchmal hat es dann, ist es eine kanadische Interpretation eines deutschen Weihnachtsmarktes
Susanne: Fusion nennt man das heutzutage
Dirk: aber es gab ein Kassperletheater
Susanne: ah ja richtig, ein Kassperletheater
Dirk: und es gab auch so eine Weihnachtspyramide, so ein großes Ding, das sich gedreht hat und so also es war, wir sind da durchgelaufen und das war einfach toll Superbowl. Und wenn du das in so einer mittelalterlichen Innenstadt hast, ist das natürlich großartig.
Susanne: Ja, und das Kasperle-Theater war natürlich auch französisch, weil es ist ja in Quebec. Da.
Dirk: Ja, aber wir haben dann ganz knapp die Gelegenheit verpasst, Leberkäse zu haben.
Susanne: Ja, um einen Tag.
Dirk: An der Bude haben wir gesehen, dass die Leberkäse verkaufen haben. Da kommen wir morgen wieder und essen Leberkäse. Und dann gab es den nicht mehr.
Susanne: Tja.
Dirk: Tja, aber alles andere gab es da, was man so erwartet. Das war schon cool.
Susanne: Ja, es war auch überraschend. Also nicht, dass ich das jetzt unbedingt brauche, aber ich meine, das fand ich halt einfach witzig. Ja, also Quebec City ist auf jeden Fall immer ein Besuch wert.
Dirk: Da kommen wir dieses Jahr auch nochmal hin.
Susanne: Ja, im Sommer. Nicht bei minus 25 Grad.
Dirk: Vielleicht kommen wir auch im Winter nochmal hin. Das war ja so ein Weihnachtsmoment.
Susanne: Ich habe mich ja darauf vorbereitet, was man hier auch total leicht kriegt, ist irgendwelche Fußwärmer und Händewärmer und so und ich hatte mich total eingedeckt mit, ich habe nicht draußen gefroren, ich habe nicht gefroren.
Dirk: Merkt ihr es? Merkt ihr es? Die friert nicht mehr, die Frau.
Susanne: Die friert schon noch. Ich möchte diese Gerüchte gleich mal hier im Kern ersticken. Nee, nee, ich friere noch. Aber es hilft auch, dass es in der Regel nicht diese nasse Kälte ist, die sich so wirklich durch alles durchkriecht.
Dirk: Wir werden ja dieses Jahr den Yukon ansteuern. Mal gucken, wie es dann da ist.
Susanne: Ja, ich bin gespannt. Ja, dann waren wir in Quebec City und dann die Woche drauf sind wir dann relativ kurzfristig nach Deutschland geflogen. Um bei einer Beerdigung mit dabei zu sein, einer Trauerfeier, und waren dann tatsächlich nur für vier Tage dort, waren mit Familie zusammen, war schön, obwohl trauriger Anlass, aber mit Familie zusammen zu sein, ist immer schön. Was mir gerade auffällt, ist, dass wir total ausgelassen haben, dass ja mein Vater hier war, weil der war vor Quebec City hier.
Dirk: Wir hatten wunderschönes Wetter bis zu dem Tag, wo sie hier waren.
Susanne: Ja, genau. Also Sonne pur und dann kamen mein Vater und Susanne und zack, das Wetter war irgendwie doof.
Dirk: Aber die hatten ja trotzdem Spaß.
Susanne: Und vor allem, das war der erste Polar Vortex. Es war diese Frettchenkälte, von der ich immer sage, wo man sich so fühlt, als würde ein Tier dein Gesicht aufessen. Genau, und wir waren mit denen unterwegs, waren dann auch mit denen im Musical. und wie gesagt, die sind dann mit dem Bus an die Niagara-Fälle gefahren. Das hat auch alles super geklappt und haben dann eine Nacht dort übernachtet. Ja, und dann also zurück, wir kamen dann wieder nach Hause und wir sind an dem Freitag, sind wir wieder in den Flieger gestiegen, weil es ist ja nicht so, dass wir irgendwie eine Trauerfeier oder eine Beerdigung auch planen. Ja, also es war ja nicht eingeplant.
Dirk: Was aber eingeplant war, war so ein großer Urlaub, weil ja die Susanne letztes Jahr 50 geworden ist.
Susanne: Und der Dirk ist dieses Jahr 50 geworden, vorletzte Woche.
Dirk: Ja, und dann haben wir halt uns sozusagen beschenkt mit einem Familienurlaub. Wir haben uns von unseren Jungs gewünscht, dass sie mit ihren Partnerinnen mit uns in Urlaub fliegen.
Susanne: Genau. Und dann haben wir das gemacht, was Kanadier in der Regel immer im Winter machen. Wir waren Snowbirds.
Dirk: So nennen die das hier, wenn man sich im Winter in den Flieger setzt und einfach mal ein paar Wochen irgendwo ist, wo es warm ist. Wir haben die Karibik angesteuert, weil da gibt es auch europäische Inseln. Da ist man sozusagen in der EU. Das heißt, unsere Jungs und deren Partnerinnen hätten mit ihren Persos einfliegen können.
Susanne: Ja, irgendwie total verrückt. Naja, ich hatte Guadeloupe ausgesucht unter dem Aspekt, dass wir eben eine Insel haben, wo jetzt amerikanischer Tourismus eher selten ist. Also dann findest du auch nicht diese großen Hotelkomplexe, weil ich bin jetzt kein Fan von großen Hotelkomplexen. Ich wollte, dass das easy ist, auch für die Jungs und ihre Freundinnen da einzufliegen, weil eine, die Freundin von unserer Mittlerin ist, aus Taiwan. Und dann dachte ich, also je einfacher wir das haben mit Visa-Möglichkeiten, desto besser. Außerdem französisch sprechende Insel, super. Ich hatte dann eben so ein Hotel gefunden, das so einzelne Häuschen hatte und wir haben dort eben auch ein Haus gemietet, das angegliedert war an dieses Hotel. Das heißt, wir konnten uns auch in unsere Ecken zurückziehen und wir hatten ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Küche und einen gemeinsamen Pool, den wir privat eben für uns als Familie dann hatten. und es war echt toll, es war genau die richtige Mischung. Also du konntest zusammen sein, genauso wie getrennt und wir haben dann die Insel erkundet und die Dynamik ist halt dann auch irgendwie ganz anders. Wir haben ja zum ersten Mal das erlebt, dass die Freundinnen mit dabei waren, was ich persönlich total schön fand und war halt anders. Und ich fand das eine sehr schöne, harmonische Dynamik. Wir hatten viel Spaß, wir haben auch viel gelacht. Ja, war ein toller Urlaub. Und an Weihnachten selber waren wir ja noch schnorcheln und haben Mangrovenwälder erkundet und haben ein untergegangenes Wrack erkundet. Also es ist einfach schön.
Dirk: Und das war genau das, wonach wir gesucht haben. Wir wollten miteinander Zeit verbringen und im Wesentlichen in der Sonne sitzen, lesen, schlafen, essen, mehr. Kann ich nur empfehlen. Ich war krank wie ein Hund. Ich hatte nix. Niemand sonst hatte was.
Susanne: Ich meine, wir hatten ja auch noch im Oktober, Ende Oktober uns den neuen Covid-Booster abgeholt.
Dirk: Und Grippe.
Susanne: Und Grippe, ja.
Dirk: Einarm-Grippe, einarm-Covid. Das ist auch so ein Unterschied. Hier wird relativ offensiv informiert über so Sachen wie eben Impfungen und so. Während die Nachbarn im Süden ja im Moment gerade versuchen, alles runterzufahren.
Susanne: Ich glaube, das Neueste, was unten propagiert wird, ist Protein. Also Kennedy.
Dirk: Hat die Nahrungspyramide geändert, genau. Oder Bobby Brainworm, wie Jon Stewart nennt. Ach ja. Ja, also
Susanne: ich muss sagen, ein Jahr Trump-Regierung und du kannst schon wirklich sehr greifbar sehen, wie anders sich die Welt gestaltet. Also nicht nur Kanada, sondern halt auch Europa und was für Gedanken sich die Welt macht. Ein Ding, was ich nicht auf deiner Liste finde, ist Karnis Rede in Davos. Also wer sie noch nicht gesehen hat, ich kann das nur empfehlen, sich mal auf YouTube zu bewegen und Karni, Mark Karni, Kanada und Rede Davos oder sowas einzugeben. Die er selber geschrieben hat und wo es einfach, das ist eigentlich so ein Wendepunkt, finde ich, eigentlich im Grunde einen Flocken in den Boden gehauen hat und gesagt hat, okay, es reicht jetzt.
Dirk: Elbows up, sagt man hier dazu auf, so als Slogan. Elbows up ist eine Verteidigungspose aus dem Hockey und wenn Kanadier hier elbows up sagt, meint der in aller Regel, dass sie versuchen eben keine US-Produkte zu kaufen, dass sie nicht in die USA reisen, dass sie unabhängiger von den USA sein wollen und das gilt nach wie vor. Also Kani, ab dem Moment, wo er gewählt worden ist, ist der ja praktisch dauernd unterwegs gewesen. Er hat tatsächlich innerhalb von sechs Monaten zwölf verschiedene Trade Deals abgeschlossen. Damit ist Kanada mit 61 Freihandelsabkommen besser vernetzt mit anderen Ländern als jedes andere Land. Und Kani hat sich halt in Davos hingestellt und hat gesagt, Leute, hört mal auf, so zu tun, als wenn die Weltordnung, die er bisher gewohnt war, wieder zurückkommen würde. Wir haben hier keine Transformation, wir haben hier eine Weltordnung, die gerade vor unseren Augen auseinanderbricht. Er hat es eine Rupture genannt. Und das wird halt momentan überall auch zitiert. Also währenddessen geht es halt in den USA irgendwie ständig immer mehr ab. Und alle zwei, drei Tage gibt es irgendwas, was Richtung Kanada abgefeuert wird. Ich glaube, nicht alles schafft es in die europäischen Nachrichten. Das Neueste war ja irgendwie, dass Trump erklärt hat, dass eine Brücke, die hier von Windsor nach Detroit, also von Kanada rüber nach Michigan gebaut wurde, dass diese Brücke nicht eröffnet werden darf. Solche Drohungen und solche Forderungen gibt es jede Woche. Also die Woche davor hat er irgendwie erklärt, er will kanadischen Flugzeugen die Fluglizenz entziehen. Also es ist praktisch jede Woche irgendwas. Immer wenn Kanadier auf die Versuchung kommen können, sich zu denken, ja wir kennen sie doch, die Amerikaner, vielleicht ist es doch nicht so schlimm, sondern da halt wieder irgendeine andere Drohung ab da drüben.
Susanne: Ist eigentlich ganz gut. Ich sage immer, aus dieser ganzen Scheiße kommt natürlich auch was Gutes raus, nämlich die Kanadier genauso wie die Europäer wachsen weiter zusammen und das ist eigentlich eine ganz gute Entwicklung.
Dirk: Und sie wollen sich vor allen Dingen auch in den richtigen Sachen, finde ich, abgrenzen. Also eine Sache beispielsweise, während Carney zwar einerseits hier so Sachen wie eine Verpflichtung für Elektromobilität aufgibt, hat er gleichzeitig an anderer Stelle Schrauben angedreht, die letztlich auch zu mehr Elektromobilität führen werden. Transrechte, Indigenous-Rechte, all diese Dinge sind hier nach wie vor sehr, sehr hoch gehandelt und sehr wichtig.
Susanne: Apropos Indigenous-Rechte. Jeder, der vielleicht davon mal gehört hat, dass Alberta ja immer unabhängig werden will, das ist eine kleine Gruppierung in Alberta, die das vorantreibt, stellt sich raus, Alberta kann nicht einfach so unabhängig werden ohne die Zustimmung der Indigenous-Gemeinde dort, weil denen der Grund und Boden gehört.
Dirk: Ja, da wird viel Lärm gerade gemacht, der wahrscheinlich zu nichts führt. Es kann aber natürlich trotzdem passieren, dass da irgendwann, so wie vor ein paar Jahrzehnten in Québec, so ein Referendum stattfindet. Und egal wie das jetzt ausgeht, letztlich realistisch können die sich gar nicht abspalten, aber wenn sie es natürlich fordern würden als Provinz, dann wäre das ein Erdbeben hier in Kanada. Kanada. Gleichzeitig ist es aber in Kanada auch nicht ganz ungewöhnlich, dass die ständig ringen. Also das haben wir jetzt hier festgestellt, seit wir hier sind. Da ringt beispielsweise British Columbia, ringt mit Alberta um die Pipeline-Rechte. Da regen sich die Maritimen Provinzen darüber auf, dass neben Québec irgendwie nichts mehr weiter zu existieren scheint. Da regt sich Ontario darüber auf, dass sie so viel zahlen müssen, damit es den anderen Provinzen gut geht und so weiter und so weiter. Ich meine, das ist doch
Susanne: eigentlich nichts anders, als wenn ich es jetzt mal vergleiche mit Deutschland, mit den Bundesländern. Da regt sich doch auch immer irgendjemand über irgendwas auf.
Dirk: Ja, das stimmt. Was aber ganz interessant ist, ist, Carney hat so eine hauchdünne Minderheit im Parlament. Das heißt, er muss eigentlich für alles immer auch Leute außerhalb seiner Partei finden, die stimmen. Hauchdünn heißt, zwei Leute mehr und er hat eine Mehrheit. Jetzt könnte natürlich Carney versuchen zu gamblen und zu sagen, wir machen jetzt Neuwahlen und vielleicht gewinne ich dann, ja, das könnte passieren, aber im Moment ist halt dafür die falsche Zeit. Und die haben sich, also die falsche Zeit, weil es gibt wichtigere Dinge als das. Und was ich halt wirklich sehr angenehm an Kanada finde, es ist einfach ein Land, in dem sich der Oppositionsführer und der amtierende Regierungschef hinsetzen können und miteinander beschließen, jetzt lassen wir mal kurz mal das Politikgeschachere für das nächste halbe Jahr sein, weil wir müssen jetzt mal unseren Scheiß auf die Kette kriegen, lass uns mal zusammenarbeiten. Und natürlich tösen sie dann trotzdem nach wie vor immer wieder mal rum, aber es gibt diese Momente gar nicht mal so selten hier, wo Leute über Parteigrenzen hinweg das verdammt nochmal Richtige kurz in den Vordergrund stellen. Das finde ich sehr, sehr angenehm.
Susanne: Und eines der Dinge, die in letzter Zeit so disruptive waren, also die einfach mal alles auf links gedreht haben, mal abgesehen von dem Idioten im Süden, war, wir hatten ein Schul-Shooting in Tumblr Ridge. Das ist in BC, also British Columbia. Und es ist schon interessant, wie unterschiedlich Kanada mit sowas umgeht. Wenn ihr mal nach Shootings sucht und dann drei Länder hernehmt, Deutschland, Kanada und USA, dann findet man für Deutschland eine Seite auf Wikipedia, wo alle Shootings in den letzten Dekaden aufgezählt werden. Eine Seite. Dasselbe gilt für Kanada auch. Die USA haben eine Seite pro Jahr.
Dirk: Ein Mars-Shooting ist definiert als mehr als vier Todesopfer. Also nicht unbedingt immer in der Schule, es heißt einfach nur mehr als vier Todesopfer. In Deutschland gab es vier, in Kanada gab es fünf und in den USA gab es 425. Und das ist einfach der Irrsinn in Dosen. Die Frage ist ja, ab wann wirst du denn da drüben als Präsident gebrieft und ab wann hältst du es für wichtig genug, dass du vor eine Kamera trittst und mal sagst, das ist eine Tragödie, der könnte ja jeden Tag zweimal.
Susanne: Ja, theoretisch wahrscheinlich, deswegen ist es nicht mehr wichtig, weißt du.
Dirk: Aber es ist einfach wirklich, wirklich krass. Und hier in Kanada ist jetzt seit mehreren Tagen praktisch alles stehen geblieben. Also Karni hat seine Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz abgesagt.
Susanne: Ja, hier sind die Fahnen auf Halbmast.
Dirk: Und zwar für eine ganze Woche.
Susanne: Und es wird halt erforscht und das finde ich auch einen gravierenden Unterschied, statt dass die ganzen Medien hergehen und jetzt irgendwelche Sachen fabulieren, halten alle ihre Füße still und berichten nur, was an Fakten im Moment auf dem Tisch liegt.
Dirk: Deutschland, da würde es heißen, heute kam es zu einem tragischen Schusswechsel in der Schule, sechs Leute tot, vielleicht noch mit so einem Satz wie der Schütze hatte psychologische Probleme und hat einen Migrationshintergrund oder irgend so ein Quatsch. Ja, als ob das irgendeinen Unterschied macht, was jetzt, ob es ein Migrationshintergrund ist oder nicht, wenn jemand sowas tut. Solche Dinge werden in Deutschland dann in fünf Minuten kurz gesagt, dann gibt es noch zwei, drei Äußerungen von Politikern dazu, meistens ohne wirklich was zu wissen. In Deutschland dankenswerterweise wahrscheinlich so in dem Tonfall von, wir wissen noch nicht genau, die Behörden ermitteln, aber wir werden natürlich volle Unterstützung und überhaupt, ja so. und dann ist es durch. Und hier ist es so, die Medien reden erstmal nur über die Menschen, die betroffen sind. Und was ich total auffällig finde, ist, die reden mit Empathie auch über die Täterfamilie. Und dann gab es, und das war für mich so ein Moment, wo auch mir die Tränen gekommen sind, muss ich echt sagen. Es gab hier im Parlament den Moment, wo alle Parteiführer sich kurz geäußert haben dazu. Und dann gab es diesen Moment, wo der Anführer vom Bloc Québécois, die aus Prinzip im Parlament nur Französisch reden.
Susanne: Wie halt Franzosen.
Dirk: Ja, also ich meine, der Bloc Québécois, der verfolgt aktiv die Abspaltung Québècs von Kanada und der Gründung eines französisch sprechenden Bundesstaats. Aber der hat seine Rede gehalten und er hat auf Französisch kurz gesagt, dass er sich jetzt entschuldigt, aber er wird jetzt die Sprache wechseln. weil ja in British Columbia längst nicht jeder Französisch spricht und hat dann im perfekten Englisch eine Rede gehalten, die mich in Tränen zurückgelassen hat. Und das ist einfach, so gehen die hier damit um. Und die geben denen Zeit, die geben dem Raum, das ist immer noch Thema, es ist jetzt seit drei Tagen Thema. Das ist auch warum die eben nur vier oder fünf Shootings im Jahr haben und nicht 425. So, ich habe nicht geweint. Moment. Das war ein großer Moment. Also es wird halt diese Rede im Parlament dadurch, dass die immer französisch reden, um dieses Statement zu machen, sie reden nicht englisch. Alle anderen, nur damit wir das auch mal gesagt haben, alle anderen wechseln eigentlich ständig ihre Sprache. Kani genauso wie Poilievre machen ihre Reden teils teils.
Susanne: Selbst Kani hat in Davos, hat er auf Französisch angefangen. Also auf Québécois, Französisch darf man das ja nicht nennen. Ja, also es fällt generell auf, wie gerade in solchen Momenten, wo Zusammenhalt auf Nummer eins ist, wie Politiker hier einfach mal drauf verzichten, was jetzt die Opposition sagt oder so, sondern wir ziehen alle an einem Strang. Und das ist dann halt für die Zeit so und dann kann man ja auch wieder über Unterschiede diskutieren. Das ist ja fein. Ich glaube, das ist auch generell dadurch, dass jetzt die Bedrohung im Süden da ist, wo halt jede Woche irgendein neuer Scheiß über die Grenze schwappt mit irgendwelchen Blödsinn. Das hat Kanada schon ganz schön zusammengeschweißt auch.
Dirk: Ja, aber ich glaube, es ist auch so ein allgemeines Kulturding hier, die wertschätzen, wenn die Leute Anstand und Dekor zeigen. Also es wird sofort irgendwie die Nase gerümpft, wenn du das Gefühl hast, die Leute blöken eigentlich nur rum. Du hast natürlich schon so Leute wie ein Doug Ford oder so, die etwas populistischer unterwegs sind, aber selbst der, wenn der von den Kameras tritt.
Susanne: Nur zur Erinnerung, Doug Ford ist unser Söder hier in Ontario.
Dirk: Aber selbst wenn der vor eine Kamera tritt, sagt er ja durchaus sinnvolle Dinge und formuliert sich ordentlich. Und das ist was, was die hier sehr wertschätzen, wenn ihre offiziellen Stellen versuchen, das Richtige und das Anständige auch nach vorne zu stellen. Und das heißt halt im Moment gerade angesichts von so einer Tragödie, dass man halt mal gerade demonstrativ alle Schulter schließt und sagt, wir sind hier zusammen. Und ich finde, dieses Zusammenbringen ist einer der großen Unterschiede zu, wie es gerade in den USA abgeht, aber auch in vielen europäischen Ländern, wo ja diese Polarisierung die ganze Zeit so betont wird. Es ist fast schon wie so eine Gegenbewegung. Und das finde ich gut. Das gibt mir ein gutes Gefühl.
Susanne: Wie du sagst, dieser Anstand. Weißt du, denen geht halt einfach nie diese Empathie hier verloren, sich mal in anderer Leute Schuhe zu stellen. Das finde ich auch sehr auffällig hier. Also nicht, dass es hier nicht auch Arschlöcher gibt. Ich verstehe das ja nicht falsch. Also gibt es auch.
Dirk: Es gibt auch hier Rassisten, es gibt auch hier Leute, die waffennahen sind. Also wenn wir gerade Waffen reden, es gibt zum Beispiel im Moment gerade ein Waffenrückkaufprogramm. Und dann machen die was ähnliches, wie es eben auch Australien zum Beispiel macht, dass die halt sagen, hey, wenn du eine Waffe bei dir hast, bring die uns und wir kaufen dir die ab. Ja, es hilft auch bei diesen ganzen Beobachtungen, dass die Kanadier nicht dazu neigen, alles immer so in schrill weiß oder schrill schwarz zu formulieren. Also diese Graustufen und die Nuancen existieren halt auch nebeneinander.
Susanne: Das passt ja wieder in dieses Quilt, wovon wir es hatten. Es ist immer einfacher, alles irgendwie in schwarz und weiß zu sehen, aber das passiert ja tatsächlich im öffentlichen Leben nicht, in der Politik nicht. Ich versuche gerade die Überleitung zu finden, wobei das auch ganz gut cool ist, weil schwarz-weiß und flockiger Teppich, weil was wir im Moment gerade als Serie gucken, die wir entdeckt haben. Und ich habe gerade nachgeguckt, wann das released wurde, also wann das ins Fernsehen kam. Und zwar 2024 ist Alone Germany. Und dann haben wir uns gefragt, wo machen die denn Alone in Germany? Schwarzwald, Lüneburger Heide, Bayerischer Wald,
Dirk: Survival in der Lüneburger Heide
Susanne: Nein, stellt sich raus, nein, nein, sie sind tatsächlich nach Vancouver Island gegangen. Ins Herzen Kanadas, wie eines der Deutschen das so unzutreffend formulierte, weil wer vielleicht mal eine Landkarte angeguckt hat. Ja, also Vancouver Island ist so ganz links.
Dirk: Müssen wir vielleicht trotzdem nochmal kurz sagen, was Alone eigentlich ist?
Susanne: Bitte.
Dirk: Also es ist eine Survival-TV-Show. Es geht also darum, wer am längsten durchhält in der Wildnis. Und was wir an Alone so mögen ist, dass anders als viele andere Reality-TV-Formate, ist es relativ dramafrei und es kommt daher, weil Alone nimmt den Titel wörtlich. Die Leute, das sind zehn Kandidaten, die werden ausgesetzt in der kanadischen Wildnis oder generell in der Wildnis, es gibt mehrere Staffeln. Ursprünglich fing das mal Alone US, war die Originalreihe davon und die ersten Staffeln waren alle in Kanada und die meisten Staffeln spielen in Kanada, es gibt einfach viel Gegend hier. und die werden einfach alleine ausgesetzt und zwar zusammen mit einer Grundausstattung an Kameratechnik. Die Idee ist tatsächlich, dass sie kein Kamerateam um sich rum haben, keine Regie, kein gar nichts, sondern mit Kameratechnik und zehn Gegenständen, die sie sich aus einer Liste aussuchen dürfen, werden die irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt, sind dann ab da alleine und müssen halt irgendwie zurande kommen. Da gibt es dann regelmäßig, die werden natürlich schon so ein Stück weit überwacht, Das heißt, die haben so Notfallfunkgeräte, die können auch jederzeit sagen, sie wollen aufgeben und abgeholt werden.
Susanne: Dann gibt es eine regelmäßige medizinische Untersuchung, ob die noch überhaupt in der Lage sind, weiter dort zu bleiben, weil du nimmst halt ab.
Dirk: Ja, genau, weil es ist einfach nicht so einfach.
Susanne: Nee, also die werden schon überwacht, sodass es halt nicht zu ihrem Schaden ist und die rechtzeitig dann auch rausgezogen werden aus diesem Wettkampf. ist es ja. Aber die sind wirklich allein und filmen sich auch allein. Ja, und dadurch, dass du niemanden hast, der das beeinflusst, ein Production-Team oder so, oder dir sagt, wie jetzt bei Bachelor oder so, wie du dich jetzt so zu verhalten hast oder dich im Hintergrund aufstachelt zu irgendwas, ist schön eigentlich. Also schön zuzugucken. Ich habe auch schon eine ganze Menge gelernt. Ja, also
Dirk: wenn wir jetzt allein wären, müssten wir wenigstens... Nee, nee.
Susanne: Also ich muss sagen, ich habe Respekt vor jedem, der da teilnimmt. Ich würde nicht drei Tage da irgendwie überstehen. Also ich muss sagen, wirklich Hut ab.
Dirk: Ja, tiefsten Respekt. Ich bin so nutzlos in so einer Survival-Situation. Ich meine, ich kann Linux auf einem Laptop installieren, wenn es der richtige Laptop ist.
Susanne: Ja, Dirk und ich, wir haben dieses Szenario schon öfters mal durchgespielt. Wenn jetzt die Zombie-Apokalypse wäre, das Einzige, was wir machen könnten, ist unseren Laptop einmal gegen einen Zombie einsetzen, den wir ihnen an den Kopf werfen und das war's dann.
Dirk: Ja, einen Zombie mit einem MacBook enthaupten.
Susanne: Wäre wahrscheinlich schnell vorbei für uns.
Dirk: Also das ist tatsächlich wirklich super beeindruckend. und manche Leute haben auch einen Skill-Level, der ist einfach zum Niederknien. Ja. Nicht so unsere Deutschen. Da muss man jetzt auch noch wissen, was wirklich lustig ist, ist der Vergleich. Weil Alone West, das sind halt ziemlich oft so Survival-Spezialisten. Ich bringe Leuten bei, wie sie einen Monat in der Wildnis sich von Würmern ernähren können. Also das sind ja
Susanne: meistens Leute, die schon irgendwie so Homesteader sind. Also die schon ohne Strom und fließend Wasser irgendwie schon so ganz normal leben. Also nicht so Weicheier, sage ich mal. Da haben auch Kanadier schon teilgenommen und es gab allein Staffeln, die oben im Arctic Circle stattfinden.
Dirk: Die längste Staffel, da mussten so 100 Tage bleiben. Die waren 100 Tage in der Arktis. Da ist ja Nüschte.
Susanne: Ja, also die auch jagen können, die, weißt du, mit Pfeil und Bogen ist überhaupt kein Problem. Genau, die haben da kein Gewehr oder so, sondern... Nee, also dürfen kein Gewehr mitnehmen.
Dirk: Messer, Pfeil und Bogen, sowas halt.
Susanne: Da gibt es schon ein Gefälle, sag ich mal.
Dirk: Es fing schon damit an, dass unsere deutschen Alone-Teilnehmer bekamen offensichtlich alle ein extra Tarp, also so eine extra Zeltfolie.
Susanne: Jaja, stimmt, ein Tab war dabei Als Grundausstattung Aber egal
Dirk: Ja, und dann ist es halt auch so, während irgendwie so die US-Staffel mit so Ex-Military, Ex-Homesteader oder gerade Homesteader oder so war die deutsche Lohnstaffel zwei Lehramtsstudenten ein Immobilienmakler aus Frankfurt Immobilienmakler aus Frankfurt
Susanne: Und da muss ich sagen, da war ich echt beeindruckt Da habe ich am Anfang, das sind dann meine eigenen Gegenverurteile, ja, aber da dachte ich, hu, ja, aber der war super angenehm.
Dirk: Also es ist jedenfalls ganz anderes Personal, das fällt wirklich auf.
Susanne: Ich meine, was auch unterschiedlich ist in Alone West, kannst du halt eine Million Dollar gewinnen. Das Preisgeld jetzt für Alone Germany ist 75.000 Euro, also es ist schon ein Unterschied. Aber, und das war eigentlich so das Gravierendste, was wir so festgestellt haben, an was so ganz anders ist, während wir zuhören, wie in Alone US die Teilnehmer in der Regel darüber reden, was sie dann mit diesem Geld machen wollen, das heißt sich entweder aus der Armut raushieven, irgendwelche Medical Bills zahlen, irgendwie ein Business gründen und so weiter. Das Geld an sich war jetzt die ersten neun Folgen, war überhaupt kein Thema in dem deutschen Format, sondern es ging halt darum, ich wollte halt schon immer mal gucken, wie weit ich komme und es sind halt Menschen, die sich überlegen, kann ich das ganz alleine sein, wie komme ich damit zurecht, ich möchte mir selber was beweisen, das ist so das Hauptziel.
Dirk: Spiel. Also
Susanne: da siehst du auch einen Kulturunterschied, finde ich. Das finde ich sehr spannend. Also ich mag die Serie sowieso von dem Format her, eben weil das eben nicht zulässt, dass es irgendwie so fake ist, sondern es ist halt echt, weil ich meine, wenn du 30 Tage alleine, wirklich ganz alleine irgendwo bist, das können wir uns schon mal gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt. Deswegen habe ich ja da auch so Respekt vor. Und du hast halt niemanden, mit dem du redest. Einfach mal eine halbe Stunde schnacken oder so. Du kannst dich nicht austauschen, musst alle deine Entscheidungen selber treffen. Du hast niemanden, dem du mitteilen kannst, wie wunderschön dieser Sonnenaufgang jetzt war. Also das macht schon auch was mit dir und ich glaube, das ist auch nicht so einfach. Ja gut, die
Dirk: Hälfte der Teilnehmer, habe ich auch immer das Gefühl, geben genau deswegen auf. Die sagen dann spätestens nach ein paar Wochen, warum mache ich das hier und warum verzichte ich auf Kontakt zu meiner Familie, mir doch egal. Das ist so auch egal jetzt welcher kulturelle Hintergrund. und was ich noch interessant finde ist, dass die Alone US, wenn die dann letztlich aufgeben aus irgendeinem Grund oder rausgezogen werden wegen Medical Gründen oder sonst wie, brechen die immer völlig zusammen. Also I let everyone down und das ist jetzt bei Alone Germany überhaupt gar nicht der Fall. Die kommen alle zu einem geordneten, unverschuldeten Leben zurück. Also keiner von denen macht den Eindruck als Hans G, arbeitslos, spielt Alone, weil es keine andere Gelegenheiten für ihn gibt. Das finde ich auch sehr angenehm und interessant zu beobachten. Und da dreht sich dann halt so auf der Bedürfnispyramide natürlich, warum die das machen, schon allein deswegen.
Susanne: Ich hatte da letztens eine Diskussion mit jemandem, der angemerkt hat, ja, ich musste jetzt irgendwie für Zusatzleistungen selber zahlen. Irgendwann habe ich gefragt, wie viel hast du denn dafür gezahlt? Und dann meinte er 70 Euro. Euro. Und da sieht man halt auch diesen kulturellen Unterschied, weil, weißt du, auf der anderen Seite hast du dann USA-Menschen, die pleite gehen, wo Familien auf der Straße stehen, weil sie ihre Rechnungen für medizinische Leistungen nicht bezahlen können. Eine Kollegin von dir, die mit, was, drei Millionen Dollar Rechnung nach Hause kam für die Geburt ihrer Zwillinge.
Dirk: Das will ich gerade aufgreifen. Ich glaube, das haben viele in Deutschland mal davon gehört, dass in den USA Leute manchmal in Medical Debt stecken und ihre Arztrechnungen nicht mehr zahlen können, entschulden deswegen. Aber ich glaube, was vielen in Deutschland abgeht, ist ein Gefühl dafür, wie groß das Problem tatsächlich ist. Fangen wir mal an mit der Kollegin von mir, die hatte eine Zwillingsgeburt, war alles ein bisschen komplizierter und bekam dann eine Rechnung über 3 Millionen US-Dollar, die ihre Krankenversicherung erstmal sich geweigert hat zu bezahlen, weil die aber bei Google angestellt ist, gibt es bei Google eine Rechtsunterstützung, der du das übergeben kannst und Google hat das durchgestritten, das heißt, die hatte ein paar Wochen irgendwie Stress und vielleicht auch Angstgefühle, aber im Grunde wurde sie aufgefangen. Jetzt nehmen wir mal diese 3 Millionen und sagen, ja, das ist vielleicht ein ganz, ganz krasser Ausnahmefall und wer weiß, wo die war. Da hat Susanne im Gespräch mit einer Freundin und Kollegin von ihr.
Susanne: Die hat auch Zwillinge bekommen und hat pro Zwillingsgeburt eine Rechnung bekommen von 500.000 Dollar.
Dirk: 500.000, genau. Dann stellt man sich doch die Frage.
Susanne: Ja, für was denn 500.000 Dollar?
Dirk: Oder was kostet denn das in Deutschland?
Susanne: Ja, und dann habe ich mal recherchiert. Gerade so Zwillingsgeburten, also kosten so zwischen 3.000 bis 5.000 Euro. Mit Kaiserschnitt bis zu 6.000 Euro, glaube ich. und wenn es richtig kompliziert ist, so mit muss in die Notfallstation, la la la, intensiv und so weiter, dann kann das mal bis 11.000 Euro hochgehen, wird dann von der Krankenkasse übernommen. Und dann kostet halt so der Aufenthalt im Krankenhaus ungefähr 600 Euro am Tag auf intensiv und so weiter. Also ich habe da mal ein bisschen rumrecherchiert und dann habe ich gedacht, ja, aber Moment mal, Wenn das so wahnsinnig teuer ist in den USA und bei uns so billig, was viele Leute daraus schließen, viele Amerikaner, ist, ja, dann ist ja die Qualität unseres Services besser. Stellt sich raus, die Säuglingssterblichkeit während der Geburt ist doppelt so hoch wie in Deutschland, sogar ein bisschen mehr als doppelt so hoch. Und die Kosten kommen auf eine Art und Weise zustande, die überhaupt nichts mit der Geburt an sich zu tun hat, sondern, und das ist jetzt wirklich ein kultureller Unterschied, in Deutschland ist alles über das Government abgedeckt, über die Regierung, über öffentliche Ämter.
Dirk: Also in Deutschland wird halt das Gesundheitssystem von der Regierung gesteuert im Endeffekt.
Susanne: Genau. Die schaut da drauf, dass wir Standardpreise haben, dass auch Medikamente nicht überteuert werden von Firmen und die deckelt das. Auch ein Service wie zum Beispiel so ein Geburt kostet in allen Gegenden gleich oder ähnlich.
Dirk: Selbe hier in Kanada übrigens.
Susanne: Ja. Nicht so in den USA. Da
Dirk: richtet es der Markt.
Susanne: Da richtet es, es ist nämlich ein sogenanntes marktgetriebenes Healthcare-System, Gesundheitssystem, während bei uns in Deutschland und auch hier in Kanada das ein staatsgetriebenes Gesundheitssystem ist.
Dirk: Und worauf ich da eben da raus wollte ist, wenn ich gehört habe, Menschen können wegen medizinischer Probleme sich hochverschulden und auf der Straße landen. Das ist ja so ein Wissen, was man durchaus haben kann in Deutschland. Da habe ich mir halt immer vorgestellt, mein Gott, jemand hat eine Krebsdiagnose und war arbeitslos, weil das ist das andere. In den USA kann es dir passieren, dass du keine Krankenversicherung hast, entweder weil du selber dumm warst und dir keine abgeschlossen hast, du darfst auch ohne Versicherung rumlaufen, oder weil du arbeitslos warst und deine Krankenversicherung ist in aller Regel dort vom Arbeitgeber praktisch als ein Benefit bereitgestellt, oder weil deine Krankenversicherung gerade bei dem, was du brauchst, das nicht in den Leistungen hat. Und da habe ich mir halt immer vorgestellt, dass es wahrscheinlich irgendwas Kompliziertes, Großes, Lang, Andauerndes ist. Aber wenn man sich diese Preise anhört, 500.000 für eine Geburt.
Susanne: Ja, das ist ja noch nicht alles. Also nicht nur marktgetrieben und das, sondern dadurch, dass die halt dann so viele unterschiedliche Versicherer haben, die unterschiedliche Leistungen absichern und so weiter, hast du natürlich so einen administrativen Overhead von bis zu 30, 35 Prozent. In Deutschland zum Vergleich sind es mal bis zu 5 Prozent und es schlägt sich halt im Preis nieder. Medikamentenpreise sind nicht gedeckelt. Das heißt, je nach Anbieter und was für einen Deal du abschließt und welches Krankenhaus und welcher Arzt und so weiter, kriegst du halt andere Medikamentenpreise. Und das schlägt sich da wieder. Dann ist ja diese Verklagenskultur, also ich verklage jemanden, auch unglaublich fortgeschritten in den USA. Das heißt, Ärzte haben mal von sich aus eine extrem teure Versicherung, um sich gegen solche Haftklagen, sich dagegen abzusichern. Und das wird natürlich auch umgeschlagen auf den Patienten. 495.000 Dollar. Diesen Unterschied kannst du nicht damit erklären, da ist die Qualität besser, weil die ist es nicht. Also rein vom Fähigkeitslevel und von der Versorgung her gehören die USA sowie auch Deutschland zu den führenden Ländern.
Dirk: In Deutschland kann man ja, wenn man genügend verdient ist, kann man sich ja privat versichern. Und wenn du selbstständig wärst, könntest du auch ohne Versicherung rumlaufen. Aber es ist wirklich schwer, sich eine Situation vorzustellen, bei der du in Deutschland so hohe medizinische Kosten produzierst, dass du Millionen Schulden aufbaust. Das kannst du aber in den USA unter Umständen mit einem komplizierten Unfall produzieren.
Susanne: Um dieses Ausmaß zu verstehen, sage ich jetzt noch einen Satz dazu. Es gibt Menschen da drüben, die Insulin strecken, weil sie nicht wissen, wie sie sich die nächsten Portionen Insulin überhaupt leisten können, weil das so unglaublich teuer ist.
Dirk: Ja, und warum wir darauf jetzt übrigens gerade so abheben, einmal ist es so, in Kanada haben wir diese Situation ja nicht. Das heißt, in Kanada fühlt sich tatsächlich hier das Gesundheitssystem ziemlich ähnlich zu dem an, was wir in Deutschland auch hatten. Manchmal so einen kleinen Beitrag dazu und die Dinge, die ich hier bezahlen muss, sind dieselben Dinge, die man auch in Deutschland bezahlt, sowas wie Zahnersatz und sowas wie Brillen. Aber was einem nicht passieren kann, ist, man kann hier nicht wegen Gesundheitsproblemen in den Ruin schlittern. Was ich aber immer so bizarr finde und das finde ich sehr bizarr, seit wir hier wohnen, mir anzuschauen und anzuhören und auch in den Nachrichten zu sehen ist, wenn man irgendwie in Deutschland Leute hört, die in epischer Breite darüber abgehen können, dass das Gesundheitssystem vor die Hunde geht, alles wird so teuer und man kann es sich ja kaum noch leisten und wenn du dann fragst, na was hast du denn zahlen müssen, dann sind es mal 80 Euro.
Susanne: Ich glaube, was unser Punkt hier ist, ist, ich glaube, wenn mehr Menschen so generell die Welt ein bisschen dankbarer wäre für das, was sie haben und was sie erleben dürfen und wie das so zusammengebaut ist, wäre auch die Welt an sich ein etwas netterer Platz.
Dirk: Das stimmt.
Susanne: Und in diesem Sinne wünschen wir euch auch ein wunderschönes Lunar New Year, weil am 17. Februar ist es soweit und das Jahr des feurigen Pferdes wird eingeleitet. Ich gucke mal schnell nach, was heißt denn das jetzt eigentlich? Die Zeit, die jetzt anfängt, ist von intensiver Energie angetrieben, Aktion, Fortschritt und Freiheit, schneller Wechsel und mutige Schritte, die durch das Feuerelement angetrieben Leidenschaft und Ambition, aber auch so ein bisschen Instabilität mit verdeutlicht. Schwierig das zu übersetzen, fällt mir gerade auf. Bist du jetzt hier
Dirk: zur chinesischen Astrologin geworden?
Susanne: Nein, wir saßen beim Frühstück in Guadeloupe und hatten es über Lunar New Year und haben dann erstmal rausfinden müssen, was sind denn wir eigentlich so von chinesem Sternzeichen? Ich habe meins schon wieder vergessen. Ich bin
Dirk: auf jeden Fall ein Dragon.
Susanne: Bist du nicht ein Fire Dragon?
Dirk: Ja, ich glaube. Wundert mich gar nicht. Ich bin ein feuriger Drache.
Susanne: Ja, aber witzigerweise alle, die 1976 geboren sind, sind wohl feurige Drachen. Das kann ich irgendwie auch nicht angehen, oder?
Dirk: Luna Noir übrigens ist am 17. Februar. Das Jahr des Pferdes aber, das habe ich jetzt hier gerade gelernt, hat am 4. Februar angefangen.
Susanne: Ah, an deinem Geburtstag?
Dirk: Jawohl.
Susanne: Und hier steht es auch nochmal, es wird als Jahr mit enormer Kraft, Bravour und Herausforderungen beschrieben. Es ist eine Zeit, in der Mut und Energie für Neuanfänge gefördert werden. Und das Pferd steht für Freiheit, Vitalität und Erfolg.
Dirk: Es wird ein tolles Jahr. Ich wünsche uns allen ein wirklich tolles Jahr. Dass wir auch weiterhin schaffen, dass wir die verschiedenen Idioten, die auf dieser Welt die ganze Zeit auch die Nachrichten füllen, nicht einfach so mietfrei in unserem Kopf wohnen zu lassen, sondern einfach trotzdem ein wirklich tolles Jahr haben werden.
Susanne: Dann laden wir mal das Feuerpferd in unseren inneren Gedankenraum ein.
Dirk: Und du kriegst hier irgendwie immer esoterischer, je länger wir diesen Podcast jetzt hier machen.
Susanne: Ich glaube, ich brauche einfach noch einen Kaffee.
Dirk: Ja, noch einen Kaffee.
Susanne: Das Jahr des Feuerpferds fängt schon gut an mit Tauwetter. Jawohl.
Dirk: Jawohl, ja. Tja, also.
Susanne: Fertig.
Dirk: Fertig. Dann passt mal alle auf euch auf und.
Susanne: Lasst euch nicht beißen.
Dirk: Das ist der andere Podcast. Wie ein anderer Podcast? Ja.
Susanne: Wir müssen mal wieder einen Vampirfilm gucken.
Dirk: Ja, ich weiß nicht. Meistens haben wir dann, sobald wir wissen, dass wir, wenn wir, wir sehen Vampirfilme, wo wir sagen, den würden wir uns gerne angucken und dann fällt uns ein, da müssten wir ja auch aufnehmen. Irgendwie schauen wir dann den Film nicht.
Susanne: Und jetzt gucken wir keine Vampirfilme mehr, weil wir
Dirk: zu faul sind, eine Podcast-Episode draus zu machen.
Susanne: Weil wir nehmen ja dann nicht nur währenddessen auf, wenn wir den Film angucken. Nein, wir sitzen ja da meistens danach noch eineinhalb Stunden oder was und quatschen da drüber.
Dirk: Ja, also für alle die, die sich jetzt fragen, worüber reden die gerade, einfach mal nach Beißen und Saugen schauen. Wir schauen Vampirfilme, damit ihr sie nicht schauen müsst.
Susanne: Ja, ansonsten habt ein schönes Pferdejahr.
Dirk: Das ist jetzt nicht die letzte Folge für dieses Jahr. Wir wünschen euch einen schönen Start ins Pferdejahr.
