Schlanada

Susanne und Dirk ziehen um

Sommerabschluss

2024-10-01 • 48 min read •
Schlanada cover art

Schlanada

Sommerabschluss

Wir hatten Besuch und waren unterwegs – so lassen sich die letzten zwei Monate eigentlich ganz gut zusammenfassen. Außerdem sprechen wir ein wenig darüber welche Nachrichten es typischerweise von hier nach Deutschland und von Deutschland nach Kanada schaffen und was in der hiesigen Politik gerade abgeht.

Falls ihr das Video von Andrew Huang zum Making of von Lake Louise sehen wollt, bitte hier entland: https://www.youtube.com/watch?v=RgRNTT_Q3d4

Transkript

Automatisch transkribiert (Whisper large-v3), ungeprüft.

Dirk: Hallo Susanne!

Susanne: Hallo Dirk! Wie ist denn das Wetter heute? Erzähl mal.

Dirk: Ah, es ist 23 Grad, im Moment ein bisschen diesig, aber den Tag über war es sonnig.

Susanne: Ja, ich meine, müssen wir ja abhandeln. Wir müssen ja was für Kanada tun und den schlechten Ruf, was Wetter angeht.

Dirk: Ja, wobei du ja jetzt seit letzter Woche schon angefangen hast, hier den Blätter-Tracker zu verfolgen, um zu sehen, wann es denn rötlich und gelblich wird.

Susanne: Ja, ja, das ist ja wie bei der Kirschblüte damals. Kann man ja online nachschauen, wie jetzt die Färbung der Herbstblätter sind. Super.

Dirk: Ich finde, das ist ein ganz hervorragender Service, weil ähnlich wie bei der Kirschblüte freuen wir uns schon sehr auf die bunten Herbstblätter.

Susanne: Aber fangen wir doch erstmal von vorne an. Das letzte Mal hatte ich einen ungeknickten Fuß.

Dirk: Das letzte Mal dachten wir noch, es ist ein Bänderriss. Aber die Frau Primms macht keine halben Sachen.

Susanne: Nein, nein, also es war so, nachdem ich dann eineinhalb Wochen auf so einem geschwollenen Fuß rumgehumpelt bin und der in allen Farben geblüht hat, bin ich dann doch mal zum Arzt gegangen und der hat dann ein Röntgenbild gemacht und da stellt sich raus, ha, der Fuß ist angebrochen. Wie war denn da

Dirk: so die Arzt-Experience?

Susanne: Oh, das war super. Also ich bin ja hier in diese Health-Klinik gegangen und da war auch jemand, der sich tatsächlich mit so Fußkram, Knochenbrüche und so weiter auskannte und der hat gleich mal ein paar Expertengriffe gemacht und hat gemeint, da müssen wir wohl Röntgen gehen. Und dann bin ich ins Röntgenzentrum gefahren und die haben mich durchgeleuchtet und dann hatte ich das Ergebnis auch total schnell.

Dirk: Das funktioniert auch alles einfach nur mit dieser Healthcard.

Susanne: Ja, ja. Und was noch viel cooler war, dadurch, dass ich ja schon knapp zwei Wochen auf dem Ding rumgelaufen bin, konnten sie gleich mit der Physio anfangen. Und Physio findet im exakt gleichen Gebäude statt. Und auch da gehst du nur mit deiner Healthcard hin. Die haben schon alle deine Unterlagen. Also das ist super entspannt. Du kannst alles online buchen, die rufen dich an und sagen, folgendes musst du beachten.

Dirk: Elektronische Patientenakte, Teufelszeug, Datenschutz, wie kann man nur.

Susanne: Ach so, als Nutzer finde ich es super. Was ich auch total krass fand, also gerade bei der Physio, ich habe ja bei meiner Firma diese Zusatzversicherung und die haben da einfach nachgeguckt. Also da musste ich keine Karte, nichts hergeben. Die haben einfach nachgeguckt, sagen, ja, ist alles gecovert, du musst nur 10 Dollar zahlen. Ich musste mit niemandem rumtelefonieren, nirgendwo irgendwelche Rechnungen einreichen. Das war alles super easy. Ja, also jedenfalls hatte ich dann einen gebrochenen Fuß. Wir hatten ja mal diesen Roadtrip geplant, der dann mit meinem Fuß, das wussten wir ja schon, wir absagen mussten. Aber wir haben uns halt gedacht, wir lassen einfach das Wochenende in Kingston, lassen wir halt stehen und besorgen mir so einen Boot.

Dirk: Es sah sehr fancy aus, hatte so ein bisschen was von Iron Man. Hättest du zwei von diesen Boots gehabt?

Susanne: Ja, jetzt habe ich ja noch nie in meinem Leben irgendwas gebrochen gehabt, außer meine Nase. Ja, und deswegen wusste ich jetzt nicht, wie man diesen Boot richtig anlegt. Und als wir dann da dieses Ding abgeholt haben und dann uns auf dem Weg zum Zug befunden, habe ich halt mit dem kompletten Gewicht dieses Ding benutzt, obwohl der, wie wir dann später rausgefunden haben, nicht richtig gesessen hat und nicht aufgepumpt war. Das war echt blöd. Und dann waren wir in Kingston und ich hatte nur Schmerzen. Ja, und wir sind dann am nächsten Tag einfach wieder heimgefahren, weil das ging gar nicht.

Dirk: Zu Kingston kommen wir nachher nochmal, weil wir haben es dann später geschafft. Spoiler. Kingston war ja mal kurze Zeit Kanadas Hauptstadt und ist ein ganz schnuffiges Städtchen. Und das da hinzufahren war dann gleichzeitig unsere erste Zugfahrt hier in dem Land.

Susanne: Ja, war es auch total entspannt, weil hier gibt es auch erst so eine zweite Klasse, du musst richtig onboarden, also dein Ticket wird eingescannt vor dem Zug, du steigst dann ein und du hast den vorgebuchten Platz, also den muss man nicht extra buchen, sondern dein Ticket wird nur ausgestellt, wenn da auch noch ein Platz ist.

Dirk: Man steht auch nicht am Bahnsteig rum, sondern du bist halt im Bahnhof, bis der Zug da ist und dann darfst du hingehen.

Susanne: Ja und dann gehst du halt und dann wird der eingescannt und da gibt es auch keine Leute, die irgendwie blöd auf dem Gang rumstehen oder so, weil wenn der Zug voll ist, gibt es halt keine Tickets mehr.

Dirk: mehr. Und dann fährt so ein kanadischer Zug die ganze Zeit hupend durch die Botanik. Ich muss sagen, das ist ja eine echt nervige Eigenart von überhaupt nordamerikanischen Zügen. Die tröten die ganze Zeit. Und wenn man in dem Zug sitzt, dann hört man das nur ganz entfernt, also ganz leicht, je nachdem, wo man in dem Zug natürlich sitzt, wahrscheinlich unterschiedlich. Da hört man, dass da irgendwas immer wieder mal trötet. Aber wenn man draußen ist und an der Bahnstrecke, dann tröten die tatsächlich, wenn die durch eine Stadt fahren, wenn die auf auf dem Bahnübergang zu rollen, wenn die auf eine Weiche zu fahren, die sind die ganze Zeit am Hupen.

Susanne: Naja, das liegt daran, dass die nicht immer beschrankte Bahnübergänge haben und dann geht zwar so ein Lichtsignal geht an, aber du hast halt nicht diese Absperrung, dass auch wirklich kein Säckel auf die scheiß Schiene fahren kann und deswegen hupen die dann. Ich glaube, die sind dazu verpflichtet.

Dirk: Ja, bestimmt. Bestimmt gibt es da einen guten Grund. Also bestimmt sind die dazu verpflichtet, weil es macht ja auch nicht allen Beteiligten Spaß. Also wenn man nicht gerade im Zug sitzt, dann stelle ich mir das sehr nervig vor. Die sind nämlich auch echt laut.

Susanne: Ja, die sind schon laut. Jedenfalls diese erste Zugfahrt haben wir in der ersten Klasse gemacht und dort gab es dann auch ein warmes Essen.

Dirk: Am Platz?

Susanne: Am Platz. Ja, es ist wie im Flieger eigentlich.

Dirk: War ganz cool. Also tatsächlich war es auch ganz komfortabel.

Susanne: Ja, es waren zweieinhalb Stunden Zugfahrt nach Kingston und dann halt am nächsten Tag wieder zurück, ole ole

Dirk: Aber wir haben auf dieser Zugfahrt, also bei der Ankunft in Kingston und der Taxifahrt zum Hotel genug von Kingston gesehen, dass wir wussten, wir wollen da auf jeden Fall wieder zurückkommen

Susanne: Garantiert, garantiert Und Kingston liegt direkt an Lake Ontario und die Zugfahrt dahin war auch immer wieder in Abschnitten am See Also es war wirklich nett Ja, und danach, das Wochenende drauf Wie gesagt, wir hatten ja einen Roadtrip geplant und zwar wollten wir halt von Toronto nach P.I. fahren mit dem Auto und P.I. hatten wir auch schon Tickets gebucht, da konnten wir nicht einfach absagen und wir hatten schon einen Flug zurück gebucht von P.I. Das heißt, wir haben dann noch schnell einen Flug dazu gebucht, haben dann einen wunderschönen Samstag verbracht am Strand in unserem Lieblingscafé, das wir beim letzten Mal durch Zufall entdeckt haben.

Dirk: Mein persönliches Highlight in dem Lieblingscafé ist ja, dass wir da, als wir dort waren, ein Seifenkistenrennen beobachten konnten und zwar direkt an der Straße, die vor dem Café vorbeiging.

Susanne: Ja, da waren halt so kleine Kinder, also kleine Kinder, die waren auch so, ich sag mal, 10, 11, also bis zu diesem Alter, die dann mit Seifenkisten den Berg runtergerollt sind. Oder den Hügelberg kann man ja da nicht sagen.

Dirk: Ja, Gravity Racing heißt es. Wir haben dann irgendwann durch Beobachtung herausgefunden, dass man eine bessere Gewinnchance hatte, wenn man auf der linken Seite fahren durfte. Die rechte Seite hat immer geführt bis kurz vor Ankunft und dann hat die linke Seite eigentlich immer aufgeholt. Bis auf ein einziges Mal, wo ein Kind mit etwas mehr Gravity und weniger Willen zu bremsen darunter kam. Wir haben genau einmal gesehen, dass der die rechte Seite gewonnen hat, aber der ist dann auch unten gut in die Reifen gejachtert.

Susanne: Das war wirklich witzig. Dann sind wir in unserem Lieblingsrestaurant in Charlottetown essen gewesen. Das hatte ich auch schon vorher gebucht gehabt und dann kam das Highlight. Und zwar letztes Mal, als wir auf PI waren, haben wir gerade die Saison verpasst, das letzte Jahr im Mai. Die geht nämlich im Juni los und damit startete auch wieder das Musical. Anne of Green Gables und ich habe diese Bücher verschlungen in meiner Kindheit und wir waren auch damals bei der Anne of Green Gables Heritage Site, weil die Autorin dieser Bücherei hat dort auch Zeit verbracht bei ihren Cousinen und Cousins und es sieht genauso aus wie im Buch beschrieben, das Anne of Green Gables Haus. Also wirklich toll. Jedenfalls sind wir dann in dieses Musical gegangen, das nur in Charlottetown aufgeführt wird. Und es war so nett. Ich konnte es gar nicht irgendwie glauben. Manchmal habe ich noch diesen Gehirnblitz, wo ich denke, huch, ich sitze in Kanada. Ich sitze in Charlottetown auf Prince Edward Island und schaue mir Anne of Green Gables an. Das fand ich schon irgendwie so ein Glitch in der Matrix.

Dirk: Ja und es war ein super professionell und schön gemachtes Musical, also es war echt toll. Es war ein toller Darsteller, es war wirklich schöne Musik, das hat weit mehr Spaß gemacht, als ich erwartet habe. Also ich habe damit gerechnet, dass es schon nett sein wird, aber das war auf einem ganz hohen Niveau und was ja schon wirklich cool ist, das kann man ja auch nirgendwo anders sehen. Du musst dann da schon hin. Und die machen das dann so im Wechsel. Also nächstes Jahr ist ja dann Ann und Gilbert.

Susanne: Ja, Ann und Gilbert. Da sind sie ja

Dirk: etwas älter, die beiden Hauptfiguren.

Susanne: Genau.

Dirk: Ja, dann haben wir ja da vielleicht wieder einen Grund, nach P.E.I. zu kommen. Vielleicht diesmal dann wirklich mit einem Roadtrip.

Susanne: Ja, mal schauen. Also nächstes Jahr haben wir ja schon so ein paar Sachen geplant. Müssen wir mal gucken. Ich meine, das Schöne ist, dass man ja hier auch mal eben nach P.E.I. rüberhopsen kann, Weil die Entfernungen hier in Kanada sind natürlich gigantomanisch.

Dirk: Also wenn wir mit dem Auto da hinfahren, was waren es? Das sind, ich glaube, über 20 Stunden. Ja, ja, ich glaube auch. 21, 22 Stunden oder so in den Etappen.

Susanne: Wenn man durchfährt.

Dirk: Ja, wir hatten ja vor, wir wollten mit dem Zug nach Kingston, dann mit dem Zug weiter nach Montreal, dann in Montreal ein Auto, dann mit dem Auto praktisch quer rüber durch New Brunswick. Das wären also mehrere Tage Trip geworden mit guten Fahrstrecken zwischendurch.

Susanne: Ja, das war halt dann nicht möglich, weil ja mein Fuß war ja dann, äh.

Dirk: Ja, der hat jetzt auch ein bisschen gebraucht, bis er sich wiederholt hat. Der hat das nicht so gut gefunden, dass er, obwohl er gebrochen war, eine Weile lang noch weiter benutzt wurde.

Susanne: Ja, und dann auch noch mit Gewicht dran, das nicht richtig befestigt war, auch noch durch die Gegend gelaufen ist. Also, ja, der war echt beleidigt für eine Weile. Aber inzwischen bin ich den Schuh los, ich bin den Wrap los, also diese leichte Schiene und ich bin von meiner Physiotherapeutin in die Wildnis entlassen worden. Dann war auch schon August und wir haben unseren nächsten Besuch bekommen.

Dirk: Ja, war nicht vorher noch hier flooding und so?

Susanne: Oh ja, stimmt. Vorher war noch Toronto geflutet. Ich habe ja ein

Dirk: Hobby. Ich verfolge deutsche und kanadische Medien und immer dann, wenn in kanadischen Medien was aus Deutschland aufpoppt oder in deutschen Medien was aus Kanada aufpoppt, ist es extra bemerkenswert. Und wir haben es mit einem Starkwetterereignis in die deutschen Medien geschafft. Wir waren mittendrin, wir konnten es live verfolgen. Zwei Stunden, wo so viel Wasser runterkam wie normalerweise in einem Monat. Und wir konnten hier von unserem Apartment aus Straßen sehen, in denen Autos, und zwar große Autos, bis zum oberen Ende der Scheinwerfer im Wasser standen. Wo die Gullideckel, wie so kleine Atompilze sah das aus. Wo du genau wusstest, wo ist der Gullideckel, weil da drüber so eine Fontäne von Wasser war. Also hier hat komplett die Kanalisation aufgegeben.

Susanne: Du hast ja dann auch kleine Videos aus dem Pass geschickt, weil ich saß ja daheim im 21. Stock. Ich habe nichts davon mitgekriegt.

Dirk: Genau, ich war auf dem Heimweg und dann hat es in Union Station plötzlich aus der Decke geregnet. Und die Union Station ist der größte Bahnhof Kanadas, einer der Hauptverkehrsknoten hier überhaupt in dem Land. Als ich da durchging, konnte man da noch laufen, aber das untere Stockwerk fing schon an zuzulaufen. Und wir haben dann später in den Nachrichten gesehen, dass da Knie hoch Wasser war.

Susanne: Das ging wirklich schnell.

Dirk: Und dann plötzlich ging der Strom aus und ich habe ja noch nie erlebt, dass der Strom länger als mal zehn Minuten weg war. Und in dem Fall war er zweieinhalb Stunden weg und hier waren über hunderttausend Leute ohne Saft, weil irgendein Transformator halt auch unter Wasser stand.

Susanne: Da waren komplette Teile von Toronto, hatten einfach keinen Strom mehr. Wir haben uns dann halt überlegt, wenn das jetzt irgendwie länger dauert, weil aus den USA, also aus Erzählungen von Kollegen kenne ich das ja, dass der manchmal tatsächlich sogar über einen Tag weg ist. Und das ist natürlich dann schon etwas kritischer. Also Toronto war geflutet und es wurde in der Deutschen Tagesschau erwähnt.

Dirk: Bei uns hier kommt aus Deutschland relativ wenig an. Das letzte, was bei uns hier ankam, war, als in Deutschland die AfD so einen Durchmarsch hatte, in Thüringen und Sachsen. Ja, wo ich da gefragt wurde. Ja, also tatsächlich der Unterton ist, wählen die Deutschen jetzt Nazis an die Macht? Das ist schon so ein bisschen das, was da durchschwingt. Also sie packen es schon ein in The Far Right Party, AfD und die versuchen so grob so mal gerade einzuordnen, was es ja letztlich heißt. Aber von hier aus sieht das tatsächlich nicht so richtig schick aus.

Susanne: Das ist ja nett formuliert, nicht so richtig schick.

Dirk: Also ich wünschte mir ja, es wären andere Meldungen, die es hier mal her schaffen aus Deutschland. Also es ist ein bisschen deprimierend.

Susanne: Ja, aber machen wir doch erstmal chronologisch irgendwie weiter. Dann hatten wir Besuch von unserem Jüngsten und seiner Freundin. Und da sind wir dann mal wieder an die Niagarafälle gefahren.

Dirk: Niagarafälle kann man nicht oft genug besuchen. Du musst halt mal dort auch ins Casino gehen, vielleicht ist es beim nächsten Mal, pfeift doch aufs Naturerlebnis, jetzt hast du das Naturerlebnis schon ein paar Mal gehabt, das nächste Mal setzen wir unseren Besuch vorne an den Wasserfällen ab, sagen schön Wasser, Feld und wir gehen zocken

Susanne: Ja, super. Also ich muss mal dazu sagen, also die Niagara-Fälle an sich sind schon wirklich massive Wasserfälle, das ist schon wirklich beeindruckend. Das ganze Zeug, was außen rum steht, ist sehr touristisch und auch wirklich nicht schön. Da gibt es auch irgendwie keine netten Restaurants oder gemütlich oder so. Das ist auch

Dirk: alles erkennbar, sehr alt und abgewirtschaftet.

Susanne: Also deswegen Naturerlebnis, ja ja, ist schon wirklich cool, aber deswegen sind wir auch zuallererst nach Niagara-on-the-Lake gefahren und haben dort Mittag gegessen und sind dann durch dieses Städtchen gebummelt. Ich konnte ja da auch noch nicht so viel durch die Gegend laufen, deswegen Benjamin und Franzi haben sich ja dann relativ selbstständig gemacht und danach sind wir dann an die Niagara-Fälle gefahren.

Dirk: Ja, das muss man vielleicht auch mal gerade einordnen. Niagara, das ist dort eine ganze Region. Das ist eigentlich ja, da ist praktisch das Niagara Encampment, das ist diese Schlucht durch dieses Wasserfeld und der Fluss kommende Niagara River und dann ist dann dort Weinanbaugebiet. Das darf man sich aber nicht vorstellen wie in Deutschland oder Frankreich mit dekorativen Hügelchen oder so. Nee, das ist einfach flach und da drauf ein Wein fällt neben dem anderen. Und Niagara on the Lake ist eine Ortschaft, die die also richtig zum Kotzen idyllisch aussehen. Die haben wir

Susanne: schon mal erwähnt und da habe ich auch dazu gesagt, dass dort zum Teil Hallmark-Movies gedreht werden,

Dirk: weil die eben so

Susanne: schnuffig ist.

Dirk: Ja, und die ist auch ganz nett, also die besuche ich schon ganz gerne, obwohl da sieht man sich natürlich dann irgendwann auch mal satt.

Susanne: Ja, gibt es halt lauter so süße kleine Geschäftchen, in denen man so ein bisschen gucken kann.

Dirk: und Niagara Falls ist dann auch der Name einer Stadt, die eben um diese Fälle rumgebaut ist und da gibt es natürlich viel zu sehen, aber

Susanne: Hotels, Restaurants und Spielhallen. Also ja, muss man mögen. Nicht unser Ding.

Dirk: Wobei die Niagara-Fälle sollen total toll abends beleuchtet sein. Waren jetzt bisher immer nur bei Tageslichter.

Susanne: Oh.

Dirk: Oh, nächstes Mal. Und dann waren wir mit Benjamin ja auch noch in einem Escape Room.

Susanne: Stimmt, also das war ja wirklich, oh wir waren in Casa Loma, das ist so ein burgenähnliches Gelände.

Dirk: Ja, reicher industriellen Typ hat Star-Architekten damit beauftragt, sich ein Schloss hinzubauen. In den 60ern oder 30ern glaube ich war es sogar, vorm Krieg.

Susanne: Das ist auch wirklich beeindruckend, dieses Gebäude und da gibt es halt einen Escape Room. und den Escape Room, den wir uns ausgesucht hatten, Benjamin und Franzi haben uns das geschenkt, war in einem von den Türmen. Wir haben also im Grunde ein Drachenei befreit und dann übrigens auch die Welt dadurch gerettet. Ja, nur dass ihr es wisst.

Dirk: Nur dass ihr es wisst, genau. Ja. Huzzah!

Susanne: Huzzah, genau.

Dirk: War wieder mal auch so ähnlich wie die Hochzeitsgesellschaft, wo wir schon mal waren, war das wieder mal ein Escape Room mit Schauspielern.

Susanne: Das war echt toll. Der eine war so als Zauberer verkleidet. Die sind auch nie aus ihrer Rolle rausgefallen. Einer war so ein Ritter und dann war noch der Gehilfe vom Zauberer. Waren also drei Schauspieler. Wir hatten noch einen Junggesellenabschied mit uns in der Gruppe drin. Die waren aber wirklich süß. Insofern, es war richtig spaßig. Wir sind auch durchgekommen, sogar vor der Zeit und hatten richtig Spaß dabei, alle miteinander.

Dirk: Die haben auch in den Cataloma noch zwei andere Escape Rooms. Also, warme Empfehlung, falls ihr mal hier in Toronto seid und wollt irgendwas machen.

Susanne: Kann man empfehlen. Ist cool. Ja, das ist auch Casa Loma, die haben wir uns jetzt selber noch nicht angeguckt, aber ich glaube, da eine Führung mit durchzumachen, ist auch noch auf unserer Liste. Da ist auch ein Museum irgendwie drin. Ja, ja, das haben wir ja teilweise gesehen.

Dirk: Das ist mal so ein Schlechtwetter-Termin.

Susanne: Ja, jetzt im Winter können wir das ja mal machen.

Dirk: Wenn der irgendwann jetzt da mal kommt. Ansonsten? Ja,

Susanne: wir waren halt ansonsten in der Stadt unterwegs und waren essen auch mit Adrian wieder und ja, wir haben halt Sachen unternommen. Die zwei waren ja auch sehr independent, also unterwegs. Die sind ja erwachsen, die brauchen uns gar nicht.

Dirk: Genau, super gut.

Susanne: Ja, und dann sind die wieder zurückgeflogen und wir haben dann am Wochenende drauf endlich unseren Kurs gemacht bei der Art Gallery of Ontario. Den wollten wir schon vor ein paar Monaten machen und dann wurde der abgesagt, weil sie gestreikt haben. Und jetzt haben wir alle vier Teile gleich an einem Wochenende gemacht. Das war auch lustig und wir haben wieder interessante Menschen getroffen.

Dirk: Das hat echt Spaß gemacht. Es war ein bisschen enttäuschend, was das Skype-Ding anging, weil du wolltest ja eigentlich Methoden und so. Ja, also Gips ist nicht so mein... Nee, Gips, nicht Pappmaché, Gipsmaché.

Susanne: Ja, Gips ist nicht so mein Dingens.

Dirk: Da habe ich auch genau null Talent.

Susanne: Ja.

Dirk: Es war sehr modern, was ich da gemacht habe.

Susanne: Sehr abstrakt so.

Dirk: Sehr abstrakt, ja.

Susanne: Ja, und danach kam dann eigentlich schon unser Ältester. Also wir hatten eine Flut an Besuchern.

Dirk: Das war dann auch der Moment, wo wir endlich mal nachholen konnten, was wir eigentlich vorgehabt hatten.

Susanne: Ja, wir wollten ja ursprünglich diesen Roadtrip machen und die Woche, in der unser Ältester kam, war auch ein Feiertag hier in Kanada, Labor Day, am 2. September und dann haben wir uns gedacht, wenn wir schon ein langes Wochenende haben, das nutzen wir auch gleich und dann nehmen wir es. und sind dann hier vom Stadtflughafen, der ja 20 Minuten zu Fuß von uns entfernt ist, haben wir so eine kleine Propellermaschine genommen und sind nach Montreal geflogen, weil wir uns da mal Montreal angucken wollten. Und ja, wie fandest du denn Montreal?

Dirk: Ja, da wird ja immer behauptet, das wäre die europäischste aller kanadischen Städte sozusagen.

Susanne: Ja.

Dirk: Man fühlt sich als Gast in Restaurants auch gleich wieder als so ein bisschen Bittsteller.

Susanne: Ja, das stimmt.

Dirk: Da darfst du sofort dankbar sein, wenn die Bedienung auch irgendwann mal Zeit für dich findet.

Susanne: Da weiß ich allerdings nicht, ob das nicht auch ein ausgeprägter französischer Zug ist. Weil, muss man dazu sagen, Montreal liegt ja im französischen Teil von Kanada in Québec und alles ist auch französisch. Ja, der alte Teil von Montreal, der war schon sehr europäisch im Sinne davon, dass es so über Steinhäuschen, Es sah auch sehr französisch aus, so wie auf einem französischen Dorf in der Normandie oder so. Jetzt stellst du es

Dirk: aber schöner dar, als es war. Also ein Dorf in der Normandie kam bei mir jetzt als Gefühl nicht auf in Montreal.

Susanne: Nein, aber ich meine so Steinhäuschen und da war auch eine Fußgängerzone, wo auch wirklich nur Fußgänger laufen und keine Autos rumfahren. Und da auch kleine Cafés und kleine Geschäftchen. Aber das war ja nur ein Teil von Montreal, wo du in zehn Minuten durchgelatscht warst. und der Rest ist eher so

Dirk: Ja, der Rest hat jetzt uns nicht so überzeugt. Ich meine, ich bin mir sicher, die Lebensqualität ist schön da und es gibt viele Sachen. Es gibt ja auch alles dort, es ist ja eine Großstadt. Aber ja, also irgendwie hatte ich mir mehr

Susanne: vorgestellt. Die haben ja auch einen Path und prompt haben wir uns in diesen blöden Path verlaufen, weil wir kennen den natürlich nicht so gut und der ist genauso wie hier in Toronto, dass du eben dir nicht offensichtlich klar ist, wo es jetzt da weitergeht und wie und auf welchem Level. Ja, also das ist schon irgendwie. Was mir auch aufgefallen ist in Montreal ist, wo du hier in Toronto so viele Pride-Flags und überall bunt und so und immer noch, obwohl Pride-Month ja vorbei ist, siehst du überall haben Geschäfte immer noch Pride-Flags und vor allem die Kirchen auch. Das findest du ja in Montreal nicht.

Dirk: Also gerade speziell in Kirchen fand ich das auffällig, weil genauso fiel mir das ja hier besonders auf, dass es so war.

Susanne: Ja, selbst auf Prince Edward Island ist es ja so, dass die Kirchen bunt geschmückt sind mit Pride Flags, aber nicht in Montreal. Nein, nein.

Dirk: Nein, nein. Ja, also ich bin ja mal gespannt, weil Quebec City, so wird ja berichtet, hätte noch mehr diesen mittelalterlich fast schon aussehenden französischen Städtescharm. Ich bin mal gespannt.

Susanne: Wegen dem Fairmont Hotel wahrscheinlich.

Dirk: Ne, da ist ja auch noch eine Stadtmauer und da sind Steinhäuser und die haben auch so eine Innenstadt und so.

Susanne: Ja, aber nach Quebec City, da fährt man auch nicht so schnell hin. Irgendwann werden wir da schon mal

Dirk: hinkommen. Wir wollen ja hier eine Weile bleiben.

Susanne: Wir haben ja mal nachgeguckt, wie lange wir dahin brauchen mit dem Auto und das liegt ja hinter Montreal noch und wir sind nach Montreal geflogen, ich glaube eineinhalb Stunden. Ja und dann haben wir den Zug genommen, zurück nach Kingston, zweieinhalb Stunden Zugfahrt und waren dann tatsächlich den ganzen Tag in Kingston und haben unter anderem die Thousand Islands Tour gemacht, weil da nimmt man so ein Boot und schippert dann mit dem Schiffchen den St. Lawrence River hoch. und das war wirklich spektakulär. Das sind lauter so kleine Inselchen und auf diesen Inselchen stehen dann irgendwelche Häuschen.

Dirk: Manche sind auch keine Häuschen, so manche davon sind irgendwelche Villen und reiche Leuteanlagen, also je nachdem, wo man da so ist. Aber ja, also das ist schon sehr, sehr cool. Da haben wir auch gelernt, früher haben die, wenn dann alles zugefroren ist, sind sie mit dem Auto über den St. Lawrence River und Lake Ontario runter nach Kingston gefahren. Das ist jetzt inzwischen bei Geldstrafe verboten. Wahrscheinlich liegen einfach zu viele Autos irgendwie in Lake Ontario inzwischen.

Susanne: Wahrscheinlich, ja.

Dirk: Ja, es ist eine sehr eigentümliche Landschaft, finde ich auch. Und man ist die ganze Zeit sehr nah an der US-Grenze. Also die US-Grenze verläuft sozusagen auf dem River. Das eine Ufer ist amerikanisch, das andere Ufer ist kanadisch. Also der Bootsfahrer hat immer genau drauf geachtet, wo er eigentlich da so lang fährt.

Susanne: Ja, das ist ja genau festgelegt. Wahrscheinlich kriegst du da voll eins auf den Deckel, wenn du falsch fährst auf dem Wasser.

Dirk: Aber es ist auf jeden Fall toll da. Es ist wirklich sehr eigentümlich und sehr, sehr schön. Und während wir da gefahren sind, haben wir auch ein bisschen was von der Geschichte dort erzählt bekommen. Was viele ja nicht wissen ist, dass die USA und Kanada sich auch eine Weile lang immer wieder in der Wolle hatten. Und speziell 1812 kam es zu einem Krieg zwischen USA und Kanada. und die Region da unten, Kingston, war halt ein sehr, sehr wichtiger Militärstützpunkt und als, ich weiß gar nicht, ob es zu der Zeit der Hauptstadt von Kanada war, war jedenfalls wichtig und war umkämpft und deswegen ging es da in der Ecke ab. Das war dann auch spannend mal zu hören. Der Krieg war wohl vorbei, als die Kanadier sich hier die Mutter aller Kampfschiffe gebaut haben, also eine Holzgalerie, die größer war als alles, was man bis dahin gesehen hatte. und das Ding hat irgendwie 130 Kanonen und ich weiß nicht was. Das musste nicht einen Schuss abfeuern. Die USA hat das damals gesehen und haben dann beschlossen, ist es dann doch nicht wert.

Susanne: Ja. Ja, keine Ahnung.

Dirk: 1812. Gibt es hier in Toronto irgendwo so ein Standbild, in dem man diesen Datum gedenkt? Ich glaube, wenn die heute auf die Idee kämen, die Amerikaner, das mit Kanada, machen wir doch jetzt mal so eine Provinz daneben dran, würden wir einfach nur die weiße Flagge raushängen an dem Fenster. Wahrscheinlich.

Susanne: Ja, das hätte überhaupt keinen Sinn. Aber ich glaube, das machen sie nicht.

Dirk: Nee, ist doch viel praktischer so. Kann man all diese Marxisten und Sozialisten an den Nachbarn schicken.

Susanne: Ja, jedenfalls sind wir dann von Kingston wieder mit dem Zug zurückgefahren nach Toronto. War ein schöner Ausflug.

Dirk: Ja, das war echt toll. Kingston ist auch schnuffig.

Susanne: Ja, Kingston ist wirklich süß.

Dirk: Wenn Niagara-on-the-Lake idyllisch aussieht, weil da diese wirklich sehr hübschen Holzhäuschen überall rumstehen, dann ist Kingston dasselbe, aber mit echten Häusern.

Susanne: Ja, so mit Steinhäusern. Und zwar echten Steinhäusern.

Dirk: So viktorianischer Stil oft. Nicht so wie in den USA oft,

Susanne: wo du so Holzhäuser hast, die verkleidet sind als Steinhäuser.

Dirk: Nee, das waren schon echte Steinhäuser.

Susanne: In der Woche haben wir dann auch noch ein bisschen Kultur genossen, weil ich hatte Tickets besorgt für Life of Pi. Life of Pi, da hatte ich ja schon das Buch vor Jahren, habe ich das gelesen und fand das völlig faszinierend, dann kam ja dieser Film raus und jetzt haben die das in ein Theaterstück umgesetzt und meine Güte, das war ja wohl vielleicht toll.

Dirk: Das habe ich noch nie gesehen.

[Atmo]

Dirk: und noch andere Tiere, die auch entsprechend darzustellen.

Susanne: War toll. Bis zur Pause waren es eine Stunde. Ich habe nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht. Ich war völlig in diesem Theaterstück rein versunken. Und dann war der Flo noch ein bisschen so unterwegs. Und ich war dann an dem Samstag noch mit ihm unterwegs. Und dann ist er auch wieder heimgeflogen.

Dirk: Ansonsten ist es im Moment gerade so, dass wir so langsam uns bereit machen für die nächste Stufe in unserer Reise hier. Wir haben ja im Moment eine Arbeitserlaubnis, die an meinen Arbeitgeber gekoppelt ist. Also ich, Susanne, hat eine Arbeitserlaubnis, die an mich gekoppelt ist. Das heißt, sie darf zwar überall arbeiten, aber wenn ich meinen Job verliere, doof. Und wir haben jetzt vor, dass wir das umwandeln in eine Residency. Also praktisch das Recht hier unbegrenzt zu leben und zu arbeiten, wo immer man halt arbeiten möchte. Und um das zu dürfen, gibt es so ein paar Dinge, die man vorbereiten muss. Also ich warte zum Beispiel gerade drauf, dass der bürokratische Apparat meiner Uni in Europa endlich mal meine Unterlagen hier nach Kanada schickt, die mir bestätigen, dass ich tatsächlich einen Mastertitel habe. Aber man muss zum Beispiel auch einen Sprachtest absolvieren und so ein paar andere Dinge.

Susanne: Und da hat der Dirk ja wieder gemacht, was der Dirk so typischerweise macht. Ist völlig unvorbereitet, hat sich zum Sprachtest angemeldet, ist einfach hingeladen. Also das ist

Dirk: jetzt falsch dargestellt. Das macht der Dirk nicht typischerweise, sich unvorbereitet zu Dingen anzumelden.

Susanne: Du bist schon sehr risikobereit. Jedenfalls ist er da hingegangen und da muss man einen Sprachtest machen im Sinne von, du musst dich mit jemandem unterhalten. Ein Teil ist, du musst schriftlich was wiedergeben und ein Teil ist, du musst dir was anhören und dann dazu Fragen beantworten.

Dirk: Und der vierte Teil ist, du musst was durchlesen und dazu Fragen beantworten. Genau, die Idee ist sozusagen Kommunikationstauglichkeit nachzuweisen. Das ist eine Skala von 0 bis 9. Wenn man 6 Punkte hat, hat man genug Punkte, um für die Residency zugelassen zu werden. Da geht man dann zum britischen Konsulat und hat dann da eine Prüfung. Die Prüfung dauert dreieinhalb Stunden. Meine Überlegung war halt, nach jahrelangem Englisch lesen, Englisch filmen, Englisch reden, werde ich doch genug Punkte hinbekommen, um diese Mindestanforderung zu erfüllen. Und dann wollte ich da halt hingehen, dieses Ding abhaken und gut. Habe mich also spontan aus einer Laune raus angemeldet für die Prüfung drei Tage später. Okay, da bin dann da hingelaufen und hab 8,5 auf der 9er Skala abgeräumt. Mit null Vorbereitung. Nimm das, Herr Kampe!

Susanne: Ja, Englischlehrer.

Dirk: Boah, war ich ein Vollversager in der Schule in Englisch. Ja, wenn man

Susanne: dann erstmal den Sinn dahinter erkennt, wenn man das Ding dann auch, wenn man das anwenden kann, ist natürlich viel cooler.

Dirk: Also ich wusste schon, dass es wahrscheinlich reichen wird. Aber dass ich da aus dem Stand irgendwie tatsächlich sehr gut dastehen werde, das war dann schon eine sehr angenehme Überraschung. Wenn ich mich vorbereitet hätte, wäre es natürlich schlechter geworden.

Susanne: Ja, ja, das kannst du ja jetzt immer sagen.

Dirk: Ich habe ja meine Vorbereitung bestand aus zwei YouTube-Videos, die ich auf dem Weg zu dem Prüfungszentrum angeguckt habe. Und die haben mich echt nervös gemacht, weil die haben mir den Eindruck gegeben, monatelang sollte man sich vorbereiten. und hier sind die 10 Tipps, die du wissen solltest und hier Phrasen, die man lernen sollte. Und irgendwann dachte ich mir so, oh mein Gott. Der Gedanke war halt, wenn man dann es nicht schafft, dann hat man ja zwei Monate Zeit, weil wir sind noch früh dran in dem Prozess. Also es geht dann bei uns jetzt dann so im Dezember so richtig dann los. Und dann schauen wir mal. Also irgendwie so ein halbes Jahr dauert es wohl angeblich, wenn alles zusammenfällt und dann bekommt man Residency. Und das heißt dann einfach nur, wir müssen uns jetzt keine Gedanken machen, Was würde denn passieren, wenn einer von uns sich umorientieren will? Das heißt ja nicht nur, dass man seinen Job verliert, das heißt ja auch dann, ich könnte mich woanders bewerben und was anderes machen oder wir könnten woanders hinziehen oder so. Gibt einem halt dann extra Freiheit. Aber das ist ein großes Thema im Moment gerade. Mit Staatsangehörigkeit hat es nichts zu tun. Das heißt, wir dürfen hier dann auch nicht wählen oder so, sondern schauen uns dann das hiesige Politdrama einfach weiterhin in den Nachrichten.

Susanne: Ja, da kann sie nachher noch was dazu erzählen.

Dirk: Ja.

Susanne: Wurde ja gewünscht.

Dirk: Wurde gewünscht, ja.

Susanne: Das machen wir aber erstmal hier mit unserem chronologischen Dingen zu Ende.

Dirk: Ja, wir haben ja hier Struktur. Ist ja nicht so, dass wir... Wir sind ja hier nicht bei der armen Leute. Ja, die Susanne liegt nämlich hier mit ihrem Kalender vor sich. Der war das beim letzten Mal zu chaotisch offensichtlich.

Susanne: Nein, zwei Monate zu rekapitulieren ist jetzt schon ein bisschen schwierig so. Letztes Wochenende haben wir was ganz Besonderes gemacht. Und darüber habe ich mich wirklich gefreut. Das Ganze fing, ich würde mal sagen, so vielleicht vor zwei Jahren an oder so. Irgendwann mal hat unser mittlerer Sohn mit mir ein Lied geteilt mit dem Titel Lake Louise. Und ich fand diesen Song so schön. Und der wurde geschrieben und performt von einem YouTuber, Andrew Huang. Und ich wusste ja gar nicht, was ist denn eigentlich Lake Louise? Ja, und dann habe ich irgendwann mal, weil mir der Song so gut gefallen hat, da habe ich gedacht, gucke ich halt mal. Und dann habe ich festgestellt, das ist ein See in Kanada und zwar im Banff Nationalpark. Ich glaube mit zwei F. Ja.

Dirk: Banff.

Susanne: Banff. Und das war noch bevor wir nach Kanada gezogen sind. Ja, und als dann klar wurde, oh, wir ziehen jetzt da nach Kanada und so, dann dachte ich schon, oh, das will ich aber mal sehen. Und so rein vom, wo liegt denn das jetzt? Also Banff National Park liegt nördlich von Calgary und Calgary ist die Hauptstadt von Alberta.

Dirk: Und wir reden von den kanadischen Rocky Mountains.

Susanne: Genau. Und oberhalb von Banff liegt Jasper. Das ist da, wo die ganzen Feuer waren und Jasper war auch in den deutschen Nachrichten. Unsere Freundin Lucia hat jedenfalls diesen Gedanken auch aufgebracht, wollen wir nicht nach Banff fahren? Dann haben wir uns ein Wochenende rausgesucht, haben die Flüge gebucht und vier Tage in Banff verbracht und das war jetzt letztes Wochenende. Wir sind dann von Toronto nach Calgary geflogen, das sind so ungefähr dreieinhalb Stunden Flug, haben dann uns einen Mietwagen genommen, sind nach Banff gefahren, das sind dann nochmal eineinhalb Stunden mit dem Auto. und dann rollt man da so ganz gemütlich auf dem Highway auf diese riesige Gebirgslandschaft zu und also die Berge da, die sind schon wirklich beeindruckend, sehr groß, sag ich mal.

Dirk: Ja, so Dreitausender oder so. Das ist ja auch noch der Anfang der Rockies. Ich nehme an, wenn man da so reinfährt, wird es auch noch ein bisschen imposanter.

Susanne: Jaja und zwar ist ja so, zweiten Tag waren wir auf diesem Sulphur Mountain, da kann man mit so einer Gondola hochfahren, kann man auch hochwandern und guckt dann eben auf so Mountain Ranges um sich rum und hinter der einen fängt ja dann schon British Columbia an.

Dirk: Was ich auch total witzig fand, ist, die ganze Region war fest in Schweizer Hand. Also speziell Banff National Park. Banff National Park ist der erste Park der kanadischen National Parks. Und der wurde eröffnet, als man dort heiße Quellen entdeckt hat. Dann hat man sich gedacht, heiße Quellen, ist doch cool, lassen wir mal ein Bad dran bauen und noch ein paar Touris einladen und so wurde auch die Stadt Banff dann gegründet und um dann dort so ein Stück weit Infrastruktur zu erarbeiten, hat man sich dann gezielt Anfang des 20. Jahrhunderts, also 1900 irgendwas, Schweizer ins Land geholt. und das heißt, in der Region, wo wir waren, da hat es 56 Berggipfel und von diesen 56 Berggipfel wurden 50 von Schweizern erst bestiegen. Die Gondola ist aus der Schweiz und von Schweizern gewartet.

Susanne: Die Schweizer haben es gemacht. Und wenn man

Dirk: da so guckt, da ist auch alles mögliches benannt nach irgendwelchen Schweizern und so.

Susanne: Ja, was ich ja auch spannend fand, dieses Dorf Banff, die Straßennamen sind ja lauter Tiere, die da, Also es gibt eine Wolf Street, eine Bear Street, man erkennt das Muster sehr schnell. Und diese Stadt wurde auch nur gebaut für den Tourismus.

Dirk: Was uns auch auffiel ist, diese ganze Region ist Grizzly Country. Also es gibt Mountain Lions, es gibt Grizzlys, es gibt wilde Pumas, es gibt also alles mögliche.

Susanne: Schön.

Dirk: Ja, was ich wirklich schön finde ist, wie stolz die da drauf sind. Da läufst du durch Bands, die feiern das richtig. Du siehst überall irgendwelche Bären dargestellt, irgendwelche Geschenkbären, Bären-T-Shirts, Bären-Plaketten, Bären-alles, große Kristallbären, Glasbären. Aber das ist ja meine Theorie, du kannst

Susanne: dich ja nicht wirklich dagegen wehren, weil die Bären sind auf jeden Fall da, weil ihr müsst euch das so vorstellen, du hast ja dieses Kaff und außenrum ein Riesengebiet nur voller Nadelbäume, das sind jetzt irgendwelche Pinien und Fichten und alles mögliche durchgemixt, aber halt lauter Nadelbäume, es ist also immer grün da und dann bist du in so einem Kessel zwischen hohen Bergen. Und da ist auch nicht

Dirk: so wie jetzt in Deutschland, Österreich oder Schweiz, dass wenn du da an diesen Bergen vorbeifährst, dass da irgendwelche Weiden an den Bergen hängen gibt und praktisch bis zu zwei Drittel drauf irgendwie Dörfer dran sind. Das ist einfach nur Wildnis.

Susanne: Ja, und da gibt es jetzt auch nicht überall jetzt richtig viele Wanderwege oder so. Es gibt bestimmte Wanderwege, aber halt auch nicht überall hin. Jedenfalls sind wir dann an dem Samstag letzte Woche in den Transportbus gestiegen zu Lake Louise.

Dirk: Oh mein Gott, was für ein unglaublich schöner Ort. Noch nicht mal die hunderten Menschen, die da auch alle hinfahren, nehmen irgendwas weg davon, dass dieser Ort einfach der Hammer ist.

Susanne: Und dann stand ich da und hatte wieder so einen Moment wie damals in Charlottetown. Meine Güte, ich bin hier in Kanada, ich stehe im Banff National Park in Alberta am Lake Louise. Süß.

Dirk: Heißt übrigens in der Sprache der Eingeborenen See der kleinen Fische.

Susanne: Ja, süß, oder?

Dirk: Dann sind wir dann entlang gewandert und da ist am einen Ende von dem See so ein Hotel, also so ein Luxushotel tatsächlich mit alle Zimmer, Blick auf den See und so. Aber man kann an dem See links und rechts entlang wandern und da gab es dann noch so einen anderen See, an dem man sich auch noch hätte fahren lassen können.

Susanne: Rain Lake. Vor dort aus konnte man dann einen Gletscher sehen. Also da gibt es auch irgendwie so einen Sechs-Gletscher-Wanderweg, den machen wir das nächste Mal.

Dirk: Ja, und es sieht so aus, wie Kanada aussehen soll.

Susanne: Ja, so stellt man sich Kanada so vor.

Dirk: So, wenn die Kanadier sich Bayern vorstellen, stellen die sich das Allgäu vor. Und wenn die Deutschen sich Kanada vorstellen, stellen die sich eigentlich Banff National Park und Lake Louise vor.

Susanne: vor. Was übrigens auch,

Dirk: also was man wirklich nochmal sagen muss, weil du hast es ja vorhin schon mal erwähnt, ihr hört ja, wir sind an den Flieger gestiegen und dann da hingeflogen. Also hier ist es halt wirklich so, dass sobald man aus Toronto raus will, sind die Distanzen sehr schnell, sehr, sehr weit. Und dann hat man halt ganz schnell mehrtägige Fahrten vor sich. Also man kann da hin mit dem Zug fahren. Man muss sich halt nur eine Woche Zeit nehmen. Das lernen wir jetzt so nach und nach, Wie riesig hier einfach alles ist.

Susanne: Also vielleicht zum Vergleich, weil wir haben das ja nachgeguckt, als wir zurückgefahren sind. Alberta hat 4,6 Millionen Einwohner. Wir haben das dann mal mit der Schweiz verglichen, die ungefähr doppelt so viele Einwohner hat. Also 8,7 Millionen Einwohner. Die Schweiz ist 16.000 Quadratkilometer groß. Groß, Alberta ist 661.000 Quadratkilometer groß. Da fällt einem ja auch dann die Hälfte der Schweizer Einwohner ja nicht mehr auf.

Dirk: Ja, ist wirklich der Wahnsinn. Worst Case wäre ja, wir haben drei Jahre Zeit, um hier auch das Land so ein bisschen kennenzulernen. Immer unter der Annahme, das mit Residency wird nichts oder was auch immer. Und das heißt halt einfach auch, wir versuchen die Zeit jetzt gerade zu nutzen. und da sind halt dann hin und wieder mal solche langen Wochenende, die mit einem Flug mit verbunden sind, gerade an, sind da mit im Menü. Alberta selber ist so ein bisschen beschrieben als Texas Kanadas.

Susanne: Ja, irgendwie jedes Land hat so irgendwie ein Texas. Ja, in Deutschland ist es Bayern, in Kanada ist es halt Alberta.

Dirk: Da kommen die ganzen Rinder her, mit denen hier die Steaks gemacht werden und die Burger. Aber es ist auch so, dass Alberta überwiegend, also wenn wir am linken Rand sind, sind es halt die kanadischen Rockies, die da anfangen, aber der Großteil von Alberta ist eigentlich Prärieland, also flach.

Susanne: Ja, so wie Saskatchewan.

Dirk: Ja, und die pumpen Öl ab und ziehen Kühe auf. Das ist so das, was die da machen.

Susanne: Ja, und laufen auch mit Hüten rum. Die haben da so Cowboy-Hüte und so.

Dirk: Die machen auch Stampeds, also so Rodeos und so.

Susanne: Ja, also.

Dirk: Calgary Stampede ist anscheinend a big deal.

Susanne: Gut, das habe ich jetzt in Bayern noch nicht gesehen.

Dirk: Die machen Schuhplatteln und Almabtrieb. Läuft doch aufs selbe raus eigentlich.

Susanne: Ja, also Ben war wirklich toll. Vielleicht packst du das Video von Andrew Huang in die Shownotes.

Dirk: Genau, das müssen wir nämlich auch noch erwähnen, um den Kreis komplett zu schließen. Susanne steht also an diesem See, hat sich dann dieses Lied auf die Ohren gelegt und fängt an zu weinen, weil dieses Lied unglaublich schön ist und dieser Ort unglaublich schön ist. und hinterher haben wir dann mal nachgeguckt und haben das Making-of von diesem Song gefunden. Und Andrew Huang hat nicht nur diese Inspiration für dieses Lied gehabt, als er das erste Mal den Lake Louise besucht hat, sondern der kam dann zurück auf die Einladung von einer Art Künstlerressort. Die haben so Kabinen und Studios, in jedem dieser Studios ist ein Klavier und ein Aufnahmeraum und was weiß ich. Da war er eingeladen und dann hat er halt in Banff dann Teile der Instrumentalisierung von dem Song aufgenommen und er war da im Winter und dann ist er in die Mitte von diesem See gegangen, der war ja zugefroren und stand dann auf diesem See und hat dann dort den Gesang dazu aufgenommen. Und es ist nochmal so viel cooler. Der Song an sich ist schon toll, aber es wird nochmal extra cool, finde ich, wenn man weiß, dass er dann alle wichtigen Teile im Prinzip dort auch produziert und gemacht hat.

Susanne: Ja, fand ich sehr beeindruckend. Also danke nochmal, Bastian, für den tollen Song. Hat uns nach Banff gebracht. War schön. Was ist denn noch so auf unserer Liste?

Dirk: Ja, du hast ja das mit der Politik jetzt nach hinten geschoben.

Susanne: Ja, weil ich dachte, du willst vielleicht so ein bisschen mal erzählen, was hier so in Kanada gerade abgeht, ist nämlich irgendwie auch lustig. Vielleicht erwähnen wir noch mal kurz, wir haben uns ja, weil wir sind ja in der gleichen Zeitzone jetzt, zum ersten Mal in unserem Leben die volle Presidential Debate angeguckt. Also Trump versus Kamala Harris.

Dirk: Jetzt Gott sei Dank sind uns die Augen geöffnet worden, wir wissen, dass die in den USA Katzen und Hunde essen.

Susanne: Ja, Mann, Gott sei Dank habe ich das geguckt, ey. Ja, das war auch mal eine interessante Erfahrung, da einfach mal live dabei zu sein.

Dirk: Kanada ist sehr nervös, was diese Wahl angeht. Ich glaube, alle sind sehr nervös, aber in Kanada ist man nochmal eine Ecke nervöser, weil es ist halt der wichtigste Nachbar. Die ganze kanadische Wirtschaft hängt von den USA ab. Die Beziehungen mit Trump in seiner ersten Amtszeit und Kanada waren interessant. Interessant.

Susanne: Das hast du jetzt sehr schön umschrieben. Interessant.

Dirk: Also ich glaube, der gute Justin hat kein Interesse daran, das wiederholen zu müssen.

Susanne: Naja, aber vielleicht verstehen sich ja Poglievre und Trump besser.

Dirk: Ja, mal gucken, vielleicht wählen die ja da Trump drüben nicht. Ich persönlich verstehe ja gar nicht, wie das überhaupt eine Diskussion sein kann, wen man da wählt. Also man schaut sich Kamela und Donald an und dann ehrlich gesagt.

Susanne: Ich differenziere das immer ein bisschen. Ich denke mir dann, okay, ich kann verstehen, dass man eher die politische Sicht hat eines Republikaners oder die politische Sicht eines Demokraten. Also rein, was da die wichtigsten Punkte sind. Das ist ja wie bei uns, wenn du eigentlich die Grundsätze einer bestimmten Partei einfach überzeugend findest und sagst, ja, das ist meins. So, also damit kann ich mitgehen. Ja, also das kann ich auch akzeptieren. Wo es bei mir allerdings aufhört, ist mich zu fragen, wie kann man denn so eine Person wie Trump wählen? Wie kann man die überhaupt aufstellen? Ich meine, da kann wirklich, selten kommt da mal ein normaler Satz aus seinem Mund. Ja, das hast du nicht

Dirk: verstanden. Das ist, weil er so genial ist. Du kannst ihm nicht folgen. Er macht immer diese sehr komplizierten Sätze, die hältst du nur für Halbsätze. Aber wenn du ihm lang genug zuhören würdest, also wenn du 40 Minuten lang zuhörst, dann stellst du fest, eine große brillante Aussage.

Susanne: Ja, wahrscheinlich.

Dirk: Der trieft ja auch nur vor Rassismus und Hass. Ich finde es

Susanne: halt, ja, das ist mein Punkt, eben dieses Weltbild, alles ist schlecht, alles ist negativ, alle sind nur darauf aus, mir irgendwie an den Karren zu fahren, das ist so ein Weltbild, das kann ich überhaupt nicht unterstützen und deswegen finde ich auch den Menschen Trump so unwählbar, jedenfalls für mich. Das ist genau wie in Deutschland die AfD. Wie man als Frau AfD wählen kann, ist mir sowieso ein Rätsel. Aber so generell AfD zu wählen, das verstehe ich nicht. Das ist ein ähnliches Weltbild. Ich finde irgendjemanden, auf den ich die ganze Schuld werfen kann. Ich mache mir halt den Bösen irgendwo hin. Also ich mahle mir den.

Dirk: Ja, dann auch immer diese Weltuntergangsrhetorik. Also schicken uns die Vergewaltiger und Straftäter. Der steht ja in einer landesweit ausgestrahlten Sendung und behauptet im Ernst, dass auf der ganzen Welt die Kriminalität runtergeht, weil die Kriminellen alle in die USA geschickt werden. werden. Also es ist einfach, ja, das ist schon sehr, sehr beunruhigend. Und was die AfD angeht, muss ich sagen, da geht es mir auch ganz genau, da wird es mir ganz kalt, wenn ich mir das immer anschaue. Was übrigens auch ganz interessant ist, ich hatte ja mal einen Podcast vor diesem Podcast, der Annerzell-Podcast. Und der war ein tägliches Format. Und den kann man immer noch anhören. Ich lasse den immer noch laufen. Da wird immer jeden Tag eine Folge zufällig aus dem Archiv ausgewählt. Also es ist tatsächlich, glaube ich, immer noch... Machen wir mal wieder ein

Susanne: bisschen Querwerbung.

Dirk: Machen wir mal Querwerbung, der Unerzählt-Podcast. Und was da jetzt letztens mal vorbeikam, ich weiß ja meine eigenen Folgen nicht mehr, also was weiß ich, was ich mal geschwätzt habe vor sieben, acht Jahren. Naja, jedenfalls kam da eine Folge an mir vorbei, in der ich davon erzählt habe, dass es gab mal eine Studie, da hat jemand, ein Amerikaner war das, mit Genehmigung der NSDAP, NSDAP-Mitglieder gebeten, um ihm einen kleinen Lebenslauf zu schreiben, so ein Essay, der beschreibt, wie sie da hinkamen.

Susanne: Weißt du noch, in welchem Jahr das war? Weil das ist der spannende Punkt.

Dirk: Das war kurz nach der Machtergreifung, das war ein Jahr nach der Machtergreifung oder so. Er hat halt Essays sozusagen eingesammelt, die beschrieben haben, warum die Leute zu der NSDAP gekommen sind, was sie an der Partei zu schätzen wissen, wie da so der Lebensweg, der Hintergrund ist. Und daraus ist ein Buch entstanden, das kann man auch immer noch kaufen. Das ist hier anscheinend so eine Art Standardwerk, wenn man sich mit der Nazi-Zeit beschäftigt. How the Nazis came to power oder so ähnlich. Und das Interessante ist, ich zitiere auch in der Folge so ein paar Passagen, die Sachen, die die so gesagt und geschrieben haben, wenn du da NSDAP streichst und AfD reinschreibst, kennst du den Unterschied nicht. Das klingt alles so unglaublich aktuell. Man hört ja oft so Sätze wie, man kann ja jetzt nicht alle AfD-Wähler als Nazis bezeichnen. oder die wählen ja nicht Rassismus, sondern es geht denen auch mal um andere Themen. Oder manche sind auch nur uninformiert, wenn man solche Sätze hört. Die alle Nazis nennen, macht es einem zu einfach oder solche Dinge. Und ich glaube halt, was wir oft meinen, sind dann die Nazis, die wir in der Schule gesehen haben.

Susanne: Ja, die, die ganz kontinuierlich darauf hingearbeitet haben, Massen an Menschen umzubringen. Genau, wenn du

Dirk: Nazi hörst, dann siehst du marschierende Massen, du siehst den Zweiten Weltkrieg, du siehst das KZ. Aber du siehst jetzt nicht die ganz in Anführungsstrichen normalen Menschen, die bevor der Krieg ausgebrochen ist, irgendwie sich Sorgen darum gemacht haben, dass die Ausländer ihnen ihre Jobs wegnehmen oder behauptet haben, dass das die Ausländer sind, wegen denen man sich nicht mehr sicher auf der Straße bewegen kann. Und wenn ich sage, AfD gleich Nazi, dann meine ich die. Also ich glaube, die, die heute AfD wählen, sind dieselben Leute, die damals die NSDAP gewählt hätten. Und wenn die AfD an die Macht kommt, dann ist das sehr Vergleichbares. Und so ist es zumindest auch hier wahrgenommen. Also tatsächlich, als die AfD hier in den Nachrichten beschrieben wurde.

Susanne: Sofort angesprochen.

Dirk: Ja, also die Leute hier haben das Gefühl, die haben da ein sehr deutliches unangenehmes Déjà-vu.

Susanne: Ja, kann ich auch verstehen. Das habe ja auch ich. Und ich verstehe auch das Argument nicht, Protest zu wählen auf die Art und Weise, meine Güte, muss ich wirklich Nazis wählen, um Protest zu wählen? Ich glaube, da gibt es andere Alternativen, um auch zu sagen, hey, ich bin nicht mehr einverstanden, was die großen Parteien machen. Ja, das gilt ja das Gleiche eigentlich für die USA, wie ich schon gesagt habe. Also man kann ja mit dem politischen Standpunkt Republikaner oder Demokraten kann man ja mitgehen. Aber ich weiß nicht, ob ich selbst wenn ich Republikaner wäre, ob ich so jemanden wie Trump, das geht doch gegen alle meine inneren Werte. Also ich

Dirk: meine, im Zweifel ist auch gar nicht wählen auch immer noch eine legitime Option. Also ich glaube, ich würde eher gar nicht wählen, bevor ich Trump wähle. Jetzt gibt es ja in Deutschland mehr als zwei Parteien. Da finde ich Da gibt es genügend Auswahl, dass man im Zweifel woanders hingreifen kann.

Susanne: Aber jetzt erzähl doch mal, wie ist denn das jetzt hier in Kanada? Da hast du dich mehr mit auseinandergesetzt als ich.

Dirk: Ich habe gerade Spaß dabei, weil Kanada wird von einer Minderheitenregierung regiert. Justin steht der liberalen Partei vor und die haben keine Mehrheit. Es gibt hier mehrere Parteien. Also es gibt hier die New Democratic Party, die NDP. Es gibt hier den Bloc Québécois. Die interessieren sich eigentlich nur für das, was gut für Québec ist. Speziell für die französischsprachigen Leute dort. Dann gibt es hier eine grüne Partei. Es gibt hier konservative und es gibt hier liberale. Und bestimmt habe ich irgendwas vergessen, was es auch noch gibt. Aber das sind so die großen Blöcke, von denen man immer wieder mal in den Nachrichten hört. Und was es wohl jetzt schon zwei Wahlen lang gab, war, dass die Liberalen eigentlich nicht genügend Stimmen auf sich vereinigt haben, um eine Mehrheitsregierung zu sein. Und die haben hier etwas, also sowas ähnliches wie das Misstrauensvotum. Das heißt, sie haben es geschafft, die Regierung zu bilden und den Premierminister ins Amt zu heben, aber damit sie nicht bei der ersten passenden Gelegenheit wieder rausgekegelt werden durch ein Misstrauensvotum, haben sie einen Vertrag geschlossen mit einer anderen Partei, der NDP. NDP und haben gesagt, pass auf, wann immer ein Misstrauensvotum kommt, verpflichtet ihr euch, dass ihr uns an der Macht haltet. Im Tausch dazu setzen wir ein paar eurer Programmpunkte um. Deswegen gibt es jetzt hier in Kanada zum Beispiel staatlich bezahlte Verhütungsmittel oder Zahnersaat für Rentner und solche Dinge. Das waren alles Themen, die der NDP wichtig waren. Die wurden dann umgesetzt, weil es diesen Vertrag gab. Und Justin Trudeau verliert nach und nach in den Umfragen ziemlich hart. Es gab ja auch so ein paar lokale Wahlen, wo die Liberalen ordentlich abgestraft wurden, wo sie eigentlich Plätze seit Jahrzehnten besetzt haben und plötzlich diese Plätze verloren haben, weil die Kanadier halt jetzt langsam der Meinung sind, es geht ihnen nicht so gut, wie es ihnen gehen könnte und da wurde vieles auch falsch gewirtschaftet. Es war auch so, die letzten fünf Jahre hat halt die liberale Regierung hier auch die Einwanderungsquote dramatisch hochgedreht und es hat zu Problemen auf dem Häusermarkt, zu einer Kostenspirale geführt und da wird halt vieles der Justin-Trudeau-Regierung angelastet. Wir steuern jetzt auf eine Wahl zu, nächstes Jahr im November glaube ich oder Oktober?

Susanne: Ich glaube Oktober, ja.

Dirk: Was jetzt passiert ist, dass NDP diesen Vertrag aufgekündigt haben. Die haben jetzt gesagt, wir werden euch nicht mehr versprechen, dass wir euch schützen. Weil die haben auch angefangen jetzt in den Umfragen Werte zu verlieren, weil alle immer irgendwie die Liberalen und die NDP in einen Haufen gelegt haben. Gleich als nächstes hat dann die Konservative geführt von Pierre Poglieff einen Misstrauensantrag gestellt. Ja klar. Und jetzt haben sie alle abgestimmt und weder die NDP noch der Bloc Québécois haben Interesse an der konservativen Regierung. Das heißt, also zumindest diesmal ging das jetzt nochmal glimpflich aus für Justin. Aber der Bloc Québécois steht jetzt da und sagt, Mr. Trudeau, wanna have a deal?

Susanne: Wanna have a deal?

Dirk: Wanna have a deal? What can you do for us?

Susanne: Man muss ja mal dazu sagen, die Politiker hier, wenn du so zuhörst oder so, die switchen ja beim Sprechen von Englisch auf Französisch und zurück. Also es ist wirklich beeindruckend. Egal, aus welchem Block die kommen.

Dirk: Ja, und Polyev muss man sagen, ist hier auch so eher auf der populistischen Seite unterwegs. Der ist so ein, ich weiß nicht, das ist natürlich jetzt schwer zu sagen, aber mir macht er immer so einen leichten Lindner-Eindruck, wenn ich den sehe. Ja, er ist so ein bisschen geleckt, er hat sowas latent, nicht vertrauenswürdiges, aber sympathisches und dann macht er den Mund auf und sagt Dinge, denen ich nicht unterschreiben kann.

Susanne: Also wieder Lindner.

Dirk: Er spricht in ganzen Sätzen und er steht für die konservative Hälfte der Kanadier. Hier wird eben auch um Immigration natürlich im Moment gestritten. Der Flavor hier ist immer noch anders. Also auch die Konservativen hier zweifeln nicht an, dass Kanada Immigration braucht. Sie sagen nur, wir müssen für eine Weile mal runterdrehen, damit Ärzte und Häuser und so weiter alles nachkommt. Die werfen den liberalen Misswirtschaft vor. Aber im Grunde sagen, sie stehen jetzt nicht da und sagen, wir dürfen keine Immigranten mehr haben. oder sagen

Susanne: solche Sachen wie die Immigranten sind an allem schuld.

Dirk: Das ist hier gar keine Diskussion.

Susanne: Das ist überhaupt gar keine Diskussion. Null.

Dirk: Sie haben allerdings so ein paar Kampflinien. Also leider sind die Kampflinien ja immer dieselben. Also was hier zum Beispiel auch umkämpft ist, sind Transrechte. Da gab es jetzt zum Beispiel Streit vor kurzem, weil es gab eine Gesetzesvorgabe, dass Schulen es geheim halten müssen gegenüber Eltern, Wenn ihre Kinder in der Schule ein anderes Pronoun angeben, als von den Eltern vorgegeben war. Also die Kinder können sagen, welches Pronoun sie bevorzugen. Und dann gab es tatsächlich Diskussion und Streit geführt von der konservativen Partei dort, ob da nicht das Recht der Eltern informiert zu werden in Gefahr wäre. Umgekehrt gibt es dann aber auch wieder dieselbe Streiterei im Augenblick rund um Gender Affirming, also geschlechtsbestätigende medizinische Behandlungen. Also wenn du beispielsweise feststellst, dein Teenager braucht eventuell Unterstützung und mit Genehmigung der Eltern möchte man zum Beispiel Hormone geben, um die Pubertät aufzuhalten, bis das Kind volljährig ist und eine richtige Entscheidung treffen kann, eine permanente Entscheidung. Da wird wiederum auch von den Konservativen genau das Gegenteil gerade angestrebt, also das zu verhindern, weil das halt ein Eingriff irgendwie in die biologischen Abläufe sei. Also was ich damit ausdrücken möchte ist, die Konservativen hier streiten über sehr ähnliche Themen wie die Konservativen überall, sie haben ein Problem mit bestimmten Minderheitsrechten. Ich glaube Leute, die homosexuell sind, fühlen sich mit den Konservativen hier nicht so wirklich wohl, das gehört leider irgendwie mit zu dem Spektrum immer dazu. und jawohl, die Konservativen hier wollen keine CO2-Besteuerung, sie wollen weiterhin Öl abbauen dürfen. Also all diese dummen Trends, die wir ja auch bei der CDU, CSU oder der FDP hören, gibt es ja hier auch. Das sind so marktbejahende Parteien eben. Das würde es jetzt für mich nicht wählbar machen, das Spektrum, aber wie gesagt, der Polyev, der diskutiert, der hat Argumente, die kann man schlecht finden oder gut finden, der vertritt sein Wahlvolk. Wahlvolk. Das ist jetzt nicht so ein Blöker wie jetzt hier beim südlichen Nachbarn. Aber ich finde vor allen Dingen diese Politspielchen gerade super spannend. Und ich glaube halt, die nächste Wahl wird die Liberalen endgültig vom Thron stoßen. Aber eventuell gibt es da eine Koalition. Aus dem Bloc Québécois und der NDP und den Liberalen und den Grünen.

Susanne: Keine Ahnung, wir werden es ja dann feststellen.

Dirk: Vielleicht haben sie dann auch mal wieder für eine Weile eine konservative Regierung hier mal gucken.

Susanne: Wir freuen uns jetzt erstmal, weil nächste Woche fahren wir endlich, endlich, endlich in den Algonquin Park.

Dirk: Wandern im Wald.

Susanne: Wandern im Wald und wofür die Gegend hier ja besonders bekannt ist, genauso wie die Gegend Upstate New York, ist der Indian Summer mit den vielen, vielen, vielen verschiedenen Farben. Und wie der Dirk am Anfang schon erwähnt hat, es gibt einen Tracker dafür. Da kann man sich nämlich in den Parks in Ontario, kann man schon mal gucken, wie weit sind denn die Bäume schon. Und dann kann man das eben planen.

Dirk: Ja, die rechnen damit, dass es dieses Jahr auch ein bisschen eher anfängt.

Susanne: Ja, ich habe gesehen, Algonquin, da ist das Blatt schon rötlich. Das heißt, wir werden Spaß haben.

Dirk: Das heißt, wenn wir da sind, ist es eventuell gerade in Vollgas-Herbstmodus.

Susanne: Wahrscheinlich, ja. Also ich würde mich drüber freuen.

Dirk: Ist auch eine gute Zeit mückenmäßig. Also ich habe ja immer gehört, dass Algonquin sei, wenn man zur Mückensaison dort ist, ein Albtraum.

Susanne: Ja, da gibt es halt viele, viele, viele kleine Seen. Ich glaube, ich bin in dem einen Jahr jetzt noch nicht gestochen worden.

Dirk: Nee, ich auch nicht.

Susanne: Es liegt unter anderem daran, dass wir auf 21. Stock sind.

Dirk: Wir haben

Susanne: tatsächlich festgestellt, auch Wespen fliegen hoch in den 21. Stock. Kümmert uns nicht, weil die kommen ja eh nicht rein, aber fand ich spannend festzustellen.

Dirk: Ja, ich bin ja aufgewachsen in dem Glauben, dass Insekten nicht höher als 10 Meter fliegen.

Susanne: Das ist ja

Dirk: mal völliger Quatsch. Entweder sind kanadische Insekten härter als Nehmen. Die sind hardcore, ja. Wahrscheinlich werden wir hier irgendwann sitzen und sagen, draußen hat es 15 Grad und gerade ist eine Wespe an uns vorbeigeflogen.

Susanne: Flogen. Ja, genau. Nee. Aber nach wie vor, ich kann mich nicht beschweren über das Wetter. Das Wetter ist toll. Ich habe selten so viel Sonnenschein gehabt. Der Sommer war auch grandios. Ich habe allerdings genossen, als wir jetzt in Banff waren, da war es ja schon ein bisschen kühler. Da war auch die Luft so richtig frisch. Bei offenem

Dirk: Fenster schlafen war toll. Ja,

Susanne: frische Luft und bei offenem Fenster schlafen. Hier ist es ja immer noch so ein bisschen schwülig.

Dirk: Ja, es ist tatsächlich immer noch, also ich meine, jetzt hat es gerade, jetzt ist es 6 Uhr abends, es hat draußen 22 Grad.

Susanne: Ja. Und wenn es hier 22 Grad hat, da kann ich ohne Jacke rausgehen, easy. Das war in Frankfurt jetzt nicht so. Da hatte ich dann immer Jäckchen dabei. Da wurde es schon kühl.

Dirk: Also wir haben bisher an dem Wetter nichts auszusetzen. Mal schauen, ob der Herbst so schön ist, wie alle behaupten.

Susanne: Ja, also wie gesagt, der Sommer hat das gehalten, was jeder gesagt hat. Und dann Dann steuern wir schon auf unseren zweiten Winter zu und diesmal machen wir was im Schnee. Schneeschuhwandern. Hundeschlittenfahren. Oh ja, Hundeschlittenfahren. Und wir müssen jetzt endlich mal auch Nordlichter sehen, weil könnte man theoretisch, wenn Toronto dunkel wäre.

Dirk: Wir hätten in Berns sie sehen können. Wir hätten nur um zwei Uhr nachts rausgehen müssen.

Susanne: Ja, wir waren allerdings so viel frische Luft am Tag und rumlaufen und Dinge sehen.

Dirk: Scheiß auf die Nordlichter.

Susanne: Scheiß auf die Nordlichter.

Dirk: Na gut. Das heißt, es läuft, es geht uns gut, wir fühlen uns wohl.

Susanne: Fühlen uns sauwohl hier.

Dirk: Damit schließen wir jetzt mal ab. Müssen wir eigentlich jetzt hier noch Beißen und Saugen crosspromoten?

Susanne: Nee, haben wir doch beim letzten Mal. Haben wir es beim letzten Mal? Nee, wir haben es nicht beim letzten Mal. Bei Beißen und Saugen haben wir auf Schlannada hingewiesen.

Dirk: Genau, deswegen müssen wir jetzt bei Schlannada auf Beißen und Saugen hinbeißen.

Susanne: Ja, du musst es mal so in einer Sexy Voice sagen.

Dirk: Sag es in einer Sexy Voice.

Susanne: Wir haben einen Podcast, der heißt Beißen und Saugen.

Dirk: Das ist deine Sexy Voice?

Susanne: Nein, ich habe jetzt keine Erkältung, deswegen kann ich das nicht so. Red mal mit mir in deiner Sexy Voice. Ja, ich komme nicht so weit runter wie du. Beißen und Saugen. Wie auch immer. Ja, und Leute, also ich finde es immer witzig, weil ich erzähle das manchmal, wenn auf so Team-Events oder so, oder wenn ich neue Leute treffe, als Fun-Fact, ja, dass wir einen Podcast machen, der heißt Biting and Sucking und ich mache da natürlich eine Pause, weil ich will ja dann den Gesichtsausdruck auch haben. Ja, dann gucken die mich so ein bisschen geschockt an und dann sage ich, es ist ein Vampir-Podcast und dann gibt es immer großes Gelächter.

Dirk: Ja, wir gucken Vampirfilme, damit ihr es nicht tun müsst. Das ist sozusagen der Sinn und Zweck von Beißen und Saugen und es ist lustig, selbst wenn ihr keine Vampirfilme mögt.

Susanne: Ja, wir lieben es, über Filme zu lästern. Ja, und der letzte Film, den wir uns angeguckt haben, war New Moon, der zweite Teil von Twilight. Was gibt's Schöneres?

Dirk: Es ist episch. Episch.

Susanne: Tolles Kino.

Dirk: Ja, also wer noch mehr von uns haben will, kann dort einen anderen Podcast mit Susanne und Dirk hören.

Susanne: Ja, ansonsten, wenn ihr in Toronto seid, sagt doch mal Bescheid. Dann bis demnächst.

Dirk: Ja, passt auf euch auf.

Susanne: und lasst euch nicht beißen. Lasst euch nicht beißen.

Dirk: Bis bald.

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