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# Warteschlangenpömpel

> Susanne und Dirk sind erfolgreich angekommen... Diese Folge ist ein erstes Lebenszeichen von der anderen Seite des Atlantik.

- Published: 2023-11-25
- Web page: https://schlanada.de/posts/warteschlangenpompel.html

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<p>Susanne und Dirk sind erfolgreich angekommen&#8230; Diese Folge ist ein erstes Lebenszeichen von der anderen Seite des Atlantik. Wir waren noch ziemlich paniert was zu gleichen Teilen an Jetlag und an Neuankömmlings-Blues lag. </p>

## Transkript

_Automatisch transkribiert (Whisper large-v3), ungeprüft._

**Dirk:** Wer bist du eigentlich?

**Susanne:** Oh Gott, das weiß ich nicht mehr, nach monatelangem Packen und Sortieren. Ja, ich bin Susanne.

**Dirk:** Genau, und ich bin der Dirk. Und wir ziehen um.

**Susanne:** Tja.

**Dirk:** Nach Kanada.

_[Atmo]_

**Susanne:** Die Sonne geht ja hier im Westen unter, so wie immer, und das spiegelt sich in einem Nachbarhochhaus, das wiederum zurückspiegelt in das Hochhaus, was gegenüber von uns steht, und das spiegelt direkt in unser Wohnzimmer.

**Dirk:** Warum gehst du eigentlich davon aus, dass die Sonne auch in Kanada im Westen untergeht?

**Susanne:** Ja, ich meine, wir sind ja nicht auf der Südhalbkugel. Seufze, das war Humor.

**Dirk:** Oh mein Gott.

**Susanne:** Ja, ich meine, was erwartest du denn von uns? Wir haben ja schließlich noch, wir sind noch ein bisschen gejetlaggt.

**Dirk:** Heute kam die Frage auf, ob wir eigentlich angekommen sind. Sind wir angekommen?

**Susanne:** Wir sind in Kanada, eindeutig. Wir sind auch in Toronto.

**Dirk:** So richtig angekommen sind wir aber noch nicht.

**Susanne:** Nee, ich glaube, mein Kopf befindet sich noch irgendwo über dem Atlantik. Ja, keine Ahnung.

**Dirk:** Es gab Forderungen online nach Podcast-Lebenszeichen. Außerdem wird uns unterstellt, dass wir schon Flanellhemden tragen, was ich hiermit aufs Heftigste dementieren möchte.

**Susanne:** Was hast du denn gegen Flanellhemden?

**Dirk:** Ich habe auch noch keine Flanellhemden hier im Straßenbild gesehen. Hast du Flanellhemden gesehen?

**Susanne:** Nee, aber ich glaube, da sind wir im falschen Teil von Kanada gerade so.

**Dirk:** Ja, wir sind gestern angekommen um, wie viel Uhr war es denn, wie wir gelandet sind?

**Susanne:** Das war irgendwann mal mittags, mittags um drei.

**Dirk:** Wir sind, das muss man vielleicht dazu sagen, von Frankfurt nach Toronto geflogen. Direkte Verbindung, da gibt es mehrere Airlines, die da fliegen.

**Susanne:** Oh, und da möchte ich an dieser Stelle gleich mal Schleichwerbung machen. Wir sind ja früher immer viel im Lufthansa geflogen, weil es jetzt obviel ist. Aber diesmal haben wir Condor benutzt. Und ja, man sollte meinen, ach Condor, Condor fliegt doch nur nach Malle. Nee, ist nicht so. Fliegt auch direkt von Frankfurt nach Toronto.

**Dirk:** Ja, und hat uns wirklich gut gesänftet, nämlich in der, und das wissen manche ja gar nicht, dass es das überhaupt auch bei Condor gibt, in deren Business Class.

**Susanne:** Ja, also habe ich auch überrascht.

**Dirk:** Sehr komfortable Sitze und wir hatten wirklich viel Gepäck.

**Susanne:** Gepäck. Richtig viel Gepäck. So viel Gepäck, wie ich noch nie in meinem ganzen Leben per Flugzeug irgendwo hin mitgenommen habe. Und

**Dirk:** hätten wir dieses viele Gepäck in der Lufthansa eingecheckt auf einen Economy-Platz, dann hätten wir so viel Gebühren drauf gezahlt, dass wir uns die Business Class in der Condor hatten leisten können, was wir auch tatsächlich getan haben.

**Susanne:** Ja, und bei der war halt unser Gepäck dabei. Der hat auch nicht mal gezuckt, der Mensch da am Schalter, als wir die Koffer darauf gehievt haben.

**Dirk:** Wir haben tatsächlich einfach nur eine Menge Wäsche dabei, aber auch so Dinge wie unsere Elektronik, die wir zum Arbeiten brauchen. Wir haben keinen Bildschirm mitgenommen. Jeder von uns hat aber einen Ordner mit einer Menge Unterlagen. Allein das füllt ja schon den Koffer.

**Susanne:** Ja, die wollte ich nicht einchecken. Also ich meine, so weiße Original-Geburtsurkunde oder so, das dann irgendwo wieder herzubekommen, das dauert immer viel Nerven, kostet viel Nerven und viel Zeit. Jedenfalls sind wir um drei gelandet, so ungefähr.

**Dirk:** Ja, sowas. Und dann sind wir ja bis dahin, ging das eigentlich ganz flott, ja. So der Self-Check-In-Automat, der einem so eine Quittung in die Hand drückt und dann hieß es, ja, ja, ihr seid noch auf dem richtigen Weg, Auf dem Weg, weil wir haben auf dem Weg irgendwie jede Person die Offiziellaussage gefragt, ob die jetzt die Immigration-Leute wären, wo wir hin müssen.

**Susanne:** Da muss man ja auch mal sagen, die Kanadier sind ja da so ein bisschen, ich sag's jetzt mal ganz laut, wie die Amis, weil, sagen wir es mal so, wer schon mal in Amiland war, weiß, wenn die sich irgendwie in die Schlange stellen, schlängeln die sich ja kreuz und quer. Das ist wie im Europapark, nur nicht mit feststehenden, ich weiß gar nicht, Abgrenzungen, sondern das sind ja immer diese Dinge, die man dann so an der anderen Abgrenzung, an dem anderen Pömpel da wieder einhakt.

**Dirk:** Ja, das sind so Pömpel mit Bändern dran, wo man die so aneinanderhängen kann.

**Susanne:** Es ist so nervig, wenn man dann durch diese Pömpel da durchgelotst wird, vor allem wenn man dann noch irgendwie so einen scheiß Koffer hinter sich herzieht oder so. Ja, also die haben auch diese manuellen Bänderpömpel überall rumstehen und da wirst du dann kreuz und quer, musst du da erstmal fünf Runden irgendwo langlaufen. Naja, egal.

**Dirk:** Also die Kanadier bekommen von der Frau Primbs kein Foto für Organisation.

**Susanne:** Nee. Nein.

**Dirk:** Aber es hat sich ja trotzdem alles ganz fixi angefühlt. Wir sind erst zu einem Automaten geschleust worden, wo wir halt unseren Ausweis scannen mussten und dann sind wir weitergegangen und weitergegangen und der nächste und überhaupt und dann irgendwann wurde uns bedeutet, wir müssen abbiegen und wir sollen uns darauf gefasst machen, das wird jetzt alles ein bisschen dauern.

**Susanne:** Naja, also ihr müsst euch das so vorstellen, man kommt so aus diesem ganzen Immigration Dingens Denkmann raus und man sieht schon die Kofferbänder, aber da ist noch eine Person vor dir, die so diesen ausgedruckten, das ausgedruckte Pamphlet mit deinem Foto drauf haben will, aus den Automaten, die du vorher bedient hast mit deinem Scanner. So. Und die Person sagt dann Hopp oder Topp. Hopp wäre dann rein in die Immigration, wo du dich dann anstellst und Topp wäre dann weiter zum Gepäckband.

**Dirk:** Der hat eigentlich keine Macht, außer dir zu sagen, ob du in die richtige Richtung gehst oder in die falsche. Genau. Und der lässt dich auch nicht durch.

**Susanne:** Und dann

**Dirk:** sind wir halt in so einem Raum gewesen, in dem es wieder eine neue Schlange für uns gab.

**Susanne:** Viele, viele schöne Bänderpömpel.

**Dirk:** und in dieser Schlange standen wir dann zweieinhalb Stunden.

**Susanne:** Ansonsten standen da noch eine ganze Menge Inder. Dann waren wir endlich in der ersten Reihe von der Schlange, ganz hinten, aber immerhin, wir sind um die Kurve gekommen, ole ole, und dachten, ja, jetzt haben wir es geschafft. Und dann standen wir ungelogen an dem exakt gleichen Platz für 30 Minuten. Das war ein bisschen

**Dirk:** devastating. Es ist ja vor allen Dingen auch sehr abhängig von der Art des Sisums, wie lang die Bearbeitung dann dauert. Manche haben halt länger gebraucht als andere und es waren jetzt auch nicht so viele Sachbearbeiter irgendwie im Einsatz dort.

**Susanne:** Ja, aber ich denke halt, naja, aber, weißt du, wir haben ja dann später gesehen, es hätte schlimmer kommen können, weil zum Schluss waren alle fünf, sechs Bänder Pömpelreihen voll mit Leuten.

**Dirk:** Wir haben aber einen super netten, fand ich, Immigration Officer gehabt. Das stimmt, ja. Der hat dann unsere Fingerabdrücke genommen. Also im Prinzip geht man Packt in den ganzen Papierkrempel hin und dann lotst der einen oder die einen durch den Prozess. Und das war halt ein Foto machen, Fingerabdrücke, dann hat der uns nochmal warten lassen, um das alles vorzubereiten.

**Susanne:** Wir mussten noch das Visum bezahlen.

**Dirk:** Genau, und dann mussten wir mit dem, mit der Quittung haben wir dann sozusagen unsere Arbeitserlaubnis.

**Susanne:** Wir sind mehrmals vor und zurück gelaufen, aber ich muss auch mal dazu sagen, der Herr Primbs hat das mit den Fingerabdrücken, das hat er nicht ganz verstanden, wie das geht.

**Dirk:** Ich habe das ja wohl wirklich

**Susanne:** formidabel gemacht. Diese Maschine ist aber nicht kompatibel mit mir. Zuerst

**Dirk:** waren meine Finger

**Susanne:** zu trocken, dann habe ich

**Dirk:** zu fest drauf gedrückt.

**Susanne:** Ja, bei mir haben sie es gleich genommen.

**Dirk:** Aber der Work Permit, den wir dann bekommen haben, der sieht wirklich schick aus, finde ich.

**Susanne:** Also, hübsches

**Dirk:** Dokument. Allerdings, mein Highlight ist ja, wir haben ja zwei unterschiedliche Work Permits. Also, mein Work Permit hängt an meinem Arbeitgeber. während dein Work Permit ja für, also komplett offen ist. Das heißt, ich muss bei Google arbeiten und ich verliere meine Arbeitserlaubnis, wenn Google mich entlassen würde. Du hingegen hast ein Open Work Permit. Du darfst arbeiten, bei wem du willst, machen, was du willst, außer, und das fand ich wirklich sehr lustig, es zu lesen, es steht, bei deinem Work Permit steht, du darfst nicht als Sexarbeiterin tätig werden. Bei mir ist das keine Einschränkung auf meinen.

**Susanne:** Ich darf aber auch nicht mit kleinen Kindern arbeiten. Nicht mit kleinen

**Dirk:** Kindern, nicht als Sexarbeiterin. bei mir steht da aber nichts von drauf also entweder hat der Sachbearbeiter sich gedacht Sexarbeiter ist bei mir sowieso keine Chance

**Susanne:** da war ich jetzt schon traurig also ich bin ja schon Land of the Free, ach nee das war ja USA, das Nachbarland ja okay, dann ist es auch wieder beständig

**Dirk:** dass es extra noch mit draufgeschrieben wird also ich nehme halt mal an, es hat was mit dem Open versus Chancen zu tun weil bei mir halt der Arbeitgeber schon feststeht und da ist irgendwie schon klar, dass es kein Sex Trade ist

**Susanne:** Also nur mal hier irgendwelche Gerüchte zu kommentieren. Mein Arbeitgeber steht auch schon fest. Das ist nämlich der gleiche, mit dem ich schon vorher gearbeitet habe. Ja, ich bin ja genauso intern umgezogen wie der Dirk, nur das mit dem Visa, dem Visum ist halt irgendwie so, haben sie das halt so gemacht. Und als wir dann mit dem ganzen Mist da durch waren, dann sind wir also raus zum Gepäckband. Und das war dann der nächste Schritt, weil nach zweieinhalb Stunden haben wir gedacht, Naja, mal schauen, wo denn unsere Koffer sind. Die sind ja schon da. Ja, und dann mussten wir ja noch unsere Social Insurance Number abholen, die SIN. Das ist die Nummer, die du nicht rausgibst.

**Dirk:** Ohne SIN kann man hier praktisch nichts Großes offizielles machen, aber gleichzeitig wird die halt wirklich gerne benutzt, um Identitätsdiebstahl zu betreiben. Deswegen hat man so ein Blatt mitgekriegt, auf dem draufsteht, wofür man es eigentlich alles nicht verwenden darf.

**Susanne:** Das ist wie in den USA, da machen sie das exakt genauso. Jedenfalls war die, also von der Immigration, kam man dann zu den Bändern mit dem ganzen Gepäck drauf. Und hinter diesen elf Bändern oder was, war dann nochmal so ein kleines Kabuff, wo man dann sich anstellen konnte. Gott sei Dank waren wir da früh genug dran.

**Dirk:** Wir waren die Ersten.

**Susanne:** Wir waren die Ersten da. oder wieder mal die ersten und haben da das Zeug ausgefüllt. Dann haben sie festgestellt, oh, ja, auf die Susanne können wir leider nicht zugreifen, weil irgendwie ist die Datei noch nicht geschlossen. Also musste ich mit dem Zettel, meiner Work Permit und meinem Ausweis bewaffnet wieder zurück in die Immigration laufen. Dort zu dem Immigration Officer, wo ich schon war. Ich muss mich Gott sei Dank nicht nochmal anstellen. Zwischendurch war ja dann auch schon, wie viel Uhr? Ich glaube, nachts so um eins, dann konnten wir endlich, endlich mit unserem ganzen Gepäck nach draußen latschen und uns ins nächste Taxi werfen.

**Dirk:** Boah, der hat uns dann aber ganz gemütlich hierher gesänftet.

**Susanne:** Ja.

**Dirk:** Man muss sagen, es ist schon viel Skyline, die man sieht, wenn man hier so reinfährt vom Flughafen.

**Susanne:** Da habe ich gar nicht geguckt, ich habe nur gesehen, da ist der Ikea.

**Dirk:** Ja, dann sind wir hier in unserem, wir sind ja im Moment hier in so einem Airbnb, haben wir von Deutschland aus, haben wir uns ja hier nach einer vorübergehenden Bleibe umgeschaut, unter anderem mit Blick darauf, dass ja unsere Jungs uns auch demnächst nochmal besuchen kommen und entsprechend hier Betten vorhanden sein müssen und Platz, damit wir hier auch Weihnachten feiern können. Jetzt sind wir hier im 51. Stockwerk in einem sehr zentral gelegenen Airbnb und damit haben wir dann auch gleich die erste Erfahrung gemacht, dass man nämlich den Verkehr schon ganz gut hören kann hier da, wo wir jetzt sind im Moment.

**Susanne:** Ja, aber was wir auch gelernt haben von unserer, was sind das dann? Na, die Frau, die mit uns Wohnungen sucht.

**Dirk:** Die Maklerin.

**Susanne:** Die Maklerin. Ja, mein Hirn ist auch nicht mehr ganz, dass das hier natürlich ein älteres Gebäude schon ist und die anderen Gebäude eigentlich die bessere Isolierung haben. Also das hörst du in anderen Gebäuden nicht.

**Dirk:** Das ist jedenfalls einigermaßen faszinierend. Wir sind hier reingelaufen und dann gibt es schon ein paar Dinge, die uns sofort auffallen. Auch gerade jetzt mit dem Blick drauf, wie bei uns daheim Wohnungen geschnitten und aufgeteilt sind, dass diese Wohnung zwar einigermaßen geräumig schon ist, aber super unpraktisch geschnitten. Also wir haben festgestellt, wir könnten hier drin kein einziges unserer Möbelstücke sinnvoll stellen, außer dem Tisch vielleicht.

**Susanne:** Ja, aber den Tisch ohne irgendwelche Bänke.

**Dirk:** Weil es gibt hier kaum Wände, an die man Möbel stellen kann.

**Susanne:** Naja, es gibt schon Wände, aber da sind dann irgendwelche Airvents oder komisch gelegene Steckdosen oder irgendein, weiß ich nicht, administrativ-verwaltungstechnisches irgendwas, was man auch nicht abdecken soll.

**Dirk:** Ja, dann gibt es hier mehrere fertig eingebaute Schränke. Das ist ja was sehr typisches hier, dass du so begehbare Schränke überall hast. Was ich cool finde, so als Idee. Wenn die Fächer hätten.

**Susanne:** Wenn die Fächer hätten. Weil ich hänge ja jetzt nicht nur alle Sachen auf.

**Dirk:** Ich hänge jetzt auch meine Unterhosen mit Kleiderbügeln auf, glaube ich. Das ist halt machbar.

**Susanne:** So, jede Einzel kriegt einen Kleiderbügel. Das möchte ich sehen.

**Dirk:** Ja, und wir waren überrascht davon. Es ist ja hier so ein Three-Bedroom, also drei Schlafzimmer. Und es sind auch drei Schlafzimmer mit Doppelbetten. Aber diese Zimmer sind mit einem relativ kleinen Doppelbett gut ausgefüllt. Also hier ist kein Bett größer als so ein 1,60 Meter Bett, also Queen Size nennt man das ja so im Englischen. Und die Schlafzimmer sind knackevoll mit diesen Betten. Also da ist nichts mehr mit irgendwie noch groß. Das Bücherregal könnten wir hier nirgendwo stellen zum Beispiel.

**Susanne:** Ja, ich meine, das war ja auch nicht die Absicht jetzt. Wir wollten ja nur einfach ein bisschen Platz haben.

**Dirk:** Ja, aber diese Art von Problemen haben wir ja schon bei vielen Wohnungen, die wir jetzt so in Fotos und in Schnitten gesehen haben, wiederentdeckt. Ja, das sind ja alles Two

**Susanne:** -Bedrooms oder Two-Plus-One. Two-Plus-One haben wir gelernt, ja, das Plus-One ist dann irgendwie so ein Zimmerchen, was oft nur so ein Anbau-Dingens ist, ohne Fenster oder so. Ja, aber wie gesagt, wir müssen da auch erstmal ein Gefühl für kriegen, das ist schon okay.

**Dirk:** Und dann sind wir jedenfalls, so wann wird's, wenn wir hier so gewesen sein, um neun rum, neun, zehn rum, wir sind

**Susanne:** halb neun sind wir ins Bett gefallen.

**Dirk:** Ja, wir sind jedenfalls relativ schnell im Bett gelegen, wollte ich jetzt sagen. Ja, wir waren fix und alle. Und waren sofort weg, als wenn man das Licht ausgeschaltet hätte, haben wir geschlafen.

**Susanne:** Ich hab noch nicht mal mehr gelesen.

**Dirk:** Ja, einfach nur, ich hab mich nur umgedreht, die Augen geschlossen und dann weiß ich nix mehr. Ja. Bis zu.

**Susanne:** Bis um elf. Weil um elf plötzlich geht hier ein Piepen los. Piep, piep, piep.

**Dirk:** Ein Piepen würde ich das gar nicht nennen.

**Susanne:** Also es war unglaublich. Und ich so, ich sitze im Bett und ich denke, oh mein Gott, was ist los? Was ist los? Was ist kaputt? Was ist kaputt? Was haben wir falsch gemacht? Oh Gott, was ist denn hier los?

**Dirk:** Ich dachte, das ist irgendwie der Alarm hier. Also hier gibt es natürlich so eine Alarmanlage in dieser Kondo. Vorne am Eingang ist so ein Bedienfeld. Ich dachte ja zuerst, haben wir irgendwas falsch gemacht?

**Susanne:** Attention,

_[Atmo]_

**Dirk:** Attention, this is security.

**Susanne:** Ja, irgendein Depp im Stockwerk 60 plus hat den Feueralarm ausgelöst.

**Dirk:** Ja und bis die Feuerwehr bei uns hier ankam und in den 60 plusen Stock hochgeeiert ist und dort dann nachgeguckt hat, ob jetzt wirklich irgendwas brennt, also in dieser gesamten Zeit blieb der Alarm an.

**Susanne:** Der war bestimmt, also gefühlt war der stundenlang an.

**Dirk:** Inzwischen gab es immer mal diese Durchsagen und dann war es immer so, dass der Alarm dann im Apartment ausging, aber draußen noch weiter ging und dann, wenn wir gerade schon dachten, ah, jetzt wird es irgendwo teilweise ausgeschaltet, ging er drin wieder los, gefolgt von der Stimme.

**Susanne:** Und doppelt so schnell.

**Dirk:** Ja.

**Susanne:** Also es war irgendwie völlig absurd.

**Dirk:** Der Typ mit der Durchsage hatte uns halt bei seiner ersten Durchsage erklärt, dass wir alle nicht runterkommen sollen. Da waren wir eigentlich schon am überlegen, ob wir jetzt nicht eigentlich dieses Gebäude evakuieren müssten, weil es ist ja immerhin ein Feueralarm und man will ja jetzt nicht unbedingt im 50. Stock in einem brennenden Hochhaus sein.

**Susanne:** Ja, nee.

**Dirk:** Ich dachte ja für einen Moment jetzt, wo wir so aus dem Schlaf gerissen sind, können wir erstmal nicht mehr wieder einschlafen, aber ich habe mich auch wieder ins Bett gelegt, umgedreht und es war sofort das Licht wieder aus.

**Susanne:** Ja, es war bei mir ganz genau so, peng, weg. Ja, und dann hast du bis wann geschlafen?

**Dirk:** Bis um vier oder so. Ja, wir haben dann auf jeden Fall festgestellt, weil das habe ich nämlich gestern, als wir hier angekommen sind, war mir nicht so wirklich klar, wie der Blick ist, weil es war ja dunkel draußen. Also ich wusste, da irgendwo ist Lake Ontario, aber es sah jetzt erstmal relativ langweilig aus. Wir konnten nur das Hochhaus, was wir vor den Fenstern haben, sehen. Aber heute früh war das dann schon ein sehr versöhnlicher Anblick daraus, muss ich sagen. Ja, da waren sie

**Susanne:** erstmal noch dunkel und dann ging sogar so langsam die Sonne auf. Das war schon echt schön. Und dann, der Dirk hat ja diese wunderbare Fähigkeit, egal wo er ist, irgendwie Kaffee aufzutreiben. Und dann hast du dann losgezogen. Ich war noch gar nicht mal in der Lage, überhaupt das Bett zu verlassen. Also meine Gehirnzellen hatten sich noch nicht sortiert. Meine motorischen Fähigkeiten erst recht nicht. Und dann hast du Kaffee geholt und Futter für Frühstück gesorgt. Ja.

**Dirk:** Und dann überhaupt waren wir dann heute eigentlich ganz fleißig. Also das Frühstück war so der erste Sieg, ja. Und dann haben wir jetzt hier die Koffer alle ausgepackt und dieses Apartment wenigstens mal vorübergehend zu unserem gemacht. Bewohnbar. Bewohnbar. Und dann sind wir losgezogen, um unseren ersten kanadischen Einkauf zu machen. Weil wir wollen ja hier nicht jeden Morgen mit Starbucks Banana Bread starten, sondern wir wollen unseren eigenen Kaffee, unser eigenes Frühstück mit Müsli und ja.

**Susanne:** Ja, ich weiß, ich sehe mich schon so in zwei Wochen. Sponsored by Banana Bread. Fünf Kilo oder so, ja, danke. Ja, nee, nee. Wir haben unseren Joghurt gefunden und Obst und Müsli, also wir sind versorgt. Wir haben sogar

**Dirk:** genau den Tee gefunden, den du daheim auch jeden Morgen trinkst. Das ist sowieso erstaunlich. Also wir haben hier, es ist ja eine der wirklich tollen Eigenarten von Toronto ist, dass es untertunnelt ist mit Fußgängerwegen. Also man kann sozusagen in Downtown aus ganz vielen dieser Gebäude heraus im Erdgeschoss einfach noch ein Stück weit tiefer gehen und dann ist man im sogenannten Path. Und der Path ist ein Gängesystem, das hier die Gebäude miteinander verbindet und in dem dann zum Teil auch Foodcourts, irgendwelche Geschäfte, Supermärkte, Friseurläden, alles mögliche ist da unten.

**Susanne:** Und jeder, der jetzt OCD hat, denkt sich, oh, ja toll, das ist bestimmt total geordnet und so. Ich sag's mal so, wenn man jetzt nicht weiß, dass da irgendeine Untertunnelung ist, wird dir auch im Leben nirgendwo auffallen, dass du da irgendwie abbiegen musst oder dass du dahin musst oder so. Das ist tatsächlich völlig undurchsichtig. Es gibt einen Plan vom Path, aber der ist auch eher so, naja, sag ich mehr eine Guideline als eine Actual Rule.

**Dirk:** Aber es war super, also wir sind heute da über dem Path. Du musst es

**Susanne:** anders erzählen, Sherry. Das musst du so erzählen. Nämlich, wir haben uns zum Ziel gesetzt, wir finden jetzt einen Föhn und eine Bank, um ein Bankkonto zu eröffnen, in dem wir nicht nach draußen gehen, sondern nur den Pass benutzen.

**Dirk:** Ja, und davor schon den Supermarkt, den haben wir auch nur über den Pass. Ja, der ist ja 30

**Susanne:** Sekunden von unserem Apartment entfernt. Aufzug runter, rein in den Pass, Supermarkt, da ist er schon.

**Dirk:** Ja, das ist echt super.

_[Atmo]_

**Susanne:** Also die ganze Schminke, da kannst du dich wahrscheinlich 20 Schichten voll schminken. Aber es gibt auch

**Dirk:** 600 Dollar Föhns.

**Susanne:** Ja, das waren so Dyson und so Luxus, Gipfel, alles Föhns.

**Dirk:** Also 600 Dollar finde ich dann schon auch krass. Ich meine den Dyson, den wir da gesehen haben, das waren irgendwie 280 Dollar. Und das ist auch schon krass für sich genommen. Aber was ich wirklich krass fand, war ja, dass der Föhn, der 600 Dollar gekostet hat, Der sah ja aus wie ein ganz normaler Föhn. Also der Dyson ist wenigstens irgendwie noch futuristisch und hat irgendwie...

**Susanne:** Weiß nicht, wahrscheinlich hatte der irgendwelche versteckten Eigenschaften. Der hat noch für dich Termine gebucht. Kannst du dein Handy

**Dirk:** koppeln und...

**Susanne:** Ja, genau, kannst du die Temperatur über dein Handy einstellen oder so. Oder von deinem Friseur fernsteuern lassen oder so. Das wäre ja mal was. Das wäre was, ja. Nee, also dann haben wir den anderen Shop gefunden, der übrigens auch da unten im Path ist.

**Dirk:** Und dann gab es den Föhnern für 50 kanadische Dollar.

**Susanne:** 43.

_[Atmo]_

**Dirk:** Und dann sind wir eben zur Bank. Wir sind jetzt stolze Besitzer eines Royal Bank of Canada Kontos und zwar jeder von uns. Ja und hier ist es jedenfalls so, dass das alles irgendwie an dem Konto gefühlt Geld und Gebühren kostet. Als Newcomer bekommt man das erste Jahr praktisch gratis. Wollen sie ja alle, dass man zu ihnen kommt. Also die Banken hier konkurrieren alle drum, die Newcomer abzugrasen. Und die wollen einem vor allen Dingen dann auch die Kreditkarten verpassen, weil in Kanada gilt ja, so wie auch in den USA, Credit Scoring. Das heißt, man baut Punkte auf, wenn man Kredite aufnimmt und zurückzahlt. Und der einfachste Weg, Kredite aufnehmen und zurückzuzahlen, führt über eine Kreditkarte. und die Kreditkarte, je nachdem, was die alles so an Features hat, da sind ja manchmal Versicherungen dran und irgendwelche besonderen Zinssätze und was weiß ich, kosten halt unterschiedliche Gebühren und die Banken wollen gerne, dass man bei ihnen diese Kreditkarten bucht, idealerweise irgendwann mehrere. Und ja, diesen Credit Score, den braucht man dann später, wenn man hier größere Anschaffungen zum Beispiel machen möchte. Angenommen, man möchte eine Hypothek auf ein Haus aufnehmen oder man möchte ein Auto kaufen und es finanzieren oder so, weil an einem besonders positiven Credit-Score machen sich dann so Sachen wie Zinssätze fest.

**Susanne:** Ja, genau, das haben wir alles erledigt. Dann waren wir auch noch essen in einem der Foodcores, die es da auch gibt, unten im Path.

**Dirk:** Ja, hatte irgendwie den Charme einer Krankenhaus-Aula, dieses Foodcourt, aber das Essen war sehr, sehr lecker.

**Susanne:** Das ist immer super lecker. Und dann haben wir uns einfach mal wieder gnadenlos verlaufen im Path. Weil, wie gesagt, ach, kommt einfach selber vorbei.

**Dirk:** Wir setzen euch im Path ab und holen euch eine Woche später wieder raus.

**Susanne:** Nee, ich finde, wir könnten sowas wie eine Schnitzeljagd machen und dann pro Besucher irgendwie die Zeit stoppen, wie lange sie dafür gebraucht haben.

**Dirk:** Ich glaube ja noch ein, zweimal runter in den Path und du kannst den blind navigieren. und in ungefähr sechs Monaten wirst du vergessen haben, wie schwierig das mal war und wirst nicht verstehen, dass Leute sich im Path nicht orientieren können.

**Susanne:** Ja, das sehen wir dann in sechs Monaten. Aber ja, ist jedenfalls spannend. Vor allem das Schöne an dem Path ist, das ist ja nicht nur eine Ebene. Nee, nee, da gibt es dann auch, je nachdem, wo du dich befindest im Path, mehrere Ebenen und die dann wiederum woanders hinführen. Ja, also es ist dreidimensional. Es ist ein dreidimensionales Puzzle, würde ich sagen.

**Dirk:** Aber ich bin Fan von dem Ding. Ich finde, das Konzept ist total geil. Überhaupt, weil es ja hier durchaus auch mal kalt, windig und nass draußen sein kann. Und mindestens hier in Downtown, wenn man in so einem Kondo wohnt, wie wir jetzt hier, kannst du praktisch im T-Shirt ins Büro gehen. Also wahrscheinlich ist es im Büro kälter als unten im Path.

**Susanne:** Ja, garantiert. Also für dich geprüft, als wir letztes Mal hier waren.

**Dirk:** Und jetzt müssen wir halt mal gucken, jetzt haben wir so unseren Arbeitgebern die wichtigsten Unterlagen rübergereicht, also zum Beispiel diese SIN-Nummer müssen die natürlich wissen und im Work Permit mussten wir denen schicken, damit die wissen, dass wir auch wirklich hier arbeiten dürfen und jetzt am Montag gehen wir beide zum ersten Mal hier ins Büro und suchen jetzt fleißig nach unserer echten Bleibe, eine Bleibe, in die auch Bücher passen.

**Susanne:** Ja, aber da habe ich heute mit unserer Maklerin nochmal hin und her gepinkt. Das wird schon.

**Dirk:** Das fand ich ja cool, die hat ja so ein paar Sachen erzählt, wie unterschiedlich die Erwartungen und Überraschungen von verschiedenen Leuten sind.

**Susanne:** Ja, da hat sie erzählt, manchmal, sie hat auch öfter mal Inder als Kunden und denen muss sie dann immer erst erklären, wofür eigentlich eine Badewanne da ist, weil die haben irgendwie nur Duschen.

**Dirk:** Ja, und Briten, hat sie gesagt, haben keinen Trockner.

**Susanne:** Ja, die haben Waschmaschinen, meistens in der Küche, aber keinen Trockner. Ah, wir haben heute auch das erste Mal gewaschen.

**Dirk:** Ich hatte schon Computer, die hatten schlechtere Soundfähigkeiten als die Waschmaschine.

**Susanne:** Die hat zum Schluss, als sie fertig war, irgendwie ein Lied gesungen. So kam mir das vor.

**Dirk:** Gar nicht mehr aufgehört irgendwie.

**Susanne:** Und wir haben Donuts getoastet.

**Dirk:** Ach, ja. Das war lecker. Wir haben hier, daran erkennt man, dass es ein kanadischer Supermarkt war. Man kann hier Frischkäse mit Apfel und Ahornsirup fertig kaufen.

**Susanne:** Und der ist lecker. Der ist fantastisch.

**Dirk:** Wie beim letzten Mal schon gesagt, alles ist besser mit Ahornsirup.

**Susanne:** Werden wir wahrscheinlich auch jetzt dann nicht mehr alt werden. Wie viel Uhr ist jetzt? Fünf.

**Dirk:** Jetzt ist fünf und es wird dunkel draußen. Das war ja auch erstmal nur gedacht als so ein kleines Lebenszeichen von uns.

**Susanne:** Wir leben noch.

**Dirk:** Ja, uns geht's gut. Gut, das war heute, der Tag hat echt Spaß gemacht.

**Susanne:** Ja, ich muss sagen, gestern, gestern Nachmittag, ich habe mir das irgendwie so vorgestellt, ja, in meinem Kopf war das so, ja, Abschied nehmen, Abschied nehmen, Abschied nehmen, das war schon sehr anstrengend die letzten Wochen irgendwie, auch emotional. Und dann kommen wir hier an und dann machen wir die Immigration und dann wird mir dieses Arbeitserlaubnis, die wird mir überreicht und ich denke mir, ja, you've done it und fühle mich erleichtert. Stattdessen war ich dann am Scannen für unsere Koffer, mich bei der Sinn anstellen und dann hin und her zu rennen und so. Und ich war echt, ich war, nee, ich hab gestern Abend gedacht, ich will nur noch heim. Ja, es war so, war nicht so prickelnd. Aber heute, als wir dann einkaufen waren und überhaupt so unterwegs waren, dass ja irgendwie mit den meisten, mit denen wir zu tun haben waren, das waren auch Immigranten an irgendeinem Punkt. und jeder, der war dann total nett.

**Dirk:** Das war sowieso super. Das fing heute früh schon bei dem Starbucks an, zu dem ich bei den ersten Kaffee gegangen bin. Die Lady hinter dem Schalter, die ist, glaube ich, eine Torantonian durch und durch, aber die hat mir dann erklärt, dass sie schon mal, also ihre Mutter hat vier Jahre in Bonn gelebt und sie war in, wo war es denn, keine Ahnung, aber sie hatte schon München besucht und Berlin besucht und ich weiß nicht was. Also die hat mir dann, Welcome to Toronto, it's gonna be amazing, Das war so deren Text. Und dann bei dem Bankmenschen, der war aus Jamaika?

**Susanne:** Nee, der war von der karibischen Insel, deren Namen ich schon wieder vergessen habe. Und der hat hier studiert und hat jetzt irgendwie 100.000 Kanadische Dollar Schulden und deswegen arbeitet er jetzt hier um diese Schulden, weil daheim verdient er halt nicht so viel. Und der hat dann halt von seinen eigenen Erfahrungen berichtet und hat uns halt ein bisschen teilhaben lassen an dem, was wohl am besten ist, wie man das am gescheitesten macht und was man immer dabei haben soll. Zum Beispiel haben wir von dem gelernt, naja, die Work Permit, selbst wenn wir dann nach Deutschland fliegen, jetzt dann im Mai, die sollten wir mitnehmen, die muss man bei der Einreise wieder vorzeigen, sonst gibt es eins auf dem Deckel.

**Dirk:** Das kann passieren, sonst muss einen der Immigration Officer nicht unbedingt ins Land wieder lassen. Das wäre natürlich, das wäre echt ein Downer, du kommst zurück und stehst dann an der Grenze.

**Susanne:** Ja, solche Sachen, also es war wirklich interessant, also gut, ich meine ihr kennt mich ja, ich komme dann doch wieder mit Leuten ins Gespräch und der Dirk auch und ich finde es schon spannend, was sie so erzählen. Ich habe mich gestern mit

**Dirk:** dieser Schlange auch versöhnt. Mir ging es da genauso wie dir. Meine Stimmung war am Tiefpunkt, als wir gestern hier angekommen sind. Auch heute früh, als ich im Dunkeln auch aufgestanden bin, habe ich mir auch gedacht, boah, what the fuck. Nach diesem Alarm in der Nacht und so, dann hatte ich irgendwie schon so dieses Gefühl von, können wir nicht einfach wieder den Flug zurück buchen? Aber mich hat schon gestern in der Warteschlange diese Unterhaltung mit denen, die da mit uns gewartet haben und dann dieser Immigration Officer haben mich echt mit viel versöhnt

**Susanne:** Von dem Immigration Officer, von dem habe ich erzählt dass ich hatte irgendwie einen Inder angesprochen auch in der Schlange, der so einen Moose-Knuckles-Jacke anhatte Es gibt hier so, ich glaube, drei oder vier kanadische Brands die irgendwie warme Winterklamotten verkaufen Genau, und den hatte ich eh gefragt, ist denn die Jacke wirklich warm? Der Internet hat mich angeguckt, als würde ich irgendwie, weiß nicht, kämme ich von einem anderen Planeten. Aber jedenfalls habe ich mit dem Immigration Officer dann eben über diese Jacken diskutiert. Und dann hat er erzählt, dann habe ich gesagt, haben Sie denn eine Empfehlung? Was haben Sie denn? Und dann hat er eben von seiner Jacke erzählt. Und dann hat er uns noch, als wir dann soweit fertig waren, hat er gesagt, er hat gerade eine SMS gekriegt. und zwar gibt es eine Promotion-Aktion, also wo man irgendwie Sale oder was weiß ich die nächste Woche anfängt, wo diese Marken Winterklamotten verkaufen und zwar 70% off. Jedenfalls fand ich das schon wieder super sympathisch. Ja, da muss ich schon fast schmunzeln.

**Dirk:** Ja, der hat uns dann die Adresse genannt und dann vom Handy abschreiben lassen und so. Das war echt nett. Und ja, heute hier der Tag war halt, also ich hatte schon beim Einkaufen im Mordspaß.

**Susanne:** Wir sind es ganz systematisch angegangen. Wir mussten uns ja erstmal durchgucken, was gibt's denn da überhaupt. Ja, das hat ein bisschen gedauert.

**Dirk:** Wir haben festgestellt, Toastbrot gibt's wirklich in sehr vielen Varianten.

**Susanne:** Ja.

**Dirk:** Alles Brot ist irgendwie, also wir machen es den typischen Deutschen mal zu sagen,

**Susanne:** ich will kein richtiges Brot. Aber wir haben einen Laden entdeckt, der macht Brezen. Und die werde ich ausprobieren. Wetzels, Pretzels. Ja, die Wetzels, Pretzels werde ich ausprobieren. Werde dann berichten.

**Dirk:** Ja, und Bagel gehen ja auch. Also Bagel haben wir heute getoastet, die waren schon sehr geil.

**Susanne:** Die waren wirklich lecker.

**Dirk:** Und was es wenig gibt, also in dem Supermarkt, in dem wir waren, war ich überrascht davon, wie wenige verschiedene Marmeladen es gibt. Und dass wir praktisch alle Marken an Marmeladen, die es da gab, mit der Ausnahme von vielleicht zwei aus Deutschland kennen. Und dann haben wir noch Wasser gekauft und das ist erstaunlich, wie viel man suchen muss, bis man mal Wasser findet, das nicht aus Europa importiert ist. Das fand ich übrigens auch total krass. also ich meine, als ob die hier nicht genügend Wasserquellen hätten ja, nein, da ist dann San Pellegrino und irgendwie, also ich habe vier verschiedene Arten von italienischem Wasser gefunden, dann gibt es natürlich Perrier und so und Gerolstein hätte ich auch noch kaufen können Nutella gibt es auch also das fällt einem dann so richtig auf, wie viele von diesen von den Produkten, die da im Supermarkt liegen dann tatsächlich irgendwie in der Gegend, also einmal um den Erdball gekarrt werden, damit man sie dort kaufen kann

**Susanne:** Dafür gibt es direkt von der Haustür produzierte und Ahornsirup in Tonnen.

**Dirk:** Jawohl, sehr gut.

**Susanne:** Ich werde mich ab jetzt

**Dirk:** hier mit Ahornsirup ernähren.

**Susanne:** Und ich muss zugeben, wir haben weniger jetzt in Plastik eingepackt als in den USA, aber wesentlich mehr als wir einpacken in Plastik. Okay.

**Dirk:** So viel also als Lebenszeichen. Und wie immer gilt, man kann uns ganz gut erreichen. Post at schlanada.de zum Beispiel, wenn man eine E-Mail benutzen möchte. Und dann gibt es uns auch unter at schlanada at podcast.social auf Mastodon. Und auch ansonsten finden wir uns ganz gut. Also all jene, die irgendwelche Fragen loswerden wollen.

**Susanne:** Also ich kläre das hier mal uns klar, mich in Vertretung, weil eigentlich, der Dirk moderiert all diese Postfächer, habe ich nochmal gesagt.

**Dirk:** Ja, ja, das hast du alles delegiert. Ja, das habe ich alles delegiert.

**Susanne:** Also ich bin hier der

**Dirk:** Community Manager der Frau Primbs.

**Susanne:** Wunderbar, Social Media

**Dirk:** Schickt mir doch die Fragen, die ich der Susanne stellen soll

**Susanne:** Ja, genau

**Dirk:** Ja, ne, feuert einfach mal rüber, falls ihr irgendwelche Fragen habt Das sind ja jetzt erstmal nur unsere Eindrücke und Dinge, die uns aufgefallen sind Und vielleicht mit Fragen können wir ja auch ein bisschen gezielter uns umgucken

**Susanne:** So, Tag 1, dann können wir jetzt abschlafen, bitte

**Dirk:** Passt auf euch auf, bis bald

**Susanne:** Ciao
