Wie reagieren Kanadier wenn ihnen vom eigentlich engsten Verbündeten plötzlich der Wirtschaftskrieg erklärt wird? Sie räumen den Alkohol aus den Regalen…
In dieser Folge geht es aber nicht nur um Politik sondern darum wie wir die Stadt weiter erkunden und nebenher Neues über unsere Wahlheimat lernen.
Transkript
Automatisch transkribiert (Whisper large-v3), ungeprüft.
Dirk: Ja, also sämtliche Lungengeräusche werde ich dann versuchen in der Post rauszuschneiden.
Susanne: Ah, super.
Dirk: Geräusche.
Susanne: Ich, äh, ha, ha, ha, ha. Hallo, Dirk.
Dirk: Hallo, Susanne.
Susanne: Na, wie ist das Wetter so? Erzähl mal.
Dirk: Es ist, äh, äh, frisch.
Susanne: Naja, ich unterscheide ja zwischen der kühlen Kälte und der Frettchen-Kälte.
Dirk: Also die kühle Kälte und die kalte Kälte?
Susanne: Nee, also die kühle Kälte ist so, du gehst nach draußen und es ist frische Luft und angenehm kühl und so ganz klar. Und die Frettchenkälte ist die, wenn du rausgehst und du denkst, ein Frettchen will dir dein Gesicht aufessen.
Dirk: Also im Moment ist es nicht Frettchenkälte?
Susanne: Nee, aber es gibt so ein paar Momente, also hatten wir jetzt ein paar Tage, nicht hintereinander, sondern immer wieder mal, wo du rausgehst. und es ist einfach, da ist ein bisschen Wind und ich glaube, es ist der Wind, der das macht.
Dirk: Ich meine, siehst du, wie kanadisch wir sind? Wir fangen schon praktisch mit der gefühlten Temperatur an, statt den Leuten die auf den Nägeln brennende Frage zu beantworten. Na, wie ist denn du das Wetter? Also es ist bewölkt, aber jetzt gerade, als wir uns ins Wohnzimmer gesetzt haben, kam hier die Sonne raus und hat uns angeschienen. Und es hat minus ein Grad. Hat es minus ein Grad, genau. Und ich finde,
Susanne: es ist okay für Anfang Februar.
Dirk: Ich finde auch. Wir hatten aber jetzt so ein paar Wochen, wo es wirklich kalt war. Also so minus... Immer wieder mal. War immer wieder mal minus zweistellig.
Susanne: Ja, deswegen ist auch Lake Ontario zugefroren. Also jetzt nicht mehr, ist schon wieder aufgetaut. Aber gestern hat es geschneit und das heißt, auf dem noch verbliebenen Eis liegt eine Schneedecke. Sieht echt toll aus.
Dirk: Aber sehr cool. Also Lake Ontario zugefroren ist auch ein bisschen missverständlich. Ist nicht der ganze See zugefroren, nur der Teil von uns bis zu Toronto Island. Aber es sieht halt von unserem Fenster dann aus, als wäre alles zugefroren. Na gut, also Wetter schon mal abgehakt. Wir sind aus einer ganz schlechten Wetterstation für ganz Kanada oder auch nur Ontario oder auch nur die GTA, weil wenn wir jetzt hier ins Auto steigen würden und eine halbe Stunde nördlich fahren würden, wäre da ein Meter Schnee.
Susanne: Ja, da gab es ja, sie nennen das The Wall und da gibt es dann Leute, die mit irgendwie so sprühender Quotes draufgeschrieben haben für unsere südlichen Nachbarn.
Dirk: Mit The Wall meinst du Schneewende?
Susanne: Ja, aber ich meine, das ist doch schön. Es soll ruhig noch eine Weile so bleiben, weil nächstes Wochenende lernen wir, wie man langläuft mit Skiern.
Dirk: Ich stelle mir ja vor, dass im Wesentlichen man dann irgendwie auf diese Skier gestellt wird und dann wird einem gesagt, dass man mit denen hin und her rutschen soll und dann war's das.
Susanne: Genau. Ja, und Anfang März gehen wir ja Hundeschlitten fahren. Freuen wir uns auch drauf. Aber da muss ja noch ein bisschen Schnee liegen. Wäre toll.
Dirk: Gut, haben wir aber noch nicht. Das ist was für die nächste Folge.
Susanne: Ja, ja, es wird dann. Wir haben ja vorher nachgeguckt, wann war unsere letzte Folge und haben festgestellt, ups, Ende November, nachdem wir unser Einjähriges gefeiert haben.
Dirk: Was ist denn seitdem passiert?
Susanne: Ach.
Dirk: Wir haben Gilmore
Susanne: Girls durchgeguckt.
Dirk: Das Gemütliche fürs Herz.
Susanne: Ja, es wurde das Gemütliche fürs Herz, also haben wir die Gilmore Girls durchgeguckt. War toll, war schön.
Dirk: Wir kommen nachher auch nochmal auf Politik zurück, also jetzt wollen wir da erstmal noch nicht eintauchen. Nee, wollen wir nicht spoilern.
Susanne: Aber nochmal zu Gilmore Girls, ich weiß, es polarisiert, weil es polarisiert nur bei den Leuten, die das auf Deutsch geguckt haben. Großer Tipp, guckt es euch auf Englisch an.
Dirk: Dann war ja Weihnachten.
Susanne: Weihnachten. Also, unser Haus hier hat die Order rausgegeben, echte Weihnachtsbäume bitte nein. Ist ja nicht so ein Ding hier in Kanada anyways. Also haben wir uns überlegt, oder ich habe dann zu Dirk gesagt, Mensch, dann gucken wir uns halt mal an, wie so die Plastikalternativen aussehen. Und habe dann tatsächlich einen wie echt aussehenden Weihnachtsbaum gefunden. Den haben wir bestellt. Der kam hier an, einen Tag bevor wir nach Deutschland geflogen sind. Wir kamen zurück und das erste, was der Dirk sagte, nachdem wir die Koffer ausgeräumt hatten, ach, jetzt stellen wir den Weihnachtsbaum auf. Dann hat es tatsächlich noch nicht mal 10 Minuten gedauert, dann stand das Ding da in voller Pracht, beleuchtet Genau, der kommt mit Lampen Mit Bierchen und so schön und ich dachte mir, ha, wirklich schöner Weihnachtsbaum
Dirk: Der stand
Susanne: dann auch, den ganzen Dezember Und der sieht
Dirk: verdammt echt aus, das ist ja das andere, du stellst dir den hin und denkst dir so, das ist aber mal ein schöner Baum
Susanne: Ja, so gleichmäßig und ja, der hat auch nicht genadelt. Toller Weihnachtsbaum, der stand da wirklich lange.
Dirk: Also ich muss sagen, ich bin bekehrt.
Susanne: Ja, vor allem den können wir nächstes Jahr einfach wieder auspacken.
Dirk: Meine Schwester, mit der ich jetzt vor kurzem telefoniert habe, die hat ja dann gefragt, ob wir irgendwie Baumduft dann in der Wohnung verbreitet haben.
Susanne: Also so weit ging es ja nicht, aber es haben ja einige Kollegen gesagt, da gibt es ja dann auch noch so Spray und so und dann dachte ich, ah.
Dirk: So ein Duftbaum, Vanille oder grüner Apfel oder so. Na, wir haben ja dann noch so ein bisschen Deko dann auch in den restlichen Räumen gehabt, also zumindest in der Küche.
Susanne: Und ich hatte endlich mal einen selbstgemachten Adventskranz, weil es gibt ja hier nicht so wirklich Adventskränze.
Dirk: So, dann war Weihnachten. Ja genau, weil ja so schön weihnachtliche Stimmung war, haben wir dann ein typisches Erlebnis auch gehabt, das man in Toronto hat an Weihnachten. und dann nämlich, wir sind zur weltgrößten
Susanne: Santa Claus Parade gegangen.
Dirk: Ja, hier in ganz Kanada werden Santa Claus Parades durchgeführt und wenn man dann im Internet guckt, sieht man halt so Bilder, wo viele Santa Clauses sind oder so. Also das, was man sich halt so vorstellt, wenn man Santa Claus Parade hört.
Susanne: Ja, also ich meine, was stellt ihr euch vor? Ich hatte mir jedenfalls so Glitzer, künstlicher Schnee, Santa Claus.
Dirk: Vielleicht ein Grinch, das wäre doch mal so hier für die Gegend. Elfen.
Susanne: Ja, sowas.
Dirk: Rentiere
Susanne: Was war es stattdessen? Tanzende Sonnenblumen
Dirk: Ja, die Sonnenblumen waren schon echt ein Stretch
Susanne: Erwachsene Männer, die als bunte Kraken verkleidet sind
Dirk: Ja, auch das Ich fand auch die Clowns irgendwie seltsam
Susanne: Ja, also die Clowns fand ich creepy
Dirk: Viele, viele Clowns irgendwie Dann gab es irgendwie Superhelden
Susanne: Ah ja, Superhelden, richtig
Dirk: Dann Kühe
Susanne: Gefleckte Kühe
Dirk: Gefleckte Kühe. Wobei nicht ganz klar war, ob das jetzt nur Kühe oder vielleicht doch Dalmatiner sein sollten.
Susanne: Ja, das war mir auch nicht ganz klar.
Dirk: Ich bleib bei Kuh. Für mich sahen die wie Kuh aus.
Susanne: Ich war jedenfalls ein bisschen verwirrt. Null weihnachtlich. Ich hätte es jetzt eher so unter Faschingsparade abgestampelt.
Dirk: Aber eine langweilige Faschingsparade. Wenn dieser Umzug in Bewegung ist, laufen die so ungefähr eine Stunde. Verkehr komplett blockiert, weil die gehen ja kreuz und quer.
Susanne: Überall sitzen die Erwachsenen oder stehen die Erwachsenen mit ihren Kindern. und die Kinder sind total begeistert und sind auch verkleidet, das ist irgendwie total süß. Das ist der
Dirk: süße Teil davon, genau, das ist auch am Nachmittag und dann war aber nicht annähernd so eine Dichte und so ein Halali, wie ich es jetzt von den durchschnittlichen Faschingsumzugern kenne.
Susanne: Von diesen Wägen, die da mitgefahren sind, kam dann schon mal so Weihnachts-Pop-Musik, so Mariah Carey und so.
Dirk: Ja, was halt irgendwie seltsam ist, wenn da auf dem Wagen Superhelden stehen.
Susanne: Ah, das ist wahrscheinlich alles. Wir sind halt nicht Natives hier, wir verstehen das nicht.
Dirk: Für Einheimische ist das tatsächlich meistens so eine Kindheitserinnerung, dass die als Kinder da hingegangen sind und sich das angeguckt haben und dann wieder heim sind und wahrscheinlich dann halt auch auf dem Heimweg kurz nochmal eine Überdosis heißes Schoko oder irgendwas gekriegt haben. Und entsprechend sind sie alle ganz nostalgisch. Dieses Jahr ist ihnen fast die Kohle ausgegangen und ich glaube sogar Justin Trudeau hat gesagt, dass es Federal-Geld gab, damit die doch stattfinden konnte.
Susanne: Die tanzenden Sonnenblumen haben es für mich echt nicht gemacht. Nee. Dann war Weihnachten, war ganz gemütlich.
Dirk: Und dann war Silvester. Und wie beim letzten Jahr haben auch dieses Jahr die Feierlichkeiten hier See stattgefunden.
Susanne: Ja und zwar packen die halt immer so Boote auf den See und steigt dann das Feuerwerk hoch und das haben die dann so koordiniert, dass sie an verschiedenen Stellen diese Boote haben und halt da das gleiche Feuerwerk synchron sozusagen abgegeben wird. Und diesmal waren die sogar gar nicht mal, war das Boot direkt in Seeweite.
Dirk: Wer war an dem Abend noch im Theater eigentlich?
Susanne: Ach ja, stimmt, wir haben Titanic gesehen.
Dirk: Und Titanic ist die Geschichte der Titanic, erzählt aus der Sicht einer Überlebenden.
Susanne: Einer Passagierin, nämlich Céline Dion. Das sagt eigentlich schon alles, abgesehen davon, dass Céline Dion natürlich nicht auf dem Schiff war. Das ganze Musical irgendwie hat so Anspielungen auf Filme, Bücher, Zeitgeschehen und ist so queer, ganz toll. Also wir haben uns wirklich amüsiert.
Dirk: Nein, die echte Celine ist nicht aufgetreten, aber ein ziemlich gutes Double.
Susanne: Ja, es ist ein ziemlich gutes Double. Und dann sind wir heimgelaufen und dann war irgendwie eine Stunde später schon Feuerwerk. Feuerwerk
Dirk: Ja und während wir hier so da stehen im Wohnzimmer und aufs Feuerwerk warten
Susanne: Schweift er einen Blick rüber zum Hotel und dann sagt er
Dirk: Da treiben es zwei Ja Ja und da war da ein Zimmer, heller leuchtet
Susanne: Hab ich auch noch nicht gesehen
Dirk: The love was in the air Weil die standen am Fenster hinter sich, alles heller leuchtet und es war schon sehr eindeutig, die haben nicht getanzt da Oder halt sehr monoton im Rhythmus
Susanne: Ich meine, was ist falsch daran, das neue Jahr mit Liebe einzuleuten?
Dirk: Das sah auch so aus, als wenn die praktisch exakt so getimt haben, als das Feuerwerk dann losging. Das haben wir genau hingeguckt, ne?
Susanne: Das war dann der Moment, wo die dann kurz danach aufgehört haben. Ja, da fing das Feuerwerk an. Wir haben noch nicht mal runterzählen können, weil wir so abgelenkt waren.
Dirk: Ja, plötzlich war ein neues Jahr, während wir hier Leuten zugesehen haben, wie sie es getrieben haben.
Susanne: Naja, also du tust ja so, als hätten wir denen stundenlang zugeguckt.
Dirk: Ja, stundenlang hat es ja jetzt nicht gedauert.
Susanne: Ja, nee.
Dirk: Wir haben auch nicht das Fernglas geholt oder sowas.
Susanne: Nee, das würden wir nicht tun, sowas. Jedenfalls das Feuerwerk war schön, wie immer.
Dirk: Das Feuerwerk war schön.
Susanne: 15 Minuten.
Dirk: Toronto, City of Love.
Susanne: Ja. Gute Überleitung. Zu was für einem Thema jetzt? Komm.
Dirk: Dann warst du ja erstmal krank.
Susanne: Ach ja, ich bin tatsächlich das erste Mal krank geworden hier in Kanada. Also so richtig, ich hatte eine fette Erkältung. Ja, und dann war ich gerade wieder gesund und bin ich dann nach Austin geflogen, nach Texas. Weil, wo will man denn hinfliegen? Nach Texas.
Dirk: Aber das war Business, das war
Susanne: nicht Pleasure. Ja, und als ich zurückkam, habe ich auf meine Freundin Julia gewartet, die nämlich eine Stunde später landete.
Dirk: und uns hier eine ganze Woche lang besucht hat.
Susanne: Ja, war total schön.
Dirk: Das ist sowieso so super. Ich muss sagen, es ist immer ganz was Besonderes, wenn wir Besuch haben und dann auch hier gemeinsam Toronto erst zum Teil herzeigen können, aber zum Teil dann auch immer einfach Dinge machen können, die wir sowieso gerne mal machen wollen hier.
Susanne: Genau. Und dann hatte ich auch mir freigenommen die Tage und dann war eine Woche lang Erdeckungsreise. Der Donnerstag stand dann unter dem Motto, Julia bewegen und zwar draußen, weil mit dem Jetlag ist ja auch nicht zu spaßen Und da sind wir dann durch Toronto gestachselt Und dann des Square sind wir in die Mall gegangen, die Eden Mall Ich piss mich ja schon die ganze Zeit drumrum Ich war beim Optiker und die haben mir ein Rezept gegeben, damit ich mir endlich mal eine neue Brille machen lassen kann Und da war eben ein Brillenladen, da sag ich, können wir ja mal gucken, weil es ist ja immer besser, wenn man das zu zweit macht und dann sag ich ja, wie lange dauert denn das jetzt? Und dann sagt sie, ach, das können sie in einer Stunde abholen. Ich so, ich hab's erst nicht richtig verstanden. Mein Gehirn hat das wahrscheinlich überhaupt nicht übereinanderlegen können. Und ich so, wie, eine Stunde? Sowas hab ich ja noch nie gehört, dass ich meine Brille in einer Stunde abholen kann. Ja, wir haben dann eine Stunde später meine Brille abgeholt.
Dirk: Oh, die sieht gut aus. Die steht dir wirklich gut.
Susanne: Dankeschön. Danke, danke. Ich war echt geflasht. Dann an dem Freitag hatte ich uns einen kompletten Wellness-Tag gebucht und zwar hier in einem Hammam. Wir haben uns da durchwalken lassen und es war super. Und es ist auch wieder eins von diesen Dingen, von außen sieht es so nichtssagend aus und dann gehst du rein und dann gehst du da in diese Tiefen. Also wie so typische Läden hier. Von außen erkennst du nie, dass du da irgendwo reingehen kannst oder so. und dann, ja.
Dirk: Ja, da haben wir uns ja auch drüber unterhalten. Es ist auch so, wenn man hier Restaurants oder auch so Kaffee oder so sucht, da ist es relativ oft so, dass ich von außen, also bei Empfehlungen, in die wir manchmal reingehen, von außen so mir das angucke und dann, ah, nee, da gehen wir vielleicht doch nicht rein. Und dann gehst du da rein und dann ist es fantastisches Essen. Wenn ich in Deutschland so einen Laden mir angucke, habe ich immer so ein Gefühl davon, ob ich da reingehen würde oder nicht und das stimmt schon meistens. Und hier ist das Gefühl in der Regel falsch.
Susanne: Ja, geht mir auch so. Deswegen, das war auch wieder so eine Überraschung. Abends sind wir in die Roy Thompson Hall gegangen, waren vorher noch in einem unserer Lieblingsrestaurants essen und haben uns Tchaikovsky angeguckt. War auch sehr schön. Samstag sind wir dann alle zusammen, haben wir auch, es war auch eines unserer Firsts, sind wir auf die Fähre gestiegen, um nach Toronto Island rüber zu schippern und sind durchs Eis gefahren.
Dirk: Das ist der Teil, der das First ist.
Susanne: Ja, also das ist voll krass. Das war schon ein bisschen unheimlich, so diese Geräusche, die dann diese Fähre gemacht hat, wenn die auf das Eis getroffen ist.
Dirk: Ja, man muss sich das auch hier vorstellen. Hier frieren, also hier gibt es ja so auf der Waterfront-Seite, gibt es hier so Buchten, in denen im Sommer normalerweise die Watertaxis und irgendwelche Kanus und so gelagert sind. Die sind so das erste, was zufriert. Jetzt ist es in den letzten Wochen aber so gewesen, dass es von uns aus bis zu Toronto Island eine Eisfläche hatte. Und dann gibt es hier ein Feuerwehrboot, was hier alle paar Stunden mal einmal quer der Länge nach durch diese Bucht fährt und einmal von der Fähranlegestelle zur anderen Fähranlegestelle fährt, um da eben so Fahrrinnen offen zu halten. Und da schwimmen dann halt lauter Eisbrocken drin rum. Dann siehst du so jeden von diesen Brocken und denkst dir so, wer ist jetzt eigentlich stabiler, die Fähre oder dieser Brocken?
Susanne: Genau. Ja, das war schon ein interessantes Gefühl. Also nur um das mal sicherzustellen, dass ihr es jeder versteht, man kann da nicht auf dieser Eisfläche stehen. Außerdem in diesen Buchten hier gibt es auch Strömungen und so, also höchstgefährlich, du könntest das überhaupt nicht einschätzen. Ich nehme mal an, wenn es jetzt irgendwie wochenlang minus 20 Grad hätte oder so, wäre das auch stocksteif gefroren, aber so.
Dirk: Toronto Island ist ja nicht nur ein Island, hier gibt es ja mehrere Islands und wenn man in so eine Seitenbucht hier kommt, da sind die Leute dann tatsächlich wohl schon auf dem Eis mit Schlittschuhen unterwegs gewesen.
Susanne: Ich weiß ja noch, wie ich in Schweden war, meine Freundin Ilva besuchen, da in der Nähe von Stockholm und sie dann auch auf den See gezeigt hat und sagt, ja, im Winter, da fahren die Leute hier Schlittschuh drauf und ich so, guck mir das Ding an, wo man auch die andere Seite nicht sehen kann und denke dann, und sag dann zu ihr, wie kalt wird's denn hier? Also hatte ich auch so nie, noch nie gesehen.
Dirk: Und auch an Lake Ontario wird es nicht so kalt wie in Schweden. Ja, nee. Wir sind ja tatsächlich hier in Toronto südlicher, als man so meint.
Susanne: Ja.
Dirk: Das merken wir halt hauptsächlich an den Sonnenstunden.
Susanne: Ja, dann sind wir Samstagabend in die Körnerhall gegangen und haben uns dort Edith Piaf angeschaut. und zwar hat so eine Gruppe, eine französische Gruppe, hat so eine Hommage gemacht an Edith Piaf und hat Edith Piaf Songs gesungen und
Dirk: es war auch wirklich gut inszeniert. Also französische Chansons, kennt man, wenn man jetzt den Namen nicht kennt, kennt man wahrscheinlich Musik von ihr.
Susanne: Okay, also Edith Piaf ist übrigens auch beerdigt in Paris auf dem Père Lachaise.
Dirk: Was mich dazu bringt, so eine Mental Note zu machen, weil wir haben ja auch hier die Toronto Necropolis, da liegen bestimmt auch ein paar Berühmtheiten.
Susanne: Ach, sicher.
Dirk: William Shatner bestimmt oder so.
Susanne: Ja, genau, war auch ein schöner Abend. Und dann am Sonntagmorgen hatten wir wieder eine Verabredung am Billy Bishop, weil wir sind nämlich Hubschrauber fliegen gegangen.
Dirk: Das war cool.
Susanne: Ja, ich hatte das so als Überraschungstour gebucht und ich weiß ja, dass meine Freundin Julia hat so ein bisschen Höhenangst. Aber ich meine, ich weiß nicht, wer schon mal Hubschrauber geflogen ist. Es ist relativ stabil vom Flug her, anders als es bei kleineren Flugzeugen oder so. Die Schrauber sind relativ weich, würde ich mal sagen, im Abheben und auch Landen. Und auch so beim Fliegen sehr stabil.
Dirk: Und was man jetzt mal sagen muss, das ist hier halt so ein Touri-Ding, was man hier machen kann. Also wir sehen diesen Helikopter auch hier immer rumfliegen, das sind dann so zehn Minuten. Die fühlen sich erstaunlich lang an. Also das hätte ich jetzt gar nicht gedacht. Als wir den Heli bestiegen haben, haben wir uns gedacht, 10 Minuten, das würde ja jetzt praktisch sofort rum sein, aber das ist tatsächlich genug, um wirklich einen schönen Eindruck von der Stadt zu haben und nicht das Gefühl, das wird jetzt irgendwie huschi huschi gemacht. Und es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt hier den Großkotz raushängen haben lassen und uns mal einen Helikopter gechartert, sondern die haben dann einen relativ hohen Durchlauf. Kann man auch sehr empfehlen für Besucher hier.
Susanne: Ja, also ich mag das ja von oben dann immer zu sehen, wie wir wie so kleine Ameisen durch die Gegend watscheln. War cool. Ja und dann sind wir am Montag noch auf den Sientower.
Dirk: Bei Nebel?
Susanne: Bei Nebel, ja, also man hat nichts gesehen, aber wir wollten ja eh quatschen und wir haben da Mittag gegessen und zwischendurch ist der Nebel einfach mal aufgerissen und ich habe dann wirklich interessante Fotos machen können. Ich glaube, der war einfach in Wolken, der ist ja irgendwie 500 Meter hoch und man sitzt so auf 300 Höhenmeter. Und danach sind wir noch einkaufen gegangen, weil ich hatte ja eine Aufgabe an dem Montag, nämlich einen Käsekuchen zu backen ohne Quark. Der Dirk hatte nämlich am Dienstag Geburtstag. Wir waren dann im Winners, wir waren in Dollarama, um irgendwie so Zeug zu kaufen und haben dann zum Beispiel auch so Poppers gekauft. Das sind so Konfetti-Popper.
Dirk: Kleine Konfetti-Kanonen.
Susanne: Ja, kleine Konfetti-Kanonen. Und zwar zieht man an einem Ende so ein Gummi-Ding auf und dann lässt man das los und durch diesen Druck eben wird vorne die Hülle abgesprengt und das Konfetti rausbefördert. Gott sei Dank haben wir am Dienstag dann dran gedacht, vorher noch die Kerzen auszupusten. Woran wir nicht dran gedacht hatten, war vielleicht auch Kaffee, Tee, Wasser und den Kuchen wegzuräumen. Es war dann halt alles etwas in Konfetti getaucht, aber hat Spaß gemacht. War also gut gemeint, aber nicht gut durchdacht.
Dirk: Ja, und dann war Julia weg und was während Julia da war, angekommen ist, sind unsere Schecks.
Susanne: Aha, ja, wir haben vom Bundesstaat Ontario, von der Provinz Ontario 200 Dollar Schecks bekommen.
Dirk: Die haben über die Weihnachtszeit verschiedene Dinge gemacht. Also die Bundesregierung hier sozusagen, die hatten auf verschiedenste Artikel die Mehrwertsteuer gesenkt oder zum Teil ganz erlassen. Und Ontario und andere Provinzen haben als so ein Einmal-Goodie den Leuten eben einen Scheck in die Post gelegt. Und plötzlich bekamen wir, jeder von uns, einen Scheck über 200 Dollar. Jetzt ist es natürlich so, fairerweise muss man sagen, wir brauchen diese 200 Dollar jetzt nicht als eine Unterstützung. Es gibt Leute, die wahrscheinlich viel, viel dankbarer dafür sind, dass sie 200 Dollar Unterstützung bekommen. Wir haben jetzt dann beschlossen, dass wir diese 200 Dollar halt direkt als Spende abwerfen werden. In meinem Fall wahrscheinlich an die Toronto Public Library.
Susanne: Das wollte ich ehrlich gesagt auch machen, weil wir haben nämlich inzwischen endlich Library Cards.
Dirk: Olé, olé, olé.
[Atmo]
Dirk: Institutionen, eine sehr geliebte und meiner Meinung nach zu Recht geliebte Institution. Also einmal ist es ein wirklich riesiger Bücherbestand, den die haben. Dann ist es so, dass die Mitgliedschaft für Leute, die hier wohnen, komplett kostenlos ist. Und dann haben die natürlich nicht nur Bücher. Also die machen Kurs, die haben dann so ein Social Program. Also alle Filialen machen halt irgendwie so Dinge für Senioren, für Kinder, für irgendwelche Nachbarschaftssachen.
Susanne: Die haben da auch Computer stehen und die haben Meetingräume, also so gerade kleinere Businesses setzen dann ihre Business-Meetings auch auf und gehen dann dort und buchen sich so einen Meetingraum. Die haben auch Hörbücher, die haben E-Books und das ist jetzt das nächste. Die nächste Anschaffung war dann ein Kobo und auf dem kann man dann eben über die Library auch Bücher lesen.
Dirk: Ja, die 300.000 E-Books, die die zur Auswahl haben und 50.000 Audiobooks, da kann man dann schon mal ordentlich lesen und man darf sich gleich, also zur gleichen Zeit kann man bis zu 20 Bücher ausgeliehen haben bei denen. Und was es auch gibt ist, ich habe ja hier immer so eine App namens Pressreader benutzt, um Zeitungen zu lesen. Also die Pressreader-App gibt einem Zugriff auf Zeitungen im Drucklayout. Diese App kostet eigentlich 40 Dollar im Monat und als Mitglied der Toronto Public Library ist die jetzt for free. also ich spare mir jetzt da auch noch 40 Dollar im Monat, die ich vorher für die Zeitung ausgegeben habe und das sind nur manche Beispiele, die haben auch noch Streamingdienste, also wir können jetzt irgendwelche Serien und Filme uns angucken also es endet gar nicht. Wir sind noch
Susanne: gar nicht richtig eingetaucht da.
Dirk: Ne, die verlosen auch regelmäßig Tickets zu so Sachen wie der Royal Thompson Hall oder als hier die Sonnenfinsternis war, konnten Toronto Public Library Mitglieder kostenlos sich solche Sonnenfinsternisbrillen holen, all so Zeug. Also wirklich der Hammer. Und das ist einfach eine tolle Institution. Und da werden meine 200 Dollar hingehen, jawohl.
Susanne: Ja, meine auch. Meine Schöne an der Toronto Public Library ist auch, dass du halt Bücher bekommst von Autoren, die wir nicht unbedingt in Europa kriegen. Also du hast ja Mordecai Richler wolltest du lesen, hast dann festgestellt, Moment mal, kriegst du es nur auf Französisch. und hier kriegst du halt die englische, um zu erklären, wer das ist. Mordecai Richler ist ein in Québec ansässiger Autor.
Dirk: Ja, ich habe zum Geburtstag unter anderem ein Buch über Kanada geschenkt bekommen, ein Fotobildband über Toronto und ein Quizkartenset mit Klugscheißerwissen rund um Kanada. Daher weiß ich jetzt auch, das wollte ich unbedingt erzählen, Mein Lieblings-Funfact wird auf die vorhersehbare Zukunft auf jeden Fall mal bleiben, dass in den 60er Jahren Charles de Gaulle und der damalige Premierminister von Kanada abgemacht haben, dass der Eiffelturm anlässlich der in Montreal stattfindenden Weltausstellung in Paris abgebaut, über den Ozean geschippert und in Montreal aufgebaut werden soll. Kein Witz. Steht auch in der Wikipedia übrigens so drin. Warum das dann letztlich nicht passiert ist, und das ist mein Lieblings-Fun-Fact daran, weil die Betreiberfirma, die den Eiffelturm betreibt, hat letztlich dann Veto eingelegt aus der Sorge heraus, dass eventuell Frankreich einem Wiederaufstellen des Eiffelturms nicht zustimmen würde. Zu deutsch, nicht nur, dass die dieses Ding abbauen und verschippern wollten, die haben sich dann Sorge gemacht, ob die Pariser das hässliche Ding wieder haben wollen.
Susanne: Ja, das war ja so kontrovers, als das Ding gebaut wurde.
Dirk: Also ich hatte da viel Spaß dran.
Susanne: Also können wir von Glück sagen, dass wir jetzt nur nach Paris fahren müssen, um den Eiffelturm zu sehen. Ich wusste, wenn ich dieses Kanada-Klugscheißer-Wissen in Kartenform auftreibe.
Dirk: Ja, also wenn die Jungs das nächste Mal zu Besuch kommen, können wir dann nochmal hier Trivial Pursuit Kanada Edition rausziehen und mal gucken, wer gewinnt.
Susanne: Haben wir das eigentlich schon mal erzählt, dass die Jungs hatten uns ja ein Trivial Pursuit geschenkt, vorletztes Weihnachten, und zwar eine englische Version und keiner von uns konnte irgendwelche Fragen beantworten.
Dirk: Wir haben die Kinderfragen dann gespielt.
Susanne: Ja, wir haben die Kinderfragen gespielt und konnten die auch nicht beantworten, weil das ist halt einfach, wir sind nicht so aufgewachsen.
Dirk: Ja, eigentlich müsste man sich hinsetzen und müsste sich den Spaß können, immer wieder mal so durch diese Fragen durchzublättern. Und sei es nur für die Sachen, die man lustig findet. Und dann nach und nach einfach mal da so Klugscheißerwissen aufbauen.
Susanne: Ja, sind wir mal ehrlich, die ganzen Sportlernamen kennen wir ja egal von wo. Da könntest du jegliches Trivial Pursuit bei uns vorlegen. Die interessieren mich auch
Dirk: immer an Scheiß. Ich muss sagen, die Sportkategorie ist immer die allerschmerzhafteste.
Susanne: Das ist ja auch immer so. Wer war der Zweite bei den Olympischen Spielen 1894 und hat dort in der Sportart, wer wirft den Diskus am weitesten?
Dirk: Aber ich weiß gar nicht, das Trilogy Superbowl, was wir da haben, ist das jetzt eine kanadische, eine englische, eine US-Version? Ich glaube, das ist eine
Susanne: US-Version. Deswegen wollen wir auch nichts wissen. Wollen wir auch nichts wissen von. Gute Überleitung, also für die Hörer, die schon die Schnauze voll haben, nach knapp drei Wochen Trump-Regierung, sollten jetzt abschalten.
Dirk: Vielleicht kommen wir aber wieder auf was anderes zurück.
Susanne: Ja, wir kommen auch wieder auf was anderes zurück. Ich denke, wir arbeiten uns von Kanada vor, weil hier in Kanada hatten wir ja letztes Mal schon so angedeutet, was da gerade so vor sich geht. Und siehe da, Trudeau, der gute Justin hat gesagt, oh, ich geh.
Dirk: Also genau, hier gab es ja Trubel. Wir hatten ja gesagt, Pierre Poilier könnte der nächste Premier werden. Also sprich, die Konservativen waren hier überall in Führung und die Trudeau-Regierung war unter Druck.
Susanne: Da haben wir allerdings nicht mit dem Faktor X gerechnet.
Dirk: Dem orangen Idioten im Süden?
Susanne: Ja, genau dem. Denn, was seitdem passiert ist, also wie gesagt, Trudeau hat resigniert. Sagt man das?
Dirk: Nein, er ist zurückgetreten. Also Trudeau hat irgendwann, was passiert ist, Trudeau wurde von einer seiner engeren Kabinettsmitglieder sozusagen öffentlich kritisiert, hat er sich aber selber eingebrockt. Der hatte einer seiner Kabinettsmitglieder praktisch gefühlt degradiert. Er hatte ja einen Job angeboten, der nur mal kleiner gewesen wäre als das, was er zu dem Zeitpunkt hatte. Die war Finanzministerin hier und die war dann sauer und hat ihm sozusagen öffentlich in einem öffentlichen Schreiben das Messer zwischen die Rippen gesteckt, kannst du sagen. In einer Zeit, in der Trudeau unter Druck war und dann wurde er im Prinzip von seinen eigenen Parteigenossen gezwungen, mehr oder weniger zu sagen, okay, ich friere jetzt hier alles ein, unser Parlament ist in Pause, ich werde als Premierminister zurücktreten, sobald die liberale Partei eine Alternative als Parteivorsitzenden gefunden hat. Und das ist das, wo wir jetzt gerade drin sind. Das heißt, bei den Liberals suchen sie jetzt gerade nach der nächsten Parteivorsitzenden oder Vorsitzende. Und das Ding ist, wer immer dieses Parteirennen gewinnt, ist sozusagen erstmal automatisch neuer Premierminister hier. Und dann wird es halt Neuwahlen unter Umständen geben. Ja, also wenn dann die
Susanne: Vertrauensfrage ausgesprochen wird von den anderen Parteien und dann würden Neuwahlen passieren. So, so war der Stand. Wie gesagt, die sind immer noch am Suchen oder so, aber die Welt steht ja nicht still. Und wie du schon sagtest, der orangene Kasper im Süden wurde ja dann vereidigt und so. Und seitdem geht's rund.
Dirk: Genau, weil eine der ersten Sachen, die er gesagt hat, war, er wird am Tag 1 eine Executive Order unterschreiben, die auf Kanada und Mexiko Güter 25% Zoll draufschlägt, mal so eben pauschal. Und jetzt muss man hier wissen, Kanada exportiert 70% seiner Güter in die USA. Also es ist halt der wichtigste Handelspartner. Es hängt also wirklich viel von der kanadischen Wirtschaft, von den Beziehungen zur USA ab. Und Trump hat ja als Gründe angegeben, dass Fentanyl und Illegal Immigration an der Grenze und hat er da einen Notstand ausgerufen, was ja wirklich lachhaft ist, weil von Kanada aus gibt es eigentlich kein Problem.
Susanne: Die haben jetzt in drei Wochen 15 Immigranten hier an der Grenze und gebt euch mal kurz das Bild, wie groß die Grenze ist zwischen den USA und Kanada. 15 Immigranten.
Dirk: Gleichzeitig hat ja Trump relativ früh noch bevor Inauguration angefangen Späßle zu machen, ha ha ha ha, mit Kanada als dem 51. Bundesstaat der USA und Kanada, wenn die so abhängig sind von den USA, dann sollte man sie doch einfach angliedern und wäre das nicht toll, wenn die USA praktisch den ganzen nordamerikanischen Kontinent umfassen würde inklusive Kanada und dann hat er
Susanne: Weil wer will denn nicht US-Amerikaner sein, ist doch so super
Dirk: Ja und dann hat er Trudeau immer Governor Trudeau genannt und was ganz interessant war, vor zwei Tagen hatten wir den Moment, dass Trudeau sich hier in Toronto mit Wirtschaftsliedern getroffen hat und das Mikro war noch scharf, während er die Presse schon rausgescheucht hatte und man konnte ihn hören, wie er den verschiedenen Bossen gesagt hat, dass Trump das absolut ernst ist, dass er Kanada eingliedern möchte und zwar mit Hilfe von wirtschaftlichem Druck. Heißt am besten, das ideale Szenario für Trump wäre, Kanada in die Knie zu zwingen mit wirtschaftlichen Druckmitteln und irgendwie anzugliedern dann an die USA, weil Trump an die Ressourcen will. Ans Wasser, an die seltenen Erden, an Suran und den Zugang zum Arktik. Das ist so die Idee und jetzt waren hier sowieso schon alle wegen diesen Zöllen pisst.
Susanne: Ja, man muss ja auch mal wegen den Zöllen noch was sagen. Es gibt ja dieses Abkommen zwischen Mexiko, den USA und Kanada, die Trump damals wieder verhandelt hat als The Art of the Deal oder was. Und im Grunde hat er das jetzt selber gebrochen, seinen eigenen Vertrag. Dann sollten diese Zölle in Kraft treten. und ich muss sagen, die Kanadier sind ja ein höfliches, nettes Völkchen, ja, aber so pisst habe ich die noch nie gesehen. Also gut, ich meine nicht, dass ich viel gesehen hätte von Kanada bis jetzt, aber in dem Jahr. Tatsächlich ist es so, da draußen sind endlose Kampagnen mit, kauft kanadisch, ja, überlegt euch doch mal, wo ihr überhaupt hinfliegt in Urlaub. Vielleicht wollte er ja die USA vermeiden. Dann, als diese Zölle dann tatsächlich eingesetzt werden sollten, haben dann die Provinzen gesagt, ja, wir räumen jetzt mal den US-Alkohol aus den Regalen.
Dirk: Da war dann sozusagen über Nacht plötzlich kein Kentucky Bourbon mehr im Regal oder so oder Jack Daniels. Das wurde alles über Nacht aus den Regalen geräumt. Ich weiß gar nicht, ob es wieder drin steht. Ich nehme an, die haben das vielleicht auch nicht wieder aus dem Lager rausgeholt.
Susanne: Nee, also ich muss auch sagen, keiner der Kanadier hier findet es in irgendeiner Form witzig. Ja, die sind alle über die Maße hinaus Pest. Und was man halt nicht unterschätzen darf, ist auch Kleinvieh macht Mist. Ich glaube, 60 Prozent der Staaten, der Bundesstaaten in den USA exportiert auch eine ganze Menge nach Kanada. Auch die Kanadier, die dann regelmäßig nach Florida in Urlaub fliegen oder in irgendein anderes südlichen US-Bundesstaat.
Dirk: Ja, also ich habe auch selten Kanadier so pisst gesehen. Und es ist auch interessant, wie einig sich plötzlich auch Politiker hier sind. Schon während der Vorbereitung auf diese Zölle, die wirklich, das muss man wirklich mal so sagen, das ist nichts anderes als eine Wirtschaftskriegserklärung. und das würde hier tausende von Jobs kosten, praktisch direkt. Also ab dem Moment, wo hier diese Zölle gelten, wäre Kanada in der Rezession. Nachdem jetzt Trump Zoll angekündigt und gleich wieder pausiert hat, war dann zwar so ein Aufatmen hier zu spüren, es hat aber nichts daran geändert, dass sich hier jetzt gerade alle darauf einstellen, dass entweder Trump alle monatelang mit irgendwas anderem um die Ecke biegt als Forderung oder dass diese Zölle halt jetzt dann doch irgendwie gelten. Und das riecht schwer. Die rotten sich alle zusammen. Die rotten sich alle zusammen.
Susanne: Und deswegen ist es auch völlig egal, ob du konservativ oder liberal unterwegs bist, es spielt plötzlich einfach überhaupt gar keine Rolle mehr. Also die kloppen sich auch nicht mehr im Parlament. Ja, die haben andere Probleme.
Dirk: Das war auch ganz interessant, der Polievre, der hat bis vor kurzem so geklungen wie der Merz und die AfD so ein bisschen, nicht ganz so extrem wie die AfD natürlich, aber so der Ton, genau, unser Gesundheitssystem ist im Arsch, unser Bildungssystem ist im Arsch, wir haben zu hohe Steuern auf alles, der Mittelstand muss gefördert werden, klingt das irgendwie vertraut? Ja, ja, klingt super vertraut. Öffentlicher Nahverkehr ist zerbröckelt. Was ja auch ein Witz ist.
Susanne: Also ich muss das jetzt einmal loswerden für die Leute, die da draußen zuhören. Ehrlich, wenn man mal von außen auf Deutschland guckt, ich weiß nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommt, dass irgendwas bröckelt. Also das ist so lächerlich und das ist einfach nur pure Polemik. und die Leute, die fressen das halt und gucken sich um und denken, ja, alles geht vor die Hunde. Das ist so Müll.
Dirk: Polievre und die Konservativen, die hatten jetzt die letzten zwei Jahre das Spiel mit dem Ärger vollständig unter Kontrolle. Und die wären jetzt auf der Welle des Ärgers an die Macht gekommen. Jetzt müssen sie aber praktisch wegen Trump umschalten auf, wir managen jetzt die Angst. Wir stehen an eurer Seite. Wir werden euch nicht hängen lassen. Wir kommen da durch. Hier sind Maßnahmen. Und es ist wirklich spannend, diese ganzen konservativen Leader sich jetzt anzugucken, wie die jetzt plötzlich ganz andere Statements in Kameras machen. Und ja, die sind alle sich sehr, sehr einig in den wichtigen Punkten. Also wer jetzt dann letztlich gewinnen wird, sei mal dahingestellt. Aber ich glaube, es wird jetzt mal von dem, wie die nächsten Monate aussehen, wird es gar nicht so viel Unterschied geben, ob es jetzt weiter eine liberale oder eine konservative Regierung gewesen wäre. Und hier unser Söder, also Doug Ford, der hat einmal gleich dann Neuwahlen angekündigt und der ist sowieso hier im Moment, fällt ja dadurch auf, der war ja mal jemand, der mit Trump eigentlich sympathisiert hat. Der fällt jetzt durch die kernigsten Forderungen und Ansagen auf, der möchte New York den Strom abdrehen.
Susanne: Genau, der war ja auch der Erste, der gesagt hat, wir räumen das alles raus, US-Alkohol, ich hab die Faxen dicke. und der kommt halt dadurch rüber auch als wieder so ein Macher, wie damals der Söder bei der Covid-Pandemie.
Dirk: Ja und der ist jetzt eben dann extra frühzeitig im Wahlkampf, der hat jetzt sechs Wochen und dann ist dann hier in Ontario Wahl und es sieht so aus, als wenn er dann erstmal wirklich ein sehr solides Mandat haben wird und die Liberalen, die werden halt dann so im September oder vielleicht auch Mitte des Jahres, wenn sie dann...
Susanne: Schauen wir halt mal. Jedenfalls einiges Kanada, die Provinzen untereinander mit den Territories sind halt immer noch am Arbeiten daran, was sie jetzt alles machen. Die sind sich grundsätzlich auch einig und fahren eine Linie, das finde ich auch sehr schön. Die haben nämlich zum Beispiel, klingt eigentlich für einen Europäer ganz interessant, was sie jetzt besprechen ist, wie sie die innerkanadischen Zölle abschaffen. Ja, das was wir in Europa ja eigentlich schon
Dirk: Bei Zölle sind es anscheinend gar nicht, die haben alle möglichen Regulierungen, die halt Handel schwer machen Ja, klar Ja, und die wollen sie gerade vereinheitlichen
Susanne: Und ja, also solche Sachen passieren gerade hier in Kanada Also man kann jetzt im Moment nicht sagen, dass es nur schlecht ist Ja, mit Trump im Amt, was jetzt Kanada angeht Das bewirkt natürlich jetzt auch eine ganze riesige Welle an Einigkeit und ja, die Kanadier sind pisst.
Dirk: Ja, die würden jetzt auch viel lieber mehr mit Europa und mit Asien handeln.
Susanne: Ja, deswegen ist ja Justin dieses Wochenende auch nach Europa geflogen.
Dirk: Ja.
Susanne: Weil nämlich Europa wird ja das nächste sein, wo es herunterregnet.
Dirk: Ich glaube, da gibt es auch wirklich das Potenzial, wenn sich da jetzt irgendwann andere Koalitionen sozusagen formen auf der Welt. Dieses Spiel, das Trump da spielt, geht immer davon aus, dass die Spielregeln gleich bleiben. Aber es geht ja jetzt alles in Bewegung. Es rutscht ja jetzt alles. Und da wird es jetzt dann noch holprig werden, das Rest vom Jahr. Es hat uns auch mal zwischenzeitlich echt Angst gemacht, muss man sagen. Also wenn man dann irgendwann mal hört von Justin Trudeau, dass Trump es absolut ernst meint mit der Idee, Kanada zu annektieren. Da hast du halt sofort so Putin-Ukraine-Bilder vor Augen, wobei das eine ganz andere Dimension hier hätte. Das kannst du gar nicht vergleichen.
Susanne: Ja, also ich meine, wenn Trump sein Militär hier rüberschicken würde, ist Kanada da nichts dagegen zu stellen. Hängt einfach nur
Dirk: unsere weiße Flagge raus.
Susanne: Ja, aber das hat er ja auch gesagt, dass er das nicht will. Also jedenfalls hat er das noch gesagt.
Dirk: Da hat er im Moment immer noch viel mehr zu verlieren, als zu gewinnen.
Susanne: Ja, Kanada, wie du sagtest gestern, ist einer der G7-Staaten. Weiß nicht, was das jetzt nützen will, weil guck dir die Ukraine an, die ist jetzt kein G7-Staat, aber trotzdem, ja, die machen jetzt seit drei Jahren Krieg.
Dirk: Ja, Kanada ist um einiges reicher als die Ukraine, Kanada ist um einiges vernetzter, ist im Commonwealth, ist in der G7, ist in der NATO. Ich glaube, das ist schon nochmal so ein Zwirnball, der schwer auseinander zu knäueln ist. Und was ich halt schon immer wieder mal feststelle ist, wir tun ja alle immer so, als wenn Trump so irre und unberechenbar und chaotisch ist, Aber eigentlich macht der Mann, seit der zum ersten Mal in den Wahlkampf gegangen ist, hat der jedes Mal versucht, genau das zu tun, was er gesagt hat. Egal wie dumm es war, aber er hat exakt das versucht zu tun, was er gesagt hat. Ich weiß gar nicht, warum wir den alle für so unberechenbar halten, weil wir wissen, er ist ein Narzisst, wir wissen, der lügt die ganze Zeit, wenn er irgendwie Fakten versucht wiederzugeben. Wahrscheinlich zur Hälfte hat er es nicht ganz verstanden, zur anderen Hälfte sagt es halt, wie es halt gerade für ihn passt. Aber dann, immer wenn er sagt, er will irgendwas tun, versucht er es. Er scheitert da manchmal dran, aber er versucht es immer. Und er sagt nun mal ganz eindeutig, der will Zölle auf alles erheben. Er sagt ganz eindeutig, er will Grönland, Panama und Kanada haben. Er hat schon immer gesagt, er findet eigentlich den Gazastreifen, könnte mal leer räumen. Jetzt ist es jetzt in den Nachrichten, aber es ist jetzt keine neue Forderung von ihm in dem Sinne.
Susanne: Ne, wo ich halt immer überrascht bin ist, dass es anscheinend Leute überrascht,
Dirk: weil,
Susanne: ja, to your point, ja, und ich finde als so ein Staatsoberhaupt sollte dich sowas überhaupt nicht überraschen
Dirk: Währenddessen gucken wir uns ja von hier aus den deutschen Wahlkampf an, vielleicht um mal auf ein anderes Thema zu schwenken
Susanne: Ja, großartig
Dirk: Irrsinn 1 zu Irrsinn 2
Susanne: Ja, Irrsinn. Ich meine, was haben wir festgestellt? Unsere Core-Familie ist ja wohl total linksversifft.
Dirk: Ja, ja. Ich bin stolz
Susanne: auf meine Kinder.
Dirk: Wir out-siffen uns alle gegenseitig. Wir haben alle den Wahl-O-Mat mal gemacht und es ist schon eine sehr eindeutige Verteilung da.
Susanne: Ja, wir warten auf unsere Wahlunterlagen, damit wir dann auch wählen können. Ich bin immer wieder nur erstaunt, erstaunt ist vielleicht das falsche Wort, es macht mich immer so ein bisschen nervös, wie dieses Polarisieren und dieses gleiche Playbook, was auch Trump spielt, auch in anderen Staaten funktioniert. Einfach mal erklären, der Staat ist am Ende, alles zerbricht.
Dirk: Ja, dieser Emergency, der die ganze Zeit ausgerufen wird. Wir albern eigentlich. Im Moment gerade das reichste Land der Erde ruft gerade Notstände aus an der Grenze und Wirtschaft und Energienotstand. Und wenn man so jemandem wie Merz zuhört, hast du ja den Eindruck, dass die Deutschland auch in diese Schublade reden. Das ist das drittreichste Land der Erde. Und wenn man denen da zuhört und denkst du dir so, hallo, geht bei euch noch irgendwie alles?
Susanne: Ich habe da so dystopische Bilder vor Augen von Städten, die von Pflanzen wieder erobert werden.
Dirk: Ja, brennende Mülltonnen.
Susanne: Ja, und ich meine, entschuldige mal, da ist Deutschland weit davon entfernt. Ich sage ja nicht, dass alles toll ist, ja. Es ist nur, ich finde halt, der Weg zum dystopischen Deutschland ist am Ende, ist halt noch echt weit. Also da gibt es nur einige Stufen dazwischen und deswegen AfD zu wählen, die ja auch aus der, wie war das, die wollen die D-Mark wieder zurück, jedenfalls den Euro nicht mehr. Sind die denn bescheuert? Haben die nicht verstanden, wie viel Macht der Euro inzwischen hat? Ja, also das ist doch bekloppt.
Dirk: Ja, fairerweise, die CDU will das ja nicht. Was ich aber wirklich sagen muss, und es ist deprimierend, dass ich das sagen muss, dass der Merz irgendwann im Bundestag Stimmen der AfD in Kauf nimmt, um irgendwas voranzutreiben, das war jetzt keine Überraschung.
Susanne: Nee, das sag ich ja schon die ganze Zeit.
Dirk: Das ist sehr deprimierend, aber es war keine Überraschung. Und man könnte jetzt auch zynisch sagen, da ist jetzt ein weiteres Tabu gebrochen worden. Weil das nächste Mal weniger aufstand.
Susanne: Ich glaube eher, das war so ein Versuchsballon. Weil ich sag ja schon seit zwei Jahren, nächste Bundestagswahl, da gewinnt dann die CDU. Das ist ja immer vorauszusehen. Und die werden dann bis dahin das Salon fähig gemacht haben, dass man mit der AfD koalieren kann. Das war so mein Horrorszenario und ich glaube, das war so eine Art Testballon. Da gab es Gott sei Dank eine Menge Gegenwind, aber die versuchen das doch schon seit Jahren, auch mit Aussagen, die die machen, die dann wie die AfD klingen.
Dirk: Ja, also das ist wirklich eklig, muss man wirklich sagen. Vielleicht ein Versuchsballon, vielleicht auch bei der Gelegenheit, hat man jetzt halt auch einfach schon mal vorgelegt. Das nächste Mal wird die Aufregung schon wieder kleiner sein. Das ist der eklige Teil da dran. Sich vor Augen zu führen, dass 50% der Deutschen es irgendwie in Kauf nehmen würden laut aktuellen Umfragen, wenn die AfD bei irgendwelchen Sachen auch mal mit abstimmt. und fast 30% der Deutschen der Meinung sind, was die AfD so von sich gibt, ist doch gar nicht so blöd. Das ist das eigentlich Problematische, weil du wirst ja irgendwann sagen, jetzt bei der Bundestagswahl, also die CDU wird stärkste Kraft sein, nehme ich mal an. Und ich glaube nicht, dass die mit der AfD koalieren wird, wenn sie eine Option haben. Das wird also entweder eine GroKo oder es wird schwarz-grün werden, das ist so meine Vermutung. Aber die Tatsache allein, dass sie sich koalitionsfähig mit der AfD machen und dass die Bevölkerung in Deutschland das irgendwie okay findet, finde ich eklig. Und da sind diese Hunderttausenden, die auf der Straße sind, das ist super, dass es das gibt. Aber ich frage mich auch manchmal, ist das nicht eigentlich eine Art zusätzliche Werbesendung für die AfD und die CDU? Weil die, die da auf die Straße gehen, die hätten doch sowieso im Leben nicht die AfD gewählt.
Susanne: Aber guck mal, stell dir mal vor, die würden nicht auf die Straße gehen. Das stimmt natürlich, ja.
[Atmo]
Susanne: Das ist schon irgendwie eklig. Das ist eklig. Und da fehlt mir, dass mir jemand auf die Straße geht. Was ist denn dann richtig?
Dirk: Ich sage nichts gegen diese Demonstrationen, die sind tatsächlich sehr beruhigend.
Susanne: Ich verstehe das auch, wie du das meinst. Ich denke halt auch, so wie wir uns das jetzt hier in den USA angucken können, von der Sichtweise aus, wie wir das in Deutschland sehen, das ist halt schon eine große Rolle, die auch die Medien spielen. und wie die Sachen darstellen oder was sie genau berichten und so. Und das ist halt dann manchmal schwierig.
Dirk: Ich habe letztens Bosettis Woche gehört. Sarah Bosetti ist so eine, also diejenigen, die sie nicht kennen, die kommt so aus der Berliner Lesebühnenszene so ein Stück weit. Sie macht politische Comedy und Kommentare, würde ich mal sagen.
Susanne: Smarte Frau.
Dirk: Wirklich tolle, smarte Frau. und deren, die macht alle zwei Wochen oder so, ist Bosettis Woche, wo sie ein Gespräch mit dem Mann führt. Was ich jedenfalls ganz interessant fand war, die haben sich darüber unterhalten, wie seltsam das ja eigentlich ist, dass wenn jetzt zum Beispiel sowas wie diese Messerstecherei in Aschaffenburg ist, dass wir uns immer sofort auf diese Tatsache stürzen, dass es jemand mit Migrationshintergrund war. Es ist 27 mal wahrscheinlicher, dass so eine Messerstecherei in den Zeitungen groß ist und im Fernsehen groß ist, wenn die Person, die es gemacht hat, einen Migrationshintergrund hat. 27 mal wahrscheinlicher. Das heißt also, es gibt diverse Messerstechereien, die nie auch nur auf Seite 5 in der Zeitung stehen oder so, die einfach nicht erwähnt werden. Aber sobald da Ausländer irgendwie mit reingerührt ist, ist es ganz oben. Und sie hat dann gesagt, das finde ich halt auch so gut, man könnte ja eigentlich mal sagen, warum sind das eigentlich immer Männer? Und jetzt nicht, weil Männer irgendwie automatisch evil sind und man dann die Männer ausweisen müsste, sondern man könnte ja auch mal darüber reden, welche Faktoren in unserer Gesellschaft führen eigentlich dazu, dass sich gerade besonders die Männer so unter Druck gesetzt fühlen, dass die so eskalieren. Es sind ja auch alle Straftaten sind von Männern dominiert. Es ist ja egal, ob jetzt weiße Deutsche oder irgendwelche Flüchtlinge. Es sind immer die Männer, die irgendwie vollkommen am Rad zu drehen scheinen und statt als Gesellschaft mal eine Diskussion zu führen, wie man da vielleicht helfen kann oder welche Strukturen wir geschaffen haben, die da ungesund sind oder unter denen auch die männliche Bevölkerung leidet, was ja sich dann so debamigt, statt die Diskussion zu führen, wählen wir uns ja eine ganz andere Perspektive an. Und die Parteien springen da drauf, weil sie wissen, es ist ein Thema, das die Bevölkerung aufkratzt, die Medien springen drauf, weil eh schon alle irgendwie aufgekratzt sind und dann wird es zu so einem selbstverstärkenden System. Und irgendwann am Ende deportieren wir dann Immigranten oder was?
Susanne: Ja, aber da hat ja auch die USA eine ganz tolle Antwort drauf. Wir machen jetzt einfach wieder die Warrior-Culture im Military. Ja, da kann man sich auch als Mann wieder groß fühlen. Als weißer Mann, weil der Rest wird ja jetzt...
Dirk: Wir machen ja so, ja, merit-based, weißt du, das ist das, was wir uns jetzt vorstellen wieder.
Susanne: Genau. Ist ja alles nur,
Dirk: Arbeit muss sich wieder lohnen.
Susanne: Und deswegen sind diese ganzen mit Silberlöffel im Mund geborenen Milliardäre im Parlament, das verstehe ich schon. Ja. Ne, also wie ihr hören könnt, wir sind, es sind drei große Emotionen, die uns im Moment gerade bewegen. Liegen, zum Teil Traurigkeit. Ich formuliere es wirklich als Traurigkeit, weil wir haben auch viele Freunde in den USA. Wir haben die USA viel bereist. Und ich sage euch, ich will keinen Fuß in dieses Land setzen. Und das war wahrscheinlich jetzt auch erst mal vorerst das letzte Mal.
Dirk: Ja, das liegt jetzt nicht an den Leuten.
Susanne: Das liegt nicht an den Leuten. Das mag auch
Dirk: übrigens sein, dass wir trotz allem wegen Job oder so hin und wieder nochmal rüberkommen, aber wir werden es versuchen einzugrenzen.
Susanne: Ja, ich kaufe auch keine amerikanischen Produkte. Ich versuche das zu vermeiden, wo es nur geht. Also ich bin da jetzt auch so ein bisschen pissig und das führt mich zum zweiten Gefühl. Ich bin echt sauer, weil dieses Mal, ich meine, es war ja schon klar, man konnte sehen, beim letzten Mal hat folgende Dinge gesagt, hat die auch gemacht. Und dieses Mal sind sie mit offenem Auge, haben sie dieses Arschloch gewählt.
Dirk: In verurteilten Straftäter, der nun mal nachweislich Rassist und Sexist ist, der auf seinem Campaign-Trail Dinge gesagt hat, für die er eigentlich sich sofort als Staatschef disqualifiziert hat.
Susanne: Aber vielleicht haben sie ihn ja deswegen gewählt.
Dirk: Zum Teil, vermutlich.
Susanne: Vermutlich, ja.
Dirk: Er sagt halt, wie es ist.
Susanne: Jedenfalls zweites Gefühl und das dritte ist einfach mal
Dirk: Ekel
Susanne: Ekel Also ich habe Kollegen, die sind auch eher so aus dem Queer-Bereich Die haben jetzt einfach mal Angst Weil drüben in den USA registrierst du dich ja auch Zum Beispiel wenn du jetzt bei einer Firma arbeitest, musstest du Wenn du in den USA wohnst, musst du Race Ethnicity angeben Und du musstest auch Präferenzen angeben. Das musste nämlich als Report ans Government geschickt werden. Wegen der Balance von Minderheiten und so weiter. Das heißt, die Daten sind da. Das heißt, jeder weiß, was du bist. Ob du jetzt homosexuell bist oder ein Cis-Mann oder keine Ahnung. Und auch, ob du Hispano bist oder dich als Caucasian White identifizierst oder oder oder. Das ist da drüben registriert. Ich habe mir das immer angeguckt und dachte, weil als Deutsche, ja, Race Ethnicity, da reden wir nicht drüber, das registrieren wir nicht, das gibt sich, ist auch als Europäer völlig bescheuert, ehrlich gesagt. Aber ja, und die haben jetzt einfach Angst. Ja, und ich fühle mit denen, ja.
Dirk: Ja, ich fühle mich auch mit den Leuten, die jetzt Angst haben, auf die Straße zu gehen. Du weißt ja auch zum Teil noch nicht mal, selbst wenn du jetzt hier einen gesicherten Status da drüben hast, also wenn du eine Arbeitsgenehmigung, H1B-Visa oder so, wir haben zum Teil Kollegen gesagt, sie fragen sich im Moment gerade, ob sie das Risiko einer Auslandsreise in Kauf nehmen können, weil es könnte ja sein, dass in der Woche, in der sie nicht im Land sind, plötzlich ihnen die Wiedereinreise verwehrt wird. Weil irgendeine Änderung per Stiftstrich ergangen ist, die jetzt gerade ihr Visum ausgesetzt hat oder so Quatsch. Das heißt, die Freiheit der Leute ist jetzt schon jetzt dramatisch eingeschränkt.
Susanne: Ich habe von anderen Kollegen gehört, dass in ihrem Bereich da Native Americans festgenommen wurden, weil die halt so aussahen wie Hispanios.
Dirk: Das ist bestimmt alles nicht rassistisch motiviert.
Susanne: Nee, garantiert nicht. Ja, es ist traurig. Also traurig, ekelig und boah, macht uns das sauer. Das ist halt einfach gegen alle unsere Werte, die wir jetzt so vertreten und leben wollen auch.
Dirk: Und drum, wählt anständig, Leute.
Susanne: Ja, also ich meine, wir sind demokratisch, ja, wählt, aber bitte nicht die AfD und nicht die CDU.
Dirk: Genau, hier mal eine Wahlempfehlung. Ich würde vielleicht auch nicht Bündnisar-Wagenkecht wählen. Ach, oh Gott. So langsam können die Leute sich vorstellen, was wir womöglich in die engere Wahl nehmen bei unserer Wahlentscheidung. Wir haben ja festgestellt, die Tierschutzpartei renkt sehr hoch in unseren Wahl-O-Mat-Ergebnissen.
Susanne: Ja, wir sind halt flauschig, weißt du. Ja, aber ich muss auch sagen, der Wahl-O-Mat ist schon eine coole Einrichtung.
Dirk: Ich finde auch. Es bleibt spannend jedenfalls. Und jetzt hatten wir unseren Politik-Blog. Wir haben ja gesagt, wir lenken wieder auf was anderes, was politikfrei ist. Und was ist politikfreier als Essen? Einmal haben wir ja die Tradition, dass wir bei jeder Folge uns darüber aufregen, dass die Kanadier nicht wissen, was für Milchprodukte man produzieren kann. Und dabei kann ich jetzt berichten, ich weiß jetzt, wo man ordentliche Butter hierher kriegt.
Susanne: Ja, wir haben uns halt immer gewundert, Mensch, die Butter hier, die ist so bockelhart, die kannst du, also schon die abzumachen und dann versuchen aufs Brot zu streichen.
Dirk: Nicht gedacht zum Streichen, ganz ehrlich nicht.
Susanne: Nee, echt nicht.
Dirk: Und dann ist die oft auch noch salzig.
Susanne: Ja, wenn man halt nicht aufpasst, darüber haben wir uns ja auch schon ausgelassen. Ja, aber nein, dann kam uns die Erleuchtung. Tada!
Dirk: Und die Erleuchtung kam von den Gilmore Girls.
Susanne: Ja.
Dirk: weil es gibt eine Folge in den Gimmer Girls, wo Richard, also der Großvater in der Serie und Richard, muss man wissen, ist reich, also ist ein sehr reicher Haushalt und Richard erzählt, dass sie sich Irish Butter haben kommen lassen und das muss man probieren, Irish Butter wäre fantastisch die Europäer wissen einfach, wie man Butter macht und dann hat es bei mir so im Kopf, ging so eine Glühbirne an ja, bei mir auch, ich dachte, Moment mal Moment mal, europäische Butter, ja, dann habe ich halt gesucht und dann stellt sich raus, dann stellt sich raus, Europäer machen andere Butter. Und zwar benutzen Europäer andere Kulturen einen höheren Fettanteil und unsere Butter wird länger gerührt. So. Und wenn man das weiß und dann durchs Regal im Supermarkt geht und nach French oder Irish Butter sucht oder European Style Butter, von denen es dann in, keine Ahnung, 50 verschiedenen Sorten Butter gibt, Gibt's dann irgendwo so im Eck, gibt's so eine Packung, die French oder European Style ist.
Susanne: Die gibt's natürlich auch wieder gesalzen oder ungesalzen.
Dirk: Ja genau, so ist es. Aber wir haben jetzt ordentliche Butter.
Susanne: Und die kann man auch aufs Brot streichen. Und so kam es, dass ich vor zwei Wochen oder so mein erstes echtes deutsches Frühstück hatte nach über einem Jahr hier wohnen. Also mit einem Brot, wo ich eine anständige Butter drauf geschmiert habe und dann tatsächlich auch darauf Marmelade essen konnte, weil sie nicht gesalzen war Toll
Dirk: Das ist fantastisch Das war wirklich toll Das sind die kleinen Dinge im Leben
Susanne: Das sind die mini Dinge Aber ich habe dann auch immer so ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich dann denke, oh mein Gott, sind wir arrogant Aber es sind halt diese Sachen, hätte ich nie gedacht, dass wir Sachen so groß vermissen oder so habe ich mir nie Gedanken vorher gemacht und dann so ein Stückchen Heimat sich aufs Brot zu spielen, ist schon irgendwie toll.
Dirk: Und das muss man halt auch wirklich, der Aha-Moment, der da zugehört ist und das ist das, wo Kanada sich eben unterscheidet, was machen denn die hier mit der Butter? Die nehmen natürlich die Butter einmal zum Kochen, schneiden so ein Stück, da gibt es extra hier so gestiftelte Butter, also die praktisch schon fertig in bestimmte Maße. Ja, 125 Gramm sind es. Das ist ein halbes Cup, glaube ich, oder so. Weiß ich nicht mehr. Gibt jedenfalls schon fertig abgepackte Stücke, die man einfach nur noch so in sein Rezept reinhauen kann. Dann produzieren die auch manchmal so Butterkugeln wie so Eiskugeln. Die haben so Löffel, mit denen sie die dann abdrehen und dann packen die das zum Beispiel auf heißen Maiskolben oder auf Popcorn oder auf eine heiße Breze.
[Atmo]
Dirk: ist. Creamcheese streichen sie natürlich. Ja. Jedenfalls Sieg.
Susanne: Sieg. Ne Butter. Die kleinen Dinge des Lebens. Was wir dann auch gemacht haben, was der Dirk gefunden hat für mich, also für diejenigen, die es nicht wissen, ich hab mal in Belgien gelebt und was wir dort als Familie kennengelernt haben, war das Gourmet. Und zwar so ähnlich wie Raclette. Also du hast ein Fännchen, das Fännchen ist aber größer als das von Raclette, sondern wie so ein Ein rundes Pfännchen halt.
Dirk: Sieht eigentlich aus wie ein Pfännchen, das zu heiß gewaschen wurde.
Susanne: Wie eine Pfanne, die zu heiß gewaschen wurde. Genau. Und die Hitze kommt von unten, also du hast dann wie beim Fondue unten so eine Flamme pro Pfännchen. Und steht dann halt auf so einem Stöfchen und immer zwei Pfannen auf einem Stöfchen. Und dann schnippelst du dich dumm und dappig mit irgendwelchem Gemüsezeug und Fleisch oder was du auch immer haben willst. und stellst es auf den Tisch und jeder kann dann so in seinem Pfännchen sein Zeug kochen. Das ist super, weil man nämlich da verschiedenste Sachen ausprobieren kann. Und das kenne ich eben aus Belgien. Das ist anscheinend auch so ein niederländisches Ding. Hatte das auch jahrelang daheim. Meinen 30-jährigen Geburtstag haben wir so gefeiert, damals in einer großen Gruppe mit Gourmet. Und ja, und Dirk hat wieder Pfännchen aufgetrieben.
Dirk: Genau, wir haben die Dinger irgendwann abgestoßen, weil die eigentlich schon wirklich in die einzelnen Bestandteile zerfallen sind irgendwann und dann hatten wir die weg und ich habe versucht, in Deutschland noch neues Gourmet zu erwerben und ich konnte die nirgends finden.
Susanne: Ja, die gab es mal früher auf Ebay, die gibt es aber nicht mehr.
Dirk: Ja und dann hier habe ich aus so einem Impuls raus mal nach so Zeug gesucht und habe dann hier in Kanada einen Dutch Cooking Shop gefunden, der alle möglichen holländischen auch Zutaten und Zeug, was halt irgendwie typisch holländisch ist, als Spezialität verkauft und da war dann eben Gourmet drin. Und jetzt haben wir wieder Gourmet.
Susanne: Und das haben wir dann auch letzte Woche Sonntagabend mit einer Freundin und mit Julia, die da war, gemacht. War toll.
Dirk: Und da haben
Susanne: wir dann auch die kanadische Butter verbraucht. Deswegen fielen wir das jetzt rein.
Dirk: Zum Kochen kann man die super verwenden. Das ist ja dann auch schon gesagt, das ist praktisch.
Susanne: Und das Schöne am Gourmet ist ja, du machst ja grundsätzlich dann so viele Schüsselchen mit Zeug und das nimmst du halt einmal für die nächsten Tage zum Kochen noch her. Reste essen. Sehr praktisch.
Dirk: Ja, und jetzt versuche ich gerade noch hinzukriegen. Das war unser vorletztes Thema auf der Liste.
Susanne: Oh oh.
Dirk: Das letzte Thema ist der Zahnarzt.
Susanne: Oh scheiße. Den hätten wir früher einmachen können. Also ich meine, ich habe ja kein Problem mit dem Zahnarzt. Ja, ich weiß gar nicht, wie das gekommen ist. Du bist zum Zahnarzt gegangen.
Dirk: Ja, ich hatte Zahnschmerzen.
Susanne: und hast es mal für mich vorprobiert und kamst dann zurück und hast gesagt, voll krass, was sie hier machen. Das war dasselbe
Dirk: und zwar, wir haben ja schon mal erzählt von der Walking-Klinik, in die wir gegangen sind, als ich Fieber hatte und da ist praktisch neben, also in demselben Komplex ist eine Zahnarztpraxis, ist so eine Physiotherapie, ist eine Apotheke und da bin ich halt hingegangen mit meinen Zähnen und habe mich dort dann mal untersuchen lassen.
Susanne: Wäre auch schlecht, wenn deine Zähne ohne dich gegangen wären. Ja, sorry, aber...
Dirk: Wenn ich sie nicht mitgebracht hätte. Das war jetzt ein No-Level-Doc. Dem Kurs habe ich beim Zahnarzt jedes Mal. Ich stehe dann da und sage, ah, ich habe meine Zähne vergessen. Ich gehe mal wieder. Bedummt.
Susanne: Ja, okay, also. Dann habe ich gedacht, ah ja, ich müsste eigentlich auch mal wieder, weil es ist ja jetzt auch schon wieder ein Jahr her. Die machen ein komplettes Röntgenbild. Das ist das Gleiche, wie ich es in Deutschland auch kenne. Dann machen die nochmal bei speziellen Sektionen an den Zähnen, machen die auch nochmal ganz detaillierte Röntgenbilder und dann scannen die die Zähne, sodass du auch wirklich dir in 3D dein Gebiss angucken kannst. Großartig. Und dann
Dirk: fotografieren sie die Zähne. Ich habe noch nie so eine Untersuchung erlebt. Diese allererste Bestandsaufnahme meines Gebisses hat länger gedauert als in Deutschland manche meiner Zahnarztbesuche. Und hinterher hast du nicht nur, keine Ahnung, 20 Röntgenbilder von deinem Gebiss, sondern du hast diesen 3D-Scan, du hast Fotos von jedem einzelnen Zahn, weil die dir bei der Behandlung, und ich hatte ein paar Löcher, die dann behandelt werden mussten. und nach der Behandlung zeigen die einem dann so Vorher-Nachher-Aufnahmen. Ja. Und das, also krass. Und was ich ganz besonders überraschend finde, wir sind ja, bevor wir hier nach Kanada gezogen sind, besonders weil uns ja auch alle immer versichert haben, wie scheiße hier doch das Gesundheitssystem sei, sind wir ja nochmal ins gute deutsche Gesundheitssystem reingelaufen und haben alles machen lassen. Also nochmal alle Untersuchungen, großes Blutbild, nochmal Rezepte und da war auch ein Zahnarztbesuch mit dabei. Und unsere Zahnärztin hat uns eigentlich immer gesagt, alles soweit, supi. Also da gab es natürlich hin und wieder mal so was zu machen oder so, aber speziell bei dieser letzten Untersuchung hat die Mordskalama gemacht und nur um mir hinterher mitzuteilen, dass meine Zähne eigentlich völlig in Ordnung sind. Und das war bei dir auch so. und dann zeigen uns jetzt hier die Zahnärzte Fotos in High Fidelity von Löchern und Zeug, was da noch gemacht werden muss, die man irgendwie auch nicht widersprechen kann. Da kann man jetzt drauf gucken und sagen, ihr lügt doch. Ist doch kein Loch.
Susanne: Was ja auch so war, du bist ja auch zum Arzt gelaufen, um wieder Tabletten für deine Schilddrüse zu bekommen. In Deutschland war es ja so, dass du halt jedes Mal zum Arzt gegangen bist, dann für drei Monate einen Vorrat gekriegt hast und dann wieder zum Blutbild machen hinlaufen musstest, bevor du die nächsten Tabletten gekriegt hast. Und hier einmal Blutbild gemacht, Medikament dafür gekriegt, also 200 Tabletten.
Dirk: Selbe Menge, wie ich in Deutschland bekommen habe und in dem Datensatz, den die Apotheke hier von mir hat, für meine Tabletten ist hinterlegt, dass ich drei Refills holen kann. Und auf der Packung steht dann, ist so eine Zahl, wie viele Refills noch ausstehend sind. Das heißt, ich kann diese Dose nehmen und drauf gucken und da steht dann drauf, im Moment steht da jetzt noch zwei Refills drauf. Aber da wurde dann aus meinem, ich habe mir extra Zeit genommen, um zum Arzt zu gehen und Blut abzugeben und nochmal mir das Rezept geben zu lassen. und da wurde aus diesem ganzen Galama praktisch ein Fünf-Minuten-Termin, weil ich kurz bei der Apotheke stehen geblieben bin und gefragt habe, könnt ihr mir das schon mal vorbereiten? Und die hat gemeint, ich kann was Besseres machen, ich kann ihnen die direkt geben. Ja. Und das war sehr beeindruckend.
Susanne: Du meinst, es war so beeindruckend, wie in einer Stunde meine Brille zu kriegen?
Dirk: Das sind die kleinen Dinge, die mich da baff machen.
Susanne: Ja, fand ich. Zahnarzt war gute Erfahrung Ich meine, ich habe eh nie Stress mit dem Zahnarzt
Dirk: Wobei ich euch sagen will, ihr wollt keine großen Bilder eurer Zähne sehen
Susanne: Nein Das muss ich sagen, das war auch gewöhnlich Sehr verstört Albträume
Dirk: Na gut
Susanne: Ja, was werden wir jetzt demnächst machen Wir werden uns weiter das Theater im Süden angucken, wir werden hoffentlich unsere Wahlunterlagen jetzt dann kriegen Und wir werden Langlauf lernen und uns wahrscheinlich mehrmals auf den Allerwertesten setzen.
Dirk: Ich habe nicht vor, mich auf den Allerwertesten zu setzen, aber wenn du dich da hinsetzen willst, gerne.
Susanne: Ich glaube, das passiert automatisch.
Dirk: Ja, also uns geht's gut. Wir hoffen mal, euch geht's auch gut. Gebt mal gerne Rückmeldung. Wir nehmen auch wie immer gerne Fragen entgegen, Anmerkungen, Feedback und wir winken auch wie immer nach Brasilien zum Hans-Georg und zur Cora nach Deutschland, die mehrmals schon nachgefragt hat, wo denn die nächste Folge bleibt. Ja, hier ist sie. Hier ist sie. Und ja, passt auf euch auf. Tschüssi. Bis bald.

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